<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875</id><updated>2011-08-05T22:43:49.730+02:00</updated><title type='text'>Laura goes Nicaragua</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>35</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-672080724288301675</id><published>2010-11-06T15:09:00.000+01:00</published><updated>2010-11-06T15:09:47.169+01:00</updated><title type='text'>10. August  - 06. November</title><content type='html'>In der Nacht zum Montag habe ich Tränen geweint und mein Herz zerriss.&lt;br /&gt;Wie absurd kann ein Abschied sein? &lt;br /&gt;Wir sprechen immer gerne von ungewisser Zukunft, um die Tragik noch ein wenig zu erhöhen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis jetzt gab es aber wirklich keinen tragischeren und zugleich urkomischeren Moment, ergo Abschied, in meinem Leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ungewöhnlich gefasst bin ich ihm entgegen getreten.&lt;br /&gt;Wie die ganzen Menschen da vor dem Welthaus in Estelí standen. Retrospektive: So war es auch vor einem Jahr am Düsseldorfer Flughafen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich würde behaupten, dass der Abschied von Nicaragua tragischer und tränenreicher war, denn in Deutschland wussten alle, wir würden auch in einem Jahr wiederkommen.&lt;br /&gt;Für die in Nicaragua zurückgebliebenen Gastfamilien, PartnerInnen und FreundInnen ist ein Wiedersehen erst einmal in ungewisse Zukunft verschoben.&lt;br /&gt;Früh morgens, ich habe die Nacht nicht geschlafen, ich war zwar in meinem Haus, (oder besser meinem Haus auf Zeit?), aber auch irgendwie nicht ganz da.&lt;br /&gt;Die letzten Sachen wurden immer noch in meinen Koffer gestopft, meine Gastschwester und auch meine sonst sehr gefasste Gastmutter brachen ständig in Tränen aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dem Abend war ich doch noch einmal schnell bei meiner Tanzgruppe, noch schnell bei meinen „Schwiegereltern“, mal eben noch zu meinen spanischen Freundinnen, auf der Arbeit. &lt;br /&gt;Kann jemand bitte die Welt anhalten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt bin ich also in Berlin.&lt;br /&gt;Ich sitze in meinem Zimmer, umrahmt von einer Nicaragua- Flagge, meiner Fahne der nicaraguanischen Frauen- Bewegung, Bildern und Karten. &lt;br /&gt;In diesem Zimmer erinnert vieles, wenn nicht sogar das meiste, an mein Nicaragua- Jahr.&lt;br /&gt;Draußen regnet es viel, auch das erinnert ein wenig an Nicaragua. &lt;br /&gt;Leider verlieren die Bäume ihre Blätter und es wird zusehends kahl.&lt;br /&gt;Aus meinem Internetradio tönt Radio Nica (ein Radiosender aus meinem Estelí), frisch entdeckt, vor ungefähr 10 Minuten.&lt;br /&gt;Jetzt fehlt nur noch der Flug, den ich mit einigen Freundinnen schleunigst für nächstes Jahr buchen will. Dann lassen sich Referate und Hausarbeiten besser ertragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt bin ich aber erst einmal abgelenkt. &lt;br /&gt;Studieren. Und sowas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vater und Mutter haben mich hier in meiner neuen Wahlheimat Berlin besucht.&lt;br /&gt;Dank sozialer Netzwerke bin ich mit Nicaragua, Recklinghausen und dem Rest der Welt verbunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das letzte Wochenende war ich mit einer anderen Freiwilligen tanzen. Im Club meines Vertrauens: Das Havanna in Berlin Schöneberg. Lateinamerika pur. Salsa. Bachata. Merengue. Usw.&lt;br /&gt;Als dann Yo no sé mañana von Luis Enrique, dem neuen, international bekannten nicaraguanischem Künster (der Salsa- King, wie er so gerne bezeichnet wird) hörte, hätte ich am liebsten geweint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Politik und Spanisch ist es geworden.  An der Freien Universität Berlin. Und es macht erstaunlich viel Spaß.&lt;br /&gt;In der dritten Sitzung meines „Das Konzept der Zivilgesellschaft“- Seminars erkannte mein Dozent eines bereits sehr richtig: „In der letzten Sitzung haben wir ja bereits sehr schön diskutiert und ich hoffe, dass unsere Lateinamerika- Expertin sich auch zukünftig viel beteiligt. Das war ja schon sehr interessant.“  &lt;br /&gt;Da hat er mich bereits richtig eingeschätzt, und ich kann auch, entgegengesetzt meiner Erwartungen, meine eigenen Schwerpunkte setzen.&lt;br /&gt;In meinem „Internationale Beziehungen“- Seminar werde ich über Menschenrechte und Nichtregierungsorganisationen referieren. &lt;br /&gt;In Spanisch- Sprachpraxis meinte mein Dozent in der ersten Stunde zu mir: „Ach, du bist Laura, die mit den Frauen in Nicaragua gearbeitet hat.“ Ja- die bin ich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ich bin so unfassbar froh und dankbar, dass ich diese Chance hatte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-672080724288301675?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/672080724288301675/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/11/10-august-06-november.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/672080724288301675'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/672080724288301675'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/11/10-august-06-november.html' title='10. August  - 06. November'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-795274434443580776</id><published>2010-07-12T18:48:00.000+02:00</published><updated>2010-07-12T18:48:38.057+02:00</updated><title type='text'>Zwischen den Welten tanzen</title><content type='html'>Was ist das eigentlich- soziale Ungerechtigkeit? Mittelschicht und Unterschicht? Entwicklungsland?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Begriffe sind festgeschrieben. Definitionen, festgelegt von Sozialwissenschaftlern. Ermittelt werden sie anhand von Durchschnittswerten, durchschnittl. Einkommen, der Verfügbarkeit und Verteilung von Gütern, Arbeit haben und arbeitslos sein, der Entwicklungsstandard im Land, Ökonomie, aber auch das öffentliche System von Gesundheit und Bildung etc.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal fühle ich mich, als wäre ich nicht im Entwicklungsland Nicaragua. Ganz im Gegenteil. Ich denke nicht an Armut und Ungerechtigkeit, an fehlenden Fortschritt und fehlende Hoffnung.&lt;br /&gt;Nicht, weil ich meine Augen vor der Realität verschließe, sondern weil ich zwischen den Welten hüpfe, zwischen Arm und Reich, Gut und Böse, Europa und Zentralamerika.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ermöglicht mir mein Privileg als deutsche Freiwillige in einem Entwicklungsland wie Nicaragua. Harte Worte. Aber so ist es doch. Das mögen vor allem die anderen Freiwilligen nachvollziehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgens gehe ich zur Arbeit und fahre in die Gemeinden und Dörfer und arbeite mit Frauen, deren Durchschnittseinkommen bei unter 50 US $ liegt und die durchschnittlich 6 Kinder haben und deren Mann durchschnittlich mindestens eine andere Frau als Geliebte hat (wir sprechen da von 90 % der Fälle).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends komme ich in mein Haus einer gehobenen Mittelklasse- Familie. Einer, der drei Fernseher läuft mindestens, mein Essen wird in der Mikrowelle bereitgehalten und irgendjemand surft gerade im Internet, wireless versteht sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An Wochenenden gehe ich dann tanzen: in die Cigars Zone. „Die beste Diskothek Lateinamerikas.“ Luxuriös. Chic. Teuer. Elegant. Edel. So auch die meisten Besucher, mit der Zigarre zwischen den Zähnen, einen Cocktail schlürfend, Hemdchen und Kleidchen an. Donnerstags ist der Eintritt frei für die Damen. Ansonsten kostet der Eintritt 4 €.  In Deutschland kostet eine solche Diskothek 15 € Eintritt. Cocktails 2,50 €, Deutschland 6 – 8 €.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vergangenen Samstag waren wir in der Stadt, einkaufen, meine Freundin stellt sarkastisch und zugleich betrübt fest: „Ich brauchte neue Kleidung und habe gerade den halben Monatslohn meiner Haushälterin ausgegeben.“ Dabei haben wir nur gebrauchte Kleidungsstücke gekauft, für 4-5 €. Ware, die aus den USA kommt. Gebrauchte Markenkleidung. &lt;br /&gt;Was ist das, verglichen mit H&amp;M, eine Bluse für 29,95 €?! Nebenbei sei anzumerken, dass ich mir in Nicaragua H&amp;M- Kleidung kaufe. Gute Stücke, fast unbenutzt, wie neu. Ein Kleid für 3 €, dass früher 35 € gekostet hat.&lt;br /&gt;Einmal die Woche gehen wir essen, in einer Kneipe, beliebt auch bei Nicaraguanern, trinken einen großen Yoghurt- Shake mit Mandeln für 1 € und einen leckeren, riesigen Salat mit Oliven, Champignons(aus der Dose) und Gorgonzola- Käse für 3€.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pervers.&lt;br /&gt;Pervers?!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pervers sind nicht die Preisunterschiede. Nicaragua hat ein anderes Lohnniveau, für uns „ist alles günstiger“. Das ist klar. Aber auch meine nicaraguanischen Freunde leben mein Leben, meine Familie lebt mein Leben. Mein Leben ist nicht dekadent, wenn das jetzt einige meinen. Aber ich lebe gut. &lt;br /&gt;Pervers ist, dass ich morgens arbeite und die Armut sehe und spüre, wenn ich mit meinen Frauen spreche, über ihre Probleme rede und weiß, wie sie leben und dann abends das Büro verlasse und mein Leben lebe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann gehe ich zuerst zum Tanzen, um nicht mehr nachzudenken, abzuschalten. Aber auch das ist schon ein Luxus. 60 Cordoba die Woche, 2,50 € für eine Woche Tanzen.&lt;br /&gt;Um nicht über meine Freundinnen aus Los Llanos- eine kleine Gemeinde aus den Bergen, ohne Disko, ohne Telefonnetz, ohne Internet, wo fast täglich der Strom ausfällt- nachzudenken, die mit ihren 20 Jahren bereits 2 Kinder haben, ihren Mann verlassen haben, weil er sie betrügt und jetzt versuchen, weiter zu studieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Problem auch hier ist, die krasse Schere zwischen Arm und Reich. Dafür brauche ich nicht auf die Straße gehen, es reicht als anschauliches Beispiel mein Haus.&lt;br /&gt;Ich habe meine Haushälterin. Sie versorgt 3 Familienmitglieder. Mich, meine Gastmutter und meine Gastschwester.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie arbeitet mehr als 8 Stunden täglich. Sie steht vor 6 Uhr auf, wischt das Haus, dass offen ist, demnach viel Staub und Dreck. Sie bewässert den Garten. Sie bereitet das Frühstück vor, jeder mit seinen Extrawünschen. Sie fängt an, Wäsche zu waschen, mit der Hand. Sie räumt die Zimmer auf. Sie putzt wieder, weil indes der Hund alles dreckig gemacht hat, diesen Hund versorgt sie übrigens auch. Sie bereitet das Mittagessen vor. Sie bügelt. Sie bedient uns. „Rosita hier, Rosita dort“. Sie bereitet das Abendessen vor. Sie muss mit Einkaufen gehen. Dann mal schnell den Kühlschrank putzen. Dann schaut sie ihre Telenovela am Abend und geht schlafen. Um 9 Uhr. &lt;br /&gt;Sie ist immer als letzte. &lt;br /&gt;Das macht sie sechs Tage die Woche. Einen Tag hat sie frei. Sonntags geht sie in die Kirche. Ansonsten verbringt sie sechs Tage lang, 24 Stunden, ihr Leben im Haus. Sie schläft bei uns. &lt;br /&gt;Wenn sie nicht gerade mal auf die Straße geht, um den Müll rauszubringen oder Brot an der nächsten Ecke zu kaufen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie verdient 100 $ im Monat.&lt;br /&gt;Sie hat 7 Kinder zu ernähren. Die wohnen alle in einer kleinen Gemeinde, eine Stunde von Estelí entfernt, eine arme Gemeinde. Ein Kind studiert samstags in Estelí. Einer ihrer Söhne war bereits im Gefängnis, angeblich unschuldig, er ist 20. Der andere Sohn ist geistig etwas zurückgeblieben und hat eine Klasse bereits 3 Mal wiederholt. Die älteste Tochter ist bereits Mutter, 19 Jahre alt. &lt;br /&gt;Ihre Kinder sieht sie alle 2 Wochen für gut 2 Tage. Die Kinder leben alleine, in einem Haus, dass ihr eine internationale Organisation gebaut hat, von dem Geld, was sie ihnen zuschickt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rosita ist 37 Jahre alt. Sie hat die Grundschule abgeschlossen. Sie ist frech und selbstbewusst und lebt ein typisches nicaraguanisches Leben. Sie hat bereits im bekannten Ferienort San Juan del Sur gearbeitet, als Köchin in einem Hotel, auch schon in Costa Rica als Hausangestellte oder Managua.&lt;br /&gt;Sie hat jetzt gekündigt, weil sie nach Managua möchte, dort verdiene sie mehr Geld. 200 $ vielleicht. Dort stelle man ihr hygienische Produkte ebenfalls zur Verfügung, hier muss sie sich ihre Seife und Zahnpasta selbst kaufen und sie könne abends um 18 Uhr, manchmal um 17 Uhr Schluss machen und hätte Freizeit. &lt;br /&gt;Das macht sie aber auch nur vorübergehend, damit sie nach Costa Rica gehen kann und dort besser verdient.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Rolle ist dabei, dass Rosita für mich kein Frühstück zubereitet, dass ich sie nicht ständig für jede Kleinigkeit rufe, dass sie mir nicht mein Trinken eingießt und mir mein Essen serviert, dass sie mein Zimmer nicht saubermacht, dass sie meine Wäsche wäscht, ich ihr aber extra dafür Geld gebe und dass sie alle meine Geheimnisse kennt und ich die ihren. &lt;br /&gt;Ich kenne ihre Romanzen, sie kennt meine. Sie weiß, dass wenn ich morgens um 6 Uhr das Haus betrete, dass ich bei meinem Freund geschlafen habe. Sie bereitet mir gerne etwas besonderes leckeres zu, weil ich ihr zwischendurch etwas leckeres aus der Bäckerei mitbringe.&lt;br /&gt;Sie schätzt, dass ich sie nicht rumkommandiere und wünscht mir, dass ich ein schönes Leben führe, studiere, eine Familie gründe. &lt;br /&gt;Wir diskutieren über politische Themen, sie fragt mich, wie das mit den Männern denn in Deutschland so ist, sie möchte mehr über mein Leben wissen und freut sich, wenn ich ihr von meiner Familie erzähle und ist glücklich, wenn ich ihr zuhöre. Sie ist abergläubisch, ich bin Atheistin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bereits jetzt mit meinen 20 Jahren mache ich all das, was sie niemals machen wird. Ich habe mein Abitur, gehe bald studieren und habe noch keine Kinder. Ich reise und bin nun in Nicaragua, um einen Freiwilligendienst zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde aber auch zurückkehren, in meine Heimat, ganz bald, zu meiner Familie, der ich so viel zu verdanken habe. &lt;br /&gt;Sie verlässt ihre Heimat, um ihren Kindern ein etwas besseres Leben zu ermöglichen. Ganz ohne Hilfe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein schlechtes Gewissen habe ich nicht, denn ich verhalte mich moralisch korrekt. Ich verschließe die Augen nicht vor der Realität und helfe dort, wo ich kann.&lt;br /&gt;Was mich beeindruckt, ist die Kraft und der Willen von Rosita: „ Ich bettle nicht um Hilfe und auch nicht um Geld, ich arbeite lieber hart. Wenn man mir etwas schenkt, nehme ich das an. Ich gebe nicht auf!“  &lt;br /&gt;Was mir übrig bleibt, ist, Rosita zu animieren. Rosita kocht göttlich, Rosita hat Talent, wenn auch sie lieber wäscht und putzt als kocht. Wie es denn mit einem kleinen Imbiss wäre? Im Projekt Miriam können Frauen gratis ihre Schulbildung nachholen. Das wäre notwendig und würde ihr neue Möglichkeiten eröffnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das wäre ein Schritt in eine bessere Zukunft.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-795274434443580776?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/795274434443580776/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/07/zwischen-den-welten-tanzen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/795274434443580776'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/795274434443580776'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/07/zwischen-den-welten-tanzen.html' title='Zwischen den Welten tanzen'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-5615229902175961378</id><published>2010-07-08T00:01:00.000+02:00</published><updated>2010-07-08T00:01:12.673+02:00</updated><title type='text'>Sprache öffnet Herzen und Türen</title><content type='html'>Schulspanisch, das ist so eine Mischung aus Castellano und Deutsch.&lt;br /&gt;Im Schulunterricht geht es vor allem um Grammatik und Wortschatz. Analysieren von literarischen und Sachtexten.Untersuchung auf Stilmittel, Intention des Autors. Danach selbstständig Stellung beziehen. Das waren typische Aufgaben aus den Klausuren.&lt;br /&gt;Themen: Lateinamerika, Geschichte und heute. Migration Afrika → Spanien, Mexiko → USA. Jugendkultur Spaniens etc.&lt;br /&gt;Es war immer mein Lieblingsfach.&lt;br /&gt;Ich habe mich auch selbst als gut eingeschätzt, hatte schließlich auch in Costa Rica praktische Spanisch- Erfahung gesammelt, Leistungskurs, Abitur etc.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja. In Nicaragua angekommen, wurde man dann auf die Realität hingewiesen.&lt;br /&gt;Castellano ist nicht das, was in Nicaragua, oder in Lateinamerika generell, gesprochen wird.&lt;br /&gt;Hier, in diesem Land, spricht man Nicañol. &lt;br /&gt;Bereits in der Schule hat meine Lehrerin häufiger kritisiert, dass ich mich an das costarricanische Spanisch angepasst habe. &lt;br /&gt;Jetzt würde sie mich höchstwahrscheinlich nicht mehr verstehen, meine Klausuren wären eine Notenstufe schlechter, wegen der nicaraguanischen Wörter.&lt;br /&gt;Während es für meine meine Lehrerin ein Hohn ist, freue ich mich darüber, wenn man mir sagt: „¡Sos Nica!“ → Du bist Nicaraguanerin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Sprache lernen und sprechen können, ist eben nicht nur Grammatik beherrschen, Verben konjugieren können, Vokabeln kennen und Texte lesen und verstehen.&lt;br /&gt;Man muss auch die landesspezifischen Gestiken und Mimik kennen, Redewendungen, den Unterschied zwischen Jugendsprache und formaler Ausdrucksweise, dann verständigt man sich richtig und ohne Missverständnisse.&lt;br /&gt;Ich spreche mit nicaraguanischem Akzent, genauer gesagt mit dem Akzent aus dem Norden, den Bergen. Wenn man über Personen spricht, deutet man nicht deutsch mit dem Finger auf die Person, sondern deutet mit dem Kopf, Mund und kräuselt die Lippen.&lt;br /&gt;Spricht man über die Größe einer Person, wird nicht die flache Hand als Maß genutzt, sondern die gekrümmten Finger. Die flache Hand ist hier nur für Tiere zu gebrauchen, Achtung!&lt;br /&gt;Hier gibt es kein „tu“, hier ist alles „vos“. Auch die Konjugation ist deswegen vollkommen anders.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann öffnet die Sprache Herzen. &lt;br /&gt;Ich war im März in San Juan del Sur und habe mir in der Apotheke eine Creme für meine Tattoowierung gekauft. Ich bin mit der Apothekerin ins Gespräch gekommen, weil sie mich fragte, was das deutsche Wort auf meinem Rücken heißt, wo ich herkomme und was ich hier in Nicaragua mache. Wir haben ungefähr eine halbe Stunde „gequatscht“. Die ersten Gespräche laufen eigentlich immer auf einige spezielle Fragen hinauf: &lt;br /&gt;„Und gefällt dir Nicaragua?“ Wenn ja, „warum?“ &lt;br /&gt;Dann kam ich 5 Monate später wieder, ich stand noch vor der Apotheke und sie sagt: „ Ach das Mädchen aus Estelí.“ Und sie konnte sich auch noch an das Tattoo erinnern.&lt;br /&gt;Dann ist man nicht mehr eine von vielen Ausländern/innen, dann wird man zu einer Person.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenso in den Taxis. Wie häufig habe ich mich erklären müssen. Estelí hat mehr als 200 Taxifahrer. &lt;br /&gt;Ich bin mindestens 400 mal Taxi gefahren. Das heißt, ich habe meinen Stammtaxi-Fahrer, Reynaldo, aber ich fahre auch mit fremden, denen wiederum muss ich dann meine Geschichte erklären. Was ich hier mache. Wie lange. Wie es mir gefällt. Wie mir Nicaragua gefällt. Wie Deutschland ist, etc.&lt;br /&gt;Das kann auch nerven, hilft aber auf der anderen Seite, Menschen kennen zu lernen und das Land.&lt;br /&gt;Gut, ich will nicht die Herzen der Taxifahrer öffnen, aber wenn einer dann mein Freund wird, oder wenn ich mit Menschen auf der Straße ins Gespräch komme, dann habe ich doch mein Ziel erreicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wenn es also so weit ist, dass man im Bus gefragt wird, „du kommst aber nicht aus Estelí, oder?“; anstatt, wie am Anfang „Aus welchem Land kommst du?“, dann ist die Assimilation geglückt.&lt;br /&gt;Ich bin Nica. Ich bin Estelianerin.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-5615229902175961378?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/5615229902175961378/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/07/sprache-offnet-herzen-und-turen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/5615229902175961378'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/5615229902175961378'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/07/sprache-offnet-herzen-und-turen.html' title='Sprache öffnet Herzen und Türen'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-3885224219128082526</id><published>2010-06-19T08:00:00.027+02:00</published><updated>2010-06-19T08:00:02.709+02:00</updated><title type='text'>Mein Laurenzo</title><content type='html'>Ich habe jetzt ein Huhn.&lt;br /&gt;Besser gesagt, einen kleinen Hahn. &lt;br /&gt;Das mit dem Geschlecht war mir aber nicht bewusst, er ist schließlich noch recht klein. Das wurde mir schließlich gestern mitgeteilt.&lt;br /&gt;Emanzipatorisch betrachtet, ist das aber auch gut so. Gleichberechtigung für beide Geschlechter &lt;br /&gt;Es hieß erst Laura, nun heißt es Laurenzo und hat schwarze, beige, graue und braune Federn.&lt;br /&gt;Laurenzo lebt mit anderen Hühnern zusammen, die alle einen Paten haben, der sie für 6 US $ angeschafft hat. Darunter ich. Dafür lebt Laurenzo nun glücklich mit seinen Frauen bei Los Pipitos. Nicht ganz so feministisch ist allerdings, dass Laurenzo ein Pascha mit gleich mehreren Frauen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/TBqtRUuU3WI/AAAAAAAAAQU/8QkzPPxdAJA/s1600/los_pipitos_1194_1-9259.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/TBqtRUuU3WI/AAAAAAAAAQU/8QkzPPxdAJA/s320/los_pipitos_1194_1-9259.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;Los Pipitos ist eine national existierende Schule für Kinder und junge Erwachsene mit Behinderung (siehe frühere Artikel). Neben einer Schreinerei, eines Schulgartens mit tropischen Pflanzen und Bäumen, einer Kerzengießerei, der Schulküche, einer Handarbeits- Werkstatt usw. gibt es nun auch den Hühnerstall wo die Schüler von Los Pipitos lernen und arbeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem habe ich gestern schöne, bunte, duftende Kerzen gekauft, die die Jugendlichen bei Los Pipitos hergestellt haben und verkaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Hahn Laurenzo sorgt nun zum Einen dafür, dass es Eier gibt, die in der Küche verarbeitet werden, oder aber kleine Küken schlüpfen und zum Anderen, lernen die Kinder und Jugendlichen durch ihn, Verantwortung für ein Tier zu übernehmen, sei es, weil der Stall ausgemistet werden muss, oder aber, weil er Futter braucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin der Meinung, dass Menschen mit Behinderung (hier heißen sie Menschen mit anderen Fähigkeiten, politisch korrekt?) in der Gesellschaft eines Dritte-Welt-Landes eine noch verletzbarere Rolle einnehmen, als Frauen und Kinder. &lt;br /&gt;Für letztere und deren Rechte gibt es viele verschiedene NGO´s, aber Menschen mit Behinderung haben hier nur Los Pipitos und die Hilfe von Privatpersonen, die ihren Rechten Gehör verschaffen und sie in den öffentlichen Raum stellen, sie sichtbar als Teil der Gesellschaft werden lassen. Das haben diese Menschen ihren Eltern zu verdanken, denn Los Pipitos ist eine Elternvereinigung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/TBqs1XvocNI/AAAAAAAAAQM/SzHW64sWHp4/s1600/Agric03.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/TBqs1XvocNI/AAAAAAAAAQM/SzHW64sWHp4/s320/Agric03.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Ein Problem gibt es aber dennoch. Wo sind die anderen Menschen mit Behinderung, die an einer sehr schweren körperlichen und geistigen Behinderung leiden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo aber sind die Mädchen, wie meine Schwester mit Rett- Syndrom?&lt;br /&gt;Entweder sie sterben wesentlich früher, weil es keine ausreichende medizinische Versorgung gibt, oder aber, sie befinden sich noch immer in einer unwürdigen Lage. Wegen fehlender Information, weil die Eltern überfordert sind, weil die Familien Angst haben und die Behinderung als eine Strafe Gottes ansehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.lospipitosesteli.org.ni/main_es.htm"&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-3885224219128082526?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/3885224219128082526/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/06/mein-laurenzo.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/3885224219128082526'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/3885224219128082526'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/06/mein-laurenzo.html' title='Mein Laurenzo'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/TBqtRUuU3WI/AAAAAAAAAQU/8QkzPPxdAJA/s72-c/los_pipitos_1194_1-9259.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-6842194825567828971</id><published>2010-06-18T00:45:00.000+02:00</published><updated>2010-06-18T00:45:04.061+02:00</updated><title type='text'>Interkulturelle Kommunikation</title><content type='html'>Wenn zwei Menschen unterschiedlicher Herkunft aufeinandertreffen und es zu vermeidbaren Problemen oder Missverständnissen kommt, dann liegt das zumeist an fehlender Kompetenz in diesem Metier. „Datt sind halt die kulturellen Unterschiede. Das ist halt die Kultur, sach ich ma.“&lt;br /&gt;Fehlendes Einfühlungsvermögen. Die Fähigkeit, den Blickwinkel zu wechseln, fehlt. Fehlender Feinsinn oder fehlendes Gespür, das Andere im Anderen so anzunehmen und zu verstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle sind gleich. &lt;br /&gt;In einem Punkt. Wir sind alle Menschen. Ansonsten totaler Quatsch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Besondere ist, dass wir eben nicht gleich sind, sondern einzigartig, vollkommen verschieden, vom Fingerabdruck bis hin zum Charakter.&lt;br /&gt;Neu ist, dass wir das jetzt akzeptieren. Wir sind nicht gleich. Wir sind anders.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern haben wir deutschen Freiwilligen ein erneutes Seminar zu diesem Thema erhalten.&lt;br /&gt;Das erste in der Vorbereitungszeit in Deutschland war leider zu deutlich pädagogisch angehaucht. Mit Rollenspielen, viel buntem Papier und was-wäre-wenn- Geschichten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt, mit 10 Monaten Erfahrung in interkultureller Kommunikation bin ich quasi Fachfrau.&lt;br /&gt;Dachte ich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere gestrigen Themen haben mich dann eines anderen belehrt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zukunftsorientierung vs. Gegenwartsorientierung&lt;br /&gt;Individualismus vs. Kollektivismus&lt;br /&gt;Dissens- Kultur vs. Konsens- Kultur&lt;br /&gt;Kultur mit hohem/ niedrigen Kontext&lt;br /&gt;Egalitäre Strukturen vs. hierarchische Strukturen&lt;br /&gt;Kokosnuss vs. Pfirsich&lt;br /&gt;Kultureller Dialog vs. kulturelle Polarisation&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das hilft. Nicht nur um die nicaraguanische Arbeitswelt zu definieren, was ja doch sehr schwierig ist, wenn man noch nie wirklich im Arbeitsleben stand, geschweige denn in Nicaragua geboren wurde. &lt;br /&gt;Und um sich selbst in das System einzuordnen, selbstkritisch zu sein und zu analysieren. Und das Beste am gestrigen Tag, dass wir eine deutsch- nicaraguanische Gruppe waren, um in den Dialog zu treten und unsere Meinungen auszutauschen, um Vorurteile abzubauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier geht’s im Folgenden auch um Stereotypen, denn ohne Stereotypen kann man nicht arbeiten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin eine Kokusnuss, ich habe eine harte Schale für Außenstehende, bin eher distanziert, diskret. Habe ich aber einmal Vertrauen gefunden, rede ich auch über private Angelegenheiten mit meinen Freunden, es geht um Ehrlichkeit und Offenheit, und darum, dass ich mit Freunden über alles reden kann. Harte Schale, weicher Kern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nicaraguaner hingegen sind eher Pfirsiche, sie sind sehr herzlich und offen, aber das wirklich Private bleibt auch privat, auch für gute Freunde, weiche Schale, harter Kern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin typisch nicaraguanisch, was Kritik betrifft. Ich kann schlecht kritisieren und kann mich auch schlecht kritisieren lassen. Auch wenn Kritik konstruktiv sein soll.&lt;br /&gt;Hier ist häufig alles sehr rosig, alles schön und gut und toll und super. Man möchte den anderen ja nicht verletzen. &lt;br /&gt;Da passe ich gut rein...&lt;br /&gt;...lerne aber gerade in diesem Umfeld, zum ersten Mal, wirklich kritisch zu sein und das auch laut zu äußern, denn nur so kann sich etwas verändern.&lt;br /&gt;Wir Deutschen sind eigentlich viel zu häufig viel zu direkt und überkritisch. Meine Lehrer habe ich immer direkt kritisiert und meine Meinung lautstark geäußert, aber Freunden und Familien so etwas zu sagen, das ist schwieriger für mich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicaragua lebt den Kollektivismus, das stammt vielleicht auch noch aus der Revolution. &lt;br /&gt;„Gemeinsam sind wir stark.“ Kollektiven. Zusammenarbeit. Teamarbeit, es wird von „wir“, statt von „ich“ geredet. &lt;br /&gt;In Deutschland wirst du zu einem Einzelkämpfer, etwas positiver ausgedrückt, zu einem Individuum erzogen. Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Alles ist sehr wettkampf- orientiert. Ob in der Schule, oder in der Uni oder in der Arbeitswelt.&lt;br /&gt;Ich war ein Individualist und werde zu einem Kollektivwesen, dank meiner nicaraguanischen Mitmenschen. In Deutschland brauchen wir häufig einen Grund, um zusammen zu sein, während ich hier einen Grund brauche, um alleine zu sein. In der Arbeit ist es so, Teamarbeit. Alle sind verantwortlich. Alle haben die gleichen Rechten und Pflichten. Es gibt keine Einzelkämpfer.&lt;br /&gt;Das ist angenehm und schafft ein produktiveres Arbeitsumfeld.&lt;br /&gt;Genauso in der nicaraguanischen Familie, teilen, beisammen sein und das genieße ich und werde es mit nach Deutschland nehmen. Natürlich bleibe ich unabhängig und selbstständig und freiheitsliebend, mit einem Hauch Kollektivismus, was Freunde und Familie betrifft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deutsch- Leistungskurs- Thema: Kommunikation&lt;br /&gt;Sender und Empfänger. Direkte und indirekte Kommunikation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achtung Klischee: Frauen sagen selten, was sie denken. Oder wenn sie etwas sagen, dann meinen sie das Gegenteil. Darin erkenne ich mich komplett wieder. &lt;br /&gt;„Bist du sauer?“ → „Nein, Quatsch. Vielleicht bin ich etwas enttäuscht.“ Oder anders ausgedrückt: „Du Ar***, natürlich bin ich stinkensauer.“&lt;br /&gt;Das kann ich echt gut, nicht das sagen, was ich denke, damit der andere raten darf, was ich meine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da bin ich auch echt nicaraguanisch und das hat mich auf eine Idee gebracht.&lt;br /&gt;Ich habe in meiner Arbeit angestoßen, dass wir ein Gesundheits- Forum doch am Besten nach der Durchführung evaluieren sollten. Das wurde dann auch prompt getan, mit den Worten meiner Chefin: „Und Laura hat vorgeschlagen, dass wir das Forum jetzt einmal evaluieren“&lt;br /&gt;Klasse. Da haben sie also schön die Verantwortung auf mich abgewälzt, denn ICH durfte das jetzt alleine machen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und da war es dann ganz schön schwer, die überaus chaotische (Fehl-)Organisation vom Morgen kritisch zu bewerten. Ich hätte gedacht, dass wir alle sprechen. Stattdessen habe ich zu einem meiner beliebten Monologe angesetzt und das auch echt gut gemacht, a la Nica und eine Essenz Deutschland, denn kein anderer wollte mir beistehen, geschweige denn Kritik äußern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Also, das Thema war total interessant. Es waren sehr viele verschiedene Organisationen und auch staatliche Institutionen dabei. Die beiden Referenten, klasse, total informativ. Und das Essen köstlich. Und auch die Diskussion danach perfekt.“&lt;br /&gt;Achtung! Das habe ich bisher nicht bedacht, das, was jetzt ausgespart wurde, die Organisation, war also grauenhaft. So könnten es die Nicaraguaner machen, alles Positive wird benannt und das was fehlt, war also nicht so gut.&lt;br /&gt;Ich, mit der Prise Deutschland, möchte nun aber konstruktive Kritik äußern.&lt;br /&gt;„Allerdings war die Organisation nicht ganz so gelungen. Wir hätten vielleicht, alle gemeinsam, etwas früher anfangen können, dann hätten wir heute morgen nicht so einen Stress gehabt.“&lt;br /&gt;Sehr diplomatisch, mich miteinbezogen. 100 Punkte.&lt;br /&gt;Wir sind auf einem guten Weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da prallen dann also nicht nur, direkte und indirekte Kommunikations- Strategien, sondern auch Dissens- und Blümchen- Streitkultur aufeinander.&lt;br /&gt;Ich lerne, mich besser in Hyroglyphen auszudrücken, damit mich bloß keiner richtig versteht und gleichzeitig werde ich zum Streit- Talent auf höchster Ebene.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn das ist jetzt das Problem. Ich stehe zwischen zwei Kulturen. Ich bin deutsch gepolt, auch wenn ich das nicht wahrhaben möchte und lebe gerade in Nicaragua, Völkerverständigung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während in Deutschland viele Arbeitnehmer und -Geber sehr gerne beim „Sie“ bleiben, um noch eine gewisse Distanz zu wahren und somit die Autorität nicht zu gefährden oder um Arbeit von Privatem zu trennen, werden hier die Arbeitskollegen/innen oft mit „Du“ angesprochen, meine Chefin sagt „vos“ zu mir, das ist noch persönlicher als „Du“, das ist die richtige Freundschaftsebene und sie umarmt mich zur Begrüßung.&lt;br /&gt;Das ist schön, häufig ist das Verhältnis zu den Kollegen/innen freundlicher und herzlicher, aber dadurch fällt es einem noch schwieriger, konstruktive Kritik zu äußern, man könnte den anderen ja verletzten.&lt;br /&gt;In Deutschland wird dieses „Distanz und Autorität wahren“ bis zum Gipfel getrieben. Bis zur 10. Klasse des Gymnasiums war es du, Laura. Danach abrupt „Sie, Frau Fischer“. Weil ich in die 11. Klasse gekommen bin, ob ich volljährig war oder nicht. Meine Lieblingslehrer konnten mir auf einmal nicht mehr sagen „du spinnst doch Laura. Halt mal deine Klappe.“ Sondern „Das fand´ ich jetzt nicht angebracht von Ihnen“. Das ist doch grauenhaft. &lt;br /&gt;Einige Lehrer kamen sich selbst blöd dabei vor und haben dann wieder zu Laura gewechselt, andere haben es strikt durchgehalten. Und dann? &lt;br /&gt;Abiturzeugnis frisch in der Hand: „Du kannst auch Bernd zu mir sagen, Laura.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Deutschland wird die Arbeitswelt immer egalitärer, Kritik ist gut, der Chef setzt auf Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe, nicht auf Befehle. Es geht um die Kompetenz und Erfahrung des Chefs und nicht um das Alter und die soziale Stellung. Der Chef möchte als Teammitglied angesehen werden und hebt sich nicht ständig hervor, um seine Machtposition zu beweisen. Das ist zumindest das Ideal. Hierarchie vs. Egalität. Das ist auch hier so. Zumindest in den NGO´s wird auf Gleichheit gesetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was habe ich also gelernt?&lt;br /&gt;Wir sind verschieden. Ich bin nicht typisch deutsch, aber auch nicht 100% Nicaraguanerin.&lt;br /&gt;Ich bin ein Misch- Masch, individuell. &lt;br /&gt;Ich muss diese der verschiedenen Systeme, diese Besonderheiten kennen, um mich in dem Umfeld gut bewegen und eingliedern zu können. Das habe ich in vielen Fällen automatisch getan, emotional intelligent gehandelt. Aber um den anderen zu verstehen, bedarf es manchmal mehr, als nur Offenheit und Freundlichkeit.&lt;br /&gt;Zwischen den Zeilen leben ist eine Kunst, hilft aber, den anderen zu verstehen.&lt;br /&gt;Manchmal muss ich von meinen negativen Begrifflichkeiten weg, wir müssen unsere Vorurteile ablegen, wenn wir in einen Dialog treten wollen. &lt;br /&gt;Liberal ist nicht gleichzusetzen mit zügellos, was einige Nicaraguaner von mir als Frau denken. Ich liebe meine Freiheit, aber ich bin deswegen nicht gegen jegliche Wertvorstellungen. &lt;br /&gt;Im Vergleich zu Nicaragua, sind wir Deutschen kalt, die Nicaraguaner herzlich. Nein. Wir sind vielleicht zurückhaltender, aber genauso herzlich und freundlich, wenn wir die erste Distanz überwunden haben. Der Gemeinschaftssinn ist etwas schönes. Mehr „wir“ als „ich“, mehr Beisammensein, um beisammen zu sein, auch wenn wir nicht mehr machen als beisammen zu sein, als alleine zu sein, weil ich meine Ruhe haben will.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-6842194825567828971?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/6842194825567828971/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/06/interkulturelle-kommunikation.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/6842194825567828971'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/6842194825567828971'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/06/interkulturelle-kommunikation.html' title='Interkulturelle Kommunikation'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-8661024472602948074</id><published>2010-04-20T22:44:00.001+02:00</published><updated>2010-04-21T16:59:27.195+02:00</updated><title type='text'>Willkommen Wolkenbrüche und Wasseransammlungen in meinem Zimmer</title><content type='html'>Wir haben April. Es regnet.&lt;br /&gt;In Nicaragua beginnt die Regenzeit eigentlich in den letzten Maiwochen.&lt;br /&gt;Allerdings regnet es seit Donnerstag, jeden Tag zum Abend hin und heute Morgen.&lt;br /&gt;Wolkenbrüche. Blitze und Donner. Kälte. &lt;br /&gt;Und mit Wolkenbrüche meine ich nicht die Regengüsse aus Deutschland. Regnete es so wie hier, würden die Meteologen eine Sturmwarnung herausgeben.&lt;br /&gt;Und schon wieder Regen....&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es regnet übrigens auch in mein Zimmer, bzw. es tropft von der Decke. &lt;br /&gt;Jetzt wache ich jeden Morgen neben einer Pfütze auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und unsere Straße, die nicht asphaltiert ist, wird jedes Mal zu einem reißenden Fluss, der unüberquerbar ist. Und auch so fließen Sturzbäche die Straßen hinunter, in ganz Estelí.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letzte Woche Donnerstag gab es den ersten Wolkenbruch. Allerdings zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt, als ich hinten auf der Ladefläche eines Pick Ups saß, mit zwei Arbeitskolleginnen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herzlichen Glückwunsch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durchgeweicht bis auf die Knochen. Alle unsere Arbeitsmaterialien durchgeweicht. Eine Kälte. Dunkelheit. Blitze. Aber anstatt zu verweifeln und zu fluchen, wie ich es in Deutschland gemacht hätte, haben wir gelacht und ins in den Arm genommen und Witze gemacht, über die vorbeifahrenden Autos und die Menschen, die im Trockenen saßen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist los? Klimawandel?&lt;br /&gt;Und voraussehbar ist hier, dass der vorgezogene Regen zu dieser Zeit eine erneute Dürre ankündigt, denn in den Monaten September, Oktober und November wird es also an Regen und Feuchtigkeit fehlen, so dass die Ernte auch dies Jahr schlecht ausfällt.&lt;br /&gt;Das wiederum führt zu noch höheren Lebensmittelpreisen und das in einem Entwicklungsland.&lt;br /&gt;Auf der anderen Seite schafft es ja auch die Tabakindustrie immer mehr Anbauflächen aufzukaufen, so dass statt Grundnahrungsmitteln wie Mais und Bohnen, nun die sehr nahrhafte Tabakpflanze angebaut wird. &lt;br /&gt;Chemikalien werden ohne Schutz gesprüht. Die Männer arbeiten von früh morgens bis spät abends und verdienen 4 US$, wenn sie Glück haben.&lt;br /&gt;Anstatt zum Eigenkonsum anzubauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So viel zu den Wetterphänomenen.&lt;br /&gt;Jetzt hat es wieder aufgehört und wird schlagartig heiß. Klasse.&lt;br /&gt;Und dann fällt bestimmt auch wieder der Strom aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider hat man mir bereits letztes Jahr meinen Regenschirm geklaut.&lt;br /&gt;Und ich habe auch keine Gummistiefel, aber das braucht man hier auch nicht, die Frauen laufen weiterhin in ihren hochhackigen, offenen Schuhen rum.&lt;br /&gt;Das Leben nimmt weiterhin seinen gewohnten Lauf, wenn mein Hund nun auch etwas mehr stinkt, nach nassem Hund eben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-8661024472602948074?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/8661024472602948074/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/04/willkommen-wolkenbruche-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/8661024472602948074'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/8661024472602948074'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/04/willkommen-wolkenbruche-und.html' title='Willkommen Wolkenbrüche und Wasseransammlungen in meinem Zimmer'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-8223952421009360750</id><published>2010-04-20T17:05:00.003+02:00</published><updated>2010-04-20T17:22:23.483+02:00</updated><title type='text'>Laura wird selbstständig.</title><content type='html'>&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Als ich die Entscheidung getroffen habe, den Arbeitsplatz und die Organisation zu wechseln, habe ich mich ebenfalls dazu entschieden, die Langeweile gegen Ungewissheit zu tauschen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Was kommt auf mich zu? Eins war fast gewiss, dass ich mehr Arbeit haben würde, mehr Verantwortung. Logisch.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Gut, ganz so genau konnte ich das vorher ja nicht wissen. Ich kann ja nicht voraussehen, wie die neue Organisation arbeitet. Allerdings, schlimmer hätte es eigentlich nicht werden können, noch weniger eigenverantwortliche Arbeit gibt es nicht und noch häufiger im Büro sitzen, als 5 Tage, 7 ½ Stunden geht auch nicht.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;Und so sitze ich jetzt hier, in meinem neuen Büro, mit meinen Frauen der FEM, eine Woche intensivster Arbeit liegt hinter mir.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich habe euch ja bereits im letzten Blog- Eintrag berichtet, wie meine Arbeit aussieht. &lt;br /&gt;Doch nun haben die Seminare des Projekts &lt;i&gt;sexuelle Gesundheit &amp;amp; sexuelle und reproduktive Rechte&lt;/i&gt; begonnen, endlich beginnt die Arbeit mit den Frauen in den Dörfern. &lt;br /&gt;Und es ist unglaublich...... anstrengend...... und schön....&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich wurde so ziemlich ins Wasser, ins eis- eis- eis- kalte Wasser, gestoßen.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;An dem Tag, an dem meine Chefin und ich uns eigentlich um das Konzept des Seminars für den nächsten Tag kümmern sollten, war sie plötzlich in einer scheinbar unendlichen Besprechung.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Fleißig habe ich weiter an sexuell übertragbaren Krankheiten gearbeitet, Informationen gesucht und zusammengestellt.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Dellwarzen. Sifilis. Krätze. Chlamydien. Vaginal- Herpes. Und all die anderen schönen Krankheiten mit ihren klingenden Namen. Plötzlich juckt es einen am Körper, als hätte man selbst Filzläuse.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Und hier ein wenig über sexuelle und reproduktive Rechte und dort über die Selbstuntersuchung der Brüste, um Veränderungen, die auf Brustkrebs hinweisen könnten, festzustellen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Währenddessen sich meine andere Arbeitskollegin eher um das Logistische, als um die Thematik des Workshops kümmerte.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Um 16 Uhr nachmittags sind meine Compa&lt;span style="font-family: Times New Roman,serif;"&gt;ñ&lt;/span&gt;era Alma und ich dann langsam in Panik ausgebrochen, noch so viel zu tun und vorzubereiten und unsere Chefin kommt nicht wieder. Nicht, dass wir von ihr abhängig sind, aber sie hatte die Informationen und sie ist nun einmal die Koordinatorin.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Und dann irgendwann gegen 17 Uhr die Hiobsbotschaft: „Alma, Laura, ich komme nicht mit!“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Innerhalb dieses Satzes ging somit die gesamte Verantwortung des inhaltlichen Teils und die Durchführung des Seminars auf mich über.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Das hätte ich mir früher nicht träumen lassen, geschweige denn gewollt.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;In meiner alten Organisation kam es einmal zu einer unschönen Situation, normalerweise habe ich die anderen während der Seminare immer nur unterstützt, das passte auch zu meinem eigenen Selbstverständnis. Bis ich dann einfach alleingelassen wurde, ohne dass man mir die Methodik und Thematik gegeben hätte. Alleine vor 15 nicaraguanischen Männern, &lt;i&gt;Dorfältesten&lt;/i&gt;. Es hat geklappt, ich bin ja nicht auf den Mund gefallen. Aber ich bin bei solchen Dingen gerne Perfektionistin. In meinen Augen war es ein Desaster.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Und nun: noch einmal so etwas, &lt;i&gt;die Verantwortung her zu mir bitte.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;Aber ich bin doch nur die kleine, unausgebildete Freiwillige.Ich bin doch noch so jung.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;„Mach dir keine Sorgen Laura, das kriegst du hin.“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Na gut, die beiden wissen nicht, dass mein Selbstbewusstsein und mein Selbstvertrauen bei solchen Aufgaben und Herausforderungen gerne hinter mir herkriecht und sich versteckt. Ich stapel gerne tief. Generell kann ich gar nichts. Und keine Mama zum sich Ausheulen über seine eigene Nichtigkeit um sich noch kleiner zu machen, als ich bin.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Wie war das? Du wolltest Arbeit und Verantwortung? Da hast du sie.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;Aber doch nicht so viel bitte.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Innerlich habe ich ein wenig geweint. Aber Alma erklärte mir, dass die Frauen uns nicht prüfen, sondern von uns lernen wollen, außerdem hätten sie selbst so geringe Kenntnisse, dass all unser Wissen ihnen behilflich sein werde.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Perfekt. So saß ich dann noch bis 19.20 Uhr im Büro.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Schnell die wichtigsten Informationen präsentierfertig auf DIN-3 Pappe niedergeschrieben, mit meinen schönsten Grundschul- Blockbuchstaben (in meinen Ohren hörte ich einen meiner alten Lieblingslehrer sagen „und die i- Punkte nun mit Herzchen verzieren“ - das tat ich nicht).&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Meinen Tanzkurs konnte ich mir dann abschminken, wie auch den Schweiß, ob der neuen Herausforderung.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Kleine organisatorische Probleme führten dann dazu, dass wir am nächsten Morgen viel zu spät kamen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Erst hieß es: um 6.30 an der FEM, dann hieß es „um 7 Uhr holen wir dich zu Hause ab“. Um 7.30 war ich immer noch in meinem Haus, bis dann der Anruf kam „Laura, fahr bitte mit dem Taxi zur FEM“.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;Na gut, ich bin ja flexibel, nech? Ich bin ja auch nicht viel zu früh aufgestanden. Habe nicht hastig gefrühstückt und bin nicht nervös.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Meine Gastmutter war sehr sauer: „Diese Unpünktlichkeit und Desorganisation regt mich auf. Ich kann es nicht leiden, wenn sie mich warten lassen, haben wir doch eigentlich einen genauen Termin festgelegt. Laura, sei mal ein bisschen ungehalten, sag ihnen doch mal was. Das können die doch nicht machen.“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich war natürlich bereits um 6.50 Uhr bereit zum Aufbruch. Deutsche Pünktlichkeit und Korrektheit. Zumindest, was die Arbeit betrifft.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Das zaubert immer ein Lächeln auf die Lippen meiner Gastmutter und Gastschwester.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Gut, um 9 Uhr sollten wir beginnen. Um 9 Uhr verließen wir gerade Estelí, 1 ½ Stunden Reise vor uns.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Schließlich war ich dann auch für die technische Seite verantwortlich. Mein schon sehr arg gefordertes Netbook, meine Kamera, ein Beamer, Musik.... Nichts vergessen. &lt;br /&gt;Bloß nicht verrückt werden und wegrennen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Angekommen, alles aufbauen, vorbereiten.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Wie zu erwarten war, sprach ich in den ersten Minuten chinesisches Spanisch, ergo unverständlich, fehlerhaft und einfach komisch.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Aber dann, es löste sich die Anspannung, die Frauen waren sehr freundlich und interessiert, sie hielten mit mir Augenkontakt. Die meisten kannten mich noch nicht, so dass es noch eine anfängliche Scheu gab, laut über Sexualität und Krankheiten zu sprechen und das auch noch mit einer Ausländerin. Doch, poco a poco, also langsam, wurde es lockerer, die Frauen offener, ich offener. &lt;i&gt;Laura in ihrem Element, reden. &lt;/i&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;Zuerst drehte sich die Arbeit, um unsere Rechte. Und für mich ist es ja schon schwer, sexuelle und reproduktive Rechte zu benennen.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Für mich ist es allerdings schwierig, weil ich diese Rechte für vollkommen selbstverständlich halte.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Das Recht auf sexuelle Bildung.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Das Recht auf sexuelle Gesundheit.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Das Recht, zu entscheiden, wie viele Kinder ich will und ob ich überhaupt Kinder will.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Das Recht auf eine freie Sexualität.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Das Recht auf Privatsphäre.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Das Recht auf freie Partnerwahl und ob ich heiraten möchte oder nicht.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Das Recht, genussvollen Sex zu haben.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Das Recht auf freie Wahl der Verhütungsmittel.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Das Recht, zu entscheiden, wann und ob ich sexuelle Beziehungen haben möchte.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Das Recht auf sexuelle Gleichheit und freie Entfaltung.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;In unseren Ohren klingt das so logisch und ist so tief verwurzelt in meinen Vorstellungen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Meine offene Erziehung ist, meines Erachtens auch für Deutschland eine Besonderheit, mit 12 wurde ich aufgeklärt. Meine Mutter hat mich aufgeklärt und mit dem Märchen von Bienchen und Blümchen Schluss gemacht, wenn ich das auch schon vorher wusste, durch die Schule.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;In der Schule lernen wir all das, was die Eltern uns nicht erzählen wollen. Sexuell übertragbare Krankheiten. Die sexuellen Organe. Rechte. Schwangerschaft. Verhütungsmethoden und wie man ein Kondom benutzt. In unserem Alter haben wir vielleicht noch darüber gelacht und kindische Witze gemacht. &lt;i&gt;&lt;b&gt;Sexualität war ieeeh baah.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Aber hier? Eltern fühlen sich meist peinlich berührt, erst recht den Mädchen wird doch nicht auch noch beigebracht, wie sie Sex haben können, dass kommt ja schon früh genug, wenn die älteren Männer sie verführen. Auch wenn die Frau ja eigentlich jungfräulich in die Ehe gehen sollte. &lt;br /&gt;Und die Frauen bilden sich dann hier eben selbst ein Urteil über das plötzliche Blut in der Unterhose, wie es meine Arbeitskollegin ausdrückt, sie wusste nicht, was das war und warum.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Natürlich, die Zeiten ändern sich. Heute übernehmen zumeist ältere Geschwister die Aufklärung. &lt;br /&gt;Allerdings mit dem, was sie wissen. Das heißt der große Bruder erklärt dem kleinen Bruder die Sache mit dem Sex und warum das Kondom echt uncool ist, das ist ja nicht männlich und fühlt sich nicht so gut an. Der Machismus wird von Generation zu Generation weitergegeben. Von den Müttern an die männlichen Kinder, für sie wird gekocht, ihnen wird serviert, alles erlaubt, während das Mädchen ebenfalls im Haus bleibt und kocht und putzt und wäscht und nicht feiern gehen darf.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Da sind wir dann beim nächsten Problem angelangt. Frauen, die Verhütungsmethoden anwenden wollen, gelten recht schnell als Schlampen. Warum sonst wollen sie ein Kondom benutzen oder die Pille nehmen? Das steht schließlich auch nicht in der Bibel, das mit der Verhütung. Und wenn, dann weiß es das ganze Dorf. „Und hast du schon gehört? Die Maria kauft sich Kondome. Na wenn das Juan wüsste.“&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Und warum sollte eine 40-jährige Witwe noch einmal eine sexuelle Beziehung haben oder sich neu verlieben? Das würde das Dorf auch nicht gut finden. Sie wäre ja verrückt, hat doch ihre Kinder.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Das waren einige Aussagen der anwesenden Frauen von 20 bis 77 Jahren. Das ist Nicaragua.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Mildred, 20 Jahre, lächelt mich schüchtern an, sie scheint das Thema Sexualität und sexuelle Rechte und sexuell übertragbare Krankheiten nicht so ganz zu interessieren, das ist ihr eher peinlich. Als hätte sie noch nie Sex gehabt oder einen nackten Penis gesehen, geschweige denn ihre Geschlechtsorgane.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Wir haben große Zeichnungen der weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane an die Wand gehängt, um daran einige Krankheiten zu erklären etc.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Mildred ist deutlich sichtbar schwanger, weiß aber nicht in welchem Monat sie ist, 5. oder 7. vielleicht, sagt sie mit einem leicht genervten und abweisenden Ton – das ist auch Nicaragua.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Und Mildred ist ja schon überdurchschnittlich alt, um ihr erstes Kind zu bekommen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Verheiratet ist sie nicht. Später sitzt sie im Auto neben mir, auf dem Schoß ihrer Mutter. Sinnbildlich. Gerade dem Schoß ihrer Mutter entflohen und nun ist sie verantwortlich für ein kleines Lebewesen in ihrem Bauch, dass sie offensichtlich nicht will, für das sie offensichtlich noch nicht bereit ist, sie ist selbst noch Kind.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;(Wie ich mich erst jedes Mal fühle, wenn ich einer 15-jährigen werdenden Mutter gegenüberstehe)&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich würde zwischendurch gerne laut schreien, all diese Erfahrungen, all diese schlimmen Geschichten der Frauen, diese Ungerechtigkeit und die Unmündigkeit der Frauen, bedingt durch dieses patriarchalische System. Und ich, aus einer anderen, fremden und weit weit entfernten Welt. &lt;br /&gt;Was würde ich dafür geben, diesen Frauen ein Stück Hoffnung geben zu können: &lt;i&gt;kämpft für eure Freiheit, lasst euch nicht weiter gefallen, dass sie eure Rechte mit den Füßen treten, denn es lohnt sich.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich stelle mir vor, dass es so in der Steinzeit gewesen sein könnte. Die Frau hat zwischen 5 und 7 Kindern. Die Frau steht bereit, wenn der Mann seinen Bedürfnissen nachgehen möchte.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Einige Frauen sind dabei, die nicht lesen und schreiben können, für sie ist das ganze Thema und die Mitarbeit noch einmal schwieriger.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Und womit rühmt sich Nicaragua? &lt;i&gt;&lt;b&gt;Die Analphabeten- Quote ist sehr niedrig. Bei unter 4 %.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; Wurden etwa nur die Bürgerinnen und Bürger gezählt, die in den Städten wohnen?  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Wie ist es aber in Loma Fría, nahe der honduranischen Grenze in den hohen Bergen, wo eine Piste ins Dörfchen führt, eine halbe Stunde von der Panamericana entfernt. Einmal am Tag kommt ein Bus vorbei. Kein Strom, kein Wasser.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Was mir immens hilft, um die Distanz zwischen Deutschland und Nicaragua zu überbrücken, sind Vergleiche. &lt;br /&gt;&lt;i&gt;Hey, ich bin eine Frau, wie ihr.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;Ich kämpfe mit euch gegen die gleichen Probleme. &lt;/i&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;Die Männer in Deutschland sind anders, eindeutig, aber ich lebe mit euch in Nicaragua, seit 8 Monaten, und ich kenne die nicaraguanischen Männer nun zur Genüge. &lt;/i&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Und ist das nicht schlimm?  &lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Ist das nicht schlimm, dass ich nun genauso desillusioniert bin, wie sie?  &lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Dass ich ohne mit der Wimper zu zucken, ebenfalls glaube oder weiß, dass 99 % der Männer Machos sind, ihre Frauen schlecht behandeln, schlagen, ausnutzen, untreu sind, sie verlassen für eine andere, sie als ein Sexobjekt betrachten?!? Dass für sie die Worte Liebe, Verantwortung, Vertrauen und Ehrlichkeit nicht existieren.  &lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Liebe machen ist nicht Liebe empfinden. Auch wenn die nicaraguanischen Wörter das implizieren: Amor y hacer el amor.  &lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Mit den Männern muss verhandelt werden, dass sie doch bitte ein Kondom benutzen.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Frauen sind sich bewusst, dass die meisten ihrer Ehemänner noch mehrere andere Geliebte haben. Herzlich willkommen sexuell übertragbare Krankheiten und herzlich willkommen, Werteverfall der Wörter Liebe, Treue, Vertrauen.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;In was für einer Welt leben die Frauen hier?  &lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;In einer traurigen, hoffnungslosen.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Der Weg zur Emanzipation, zur Unabhängigkeit und Freiheit&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Immerhin, in der Schule ist die sexuelle Aufklärung derweil Pflicht. &lt;br /&gt;Andererseits, gibt es da die Kirche, die strikt gegen die therapeutische Abtreibung ist und internationale Institutionen, die predigen: „Kampf gehen HIV/ AIDS mit Abstinenz und Treue.“&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Anstatt: „Benutzt ein Kondom, um euch vor AIDS zu schützen.“&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;Hallo, Realität, wo bist du?  &lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Ehefrauen sind zumeist treu, aus Angst vor der Eifersucht des Mannes, aus Angst vor häuslicher Gewalt. Außerdem wäre sie schon bei jeder kleinsten Kleinigkeit im Dorf verschrien, als untreue Frau, als Schlampe.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Der Mann allerdings, der mehrere andere Geliebte hat - das ist normal. Das wird von allen akzeptiert. Er könnte somit seine Frau leicht mit dem HI- Virus infizieren.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Und das ist die Basisarbeit. „Frauen, ihr habt das Recht, euch von eurem Ehemann zu scheiden, wenn er untreu ist oder wenn ihr ihn nicht mehr liebt. Und ihr habt ein Recht, zu verhüten. Und wenn ihr keine sexuellen Beziehungen haben wollt, dann müsst ihr auch das nicht, es ist nicht eure Pflicht, dem Ehemann bereit zu stehen wenn ihr wollt. Er hat euch als Frau, so wie ihr seid, zu respektieren“ Und vieles, vieles mehr.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Was ich an den nicaraguanische Frauen aus den Dörfern so schätze, ist, dass sie unheimlich großherzig und herzlich sind und dass sie dankbar für das neue Wissen sind. Dass sie sich mir gegenüber öffnen und mich aufnehmen in ihren Kreis, wie eine Freundin.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;So haben wir während des Seminars mit 22 Frauen die Selbstuntersuchung der Brust zur Krebsvorsorge geübt.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Würde ich ein solches Seminar in Deutschland geben, wäre ich erstmal die 20-jährige unqualifizierte Abiturientin und dann wäre ich auch noch bescheuert, würde ich eine 30-jährige Frau bitten, sich vor mir bitte einmal die Brust zu untersuchen (natürlich angezogen).&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Und hier? Erst etwas peinlich berührt und dann haben es alle gemacht. Wir haben gelacht und die Selbstuntersuchung durchgeführt. Und ausnahmslos alle Frauen haben mitgearbeitet, es war für sie selbstverständlich und vor allem wertvoll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;In der abschließenden Evaluation ging es darum, was den Frauen am Seminar am meisten gefallen habe.  &lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Es habe ihnen eigentlich alles sehr gut gefallen, aber die Selbstuntersuchung wäre das Wichtigste dieses Tages gewesen. So würden sie sich selbst besser kennen lernen, hätten ein Instrument kennengelernt, mit dem sie sich selbst schützen können, etwas Praktisches, dass ihnen hilft.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Hier in Nicaragua kostet eine Mamografie 100 $, das kann eine Frau aus einem Dorf, die von ihrem selbst angebauten Obst und Gemüse und ihrem eigenen Vieh lebt und mit viel Glück 50 $ verdient, nicht bezahlen. Durch unser Projekt können wir in Einzelfällen helfen.&lt;br /&gt;Denn nebenbei nehmen wir Abstriche für Humane Papilomviren und andere Geschlechtskrankheiten und in Fällen, in denen eine Krankheit festgestellt wird, können wir den Frauen die Unterstützung gewährleisten, in die Hauptstadt zu fahren, um eine Untersuchung bei einem Fachmann durchführen zu lassen.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Meine Arbeit macht mich glücklich und zeigt mir, wie wichtig die Nichtregierungsorganisationen hier in Nicaragua sind.  &lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Sie verhilft mir dazu, über meinen materiellen Reichtum und über das deutsche System reflektierter nachzudenken. Ich kann wirklich froh sein, dass ich all das habe und dass ich zum Arzt gehe, wenn mich hier der große Zeh zwickt oder da der Husten quält, aber hier?&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Doch was hier zählt, dass ist die Solidarität unter den Frauen.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Wir kämpfen gemeinsam für eine bessere Zukunft. Wir helfen uns, dort wo wir können. Wir sind füreinander da, wir sind eine Gemeinschaft, wir hören zu.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Gerade eben war wieder so ein Moment.  &lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;&lt;span style="font-weight: normal;"&gt;Do&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman,serif;"&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;&lt;span style="font-weight: normal;"&gt;ñ&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;&lt;span style="font-weight: normal;"&gt;a Inés kommt aus Managua wieder und stattet uns hier in der FEM einen Besuch ab, sie war bei einem Spezialisten und hat sich eine Mamografie machen lassen, dank meines Projekts.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Wir kennen uns seit ein paar Wochen, letzte Woche war ich in ihrer Gemeinde und habe das Seminar gehalten. Davor war sie mehrmals zu Besprechungen hier in der FEM.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;Sie schenkt mir ein Lächeln, kommt ins Büro und gibt mir ein Begrüßungsküsschen auf die Wange. Und dann umarmt sie mich, fester und länger als sonst, glücklich, dass sie gesund ist. Und aus Freundschaft.  &lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Wie schön ist dieses Gefühl. Ich, die 20-jährige deutsche Abiturientin, die ab und zu an Heimweh leidet und sich manchmal fremd in diesem Land führt, mit ihren Ansichten und Vorstellungen vom Leben, die hier so fernab der Realität sind. Aber ihre Aufgabe gefunden hat.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;&lt;span style="font-weight: normal;"&gt;Und in diesem Fall Do&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman,serif;"&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;&lt;span style="font-weight: normal;"&gt;ña Inés, eine 45- jährige Frau, Mutter von Mildred aus Loma Fría, in der Führungsdirektive der FEM, organisierte Frau und Kaffee- Anbauerin aus Nicaragua, die mich diese Solidarität der Frauen der &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman,serif;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-weight: normal;"&gt;Fundacion entre Mujeres&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman,serif;"&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;&lt;span style="font-weight: normal;"&gt; spüren lässt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman,serif;"&gt;Und das macht Stress und viel Arbeit ganz schnell wett. &lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman,serif;"&gt;Wir wachsen durch die an uns gestellten Herausforderungen. &lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman,serif;"&gt;Ich wachse über mich hinaus, gewinne an Selbstvertrauen und an Stärke. &lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-family: Times New Roman,serif;"&gt;Laura wird selbstständig.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-8223952421009360750?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/8223952421009360750/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/04/laura-wird-selbststandig.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/8223952421009360750'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/8223952421009360750'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/04/laura-wird-selbststandig.html' title='Laura wird selbstständig.'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-852069763164150043</id><published>2010-03-26T18:44:00.000+01:00</published><updated>2010-03-26T18:44:48.677+01:00</updated><title type='text'>Urlaub mit Papa, Zwischenseminar Chacocente</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zoxOLhBdI/AAAAAAAAAOc/tFQ97hWm41w/s1600/DSC_0001+%28Medium%29.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zoxOLhBdI/AAAAAAAAAOc/tFQ97hWm41w/s320/DSC_0001+%28Medium%29.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zo5u4ApDI/AAAAAAAAAOk/ilHv56xJJTU/s1600/DSC_0010+%28Medium%29.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zo5u4ApDI/AAAAAAAAAOk/ilHv56xJJTU/s320/DSC_0010+%28Medium%29.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zrG8QEVhI/AAAAAAAAAO0/J3qNMH60GSo/s1600/DSC_0028+%28Medium%29.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zrG8QEVhI/AAAAAAAAAO0/J3qNMH60GSo/s320/DSC_0028+%28Medium%29.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zq_oXrbuI/AAAAAAAAAOs/YrZI3-fDGRY/s1600/DSC_0015+%28Medium%29.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zq_oXrbuI/AAAAAAAAAOs/YrZI3-fDGRY/s320/DSC_0015+%28Medium%29.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zrkmWFDGI/AAAAAAAAAO8/8BTGEAnNSa0/s1600/DSC_0064+%28Medium%29.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zrkmWFDGI/AAAAAAAAAO8/8BTGEAnNSa0/s320/DSC_0064+%28Medium%29.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zr5Frkq9I/AAAAAAAAAPE/vPvJz3BQQoY/s1600/DSC_0074+%28Medium%29.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zr5Frkq9I/AAAAAAAAAPE/vPvJz3BQQoY/s320/DSC_0074+%28Medium%29.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zxHUTrehI/AAAAAAAAAPM/cnqY7nQpg1s/s1600/25693_1380669842765_1412503468_1022638_6413878_n.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zxHUTrehI/AAAAAAAAAPM/cnqY7nQpg1s/s320/25693_1380669842765_1412503468_1022638_6413878_n.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zxwNOvvxI/AAAAAAAAAPs/y-rUnc1FslQ/s1600/25693_1380702803589_1412503468_1022726_1386033_n.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zxwNOvvxI/AAAAAAAAAPs/y-rUnc1FslQ/s320/25693_1380702803589_1412503468_1022726_1386033_n.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zx9LeXXFI/AAAAAAAAAP0/ZhRe6PdysUs/s1600/25693_1380702603584_1412503468_1022723_6355387_n.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zx9LeXXFI/AAAAAAAAAP0/ZhRe6PdysUs/s320/25693_1380702603584_1412503468_1022723_6355387_n.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zxUYUEubI/AAAAAAAAAPU/Rpa_s4xcYJ8/s1600/25693_1380669722762_1412503468_1022637_3135587_n.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zxUYUEubI/AAAAAAAAAPU/Rpa_s4xcYJ8/s320/25693_1380669722762_1412503468_1022637_3135587_n.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zxe3Ox_dI/AAAAAAAAAPc/blERAhIJRy8/s1600/25693_1380669642760_1412503468_1022635_1178661_n.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zxe3Ox_dI/AAAAAAAAAPc/blERAhIJRy8/s320/25693_1380669642760_1412503468_1022635_1178661_n.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zxq7YptII/AAAAAAAAAPk/mOA8cUhYqKM/s1600/25693_1380691763313_1412503468_1022699_6114530_n.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zxq7YptII/AAAAAAAAAPk/mOA8cUhYqKM/s320/25693_1380691763313_1412503468_1022699_6114530_n.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zyVVqU_1I/AAAAAAAAAP8/KnGfNfUuWFU/s1600/25693_1380702723587_1412503468_1022724_4463240_n.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zyVVqU_1I/AAAAAAAAAP8/KnGfNfUuWFU/s320/25693_1380702723587_1412503468_1022724_4463240_n.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zyf61NzFI/AAAAAAAAAQE/xFDf1uJDEc0/s1600/25693_1380702923592_1412503468_1022727_1574032_n.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zyf61NzFI/AAAAAAAAAQE/xFDf1uJDEc0/s320/25693_1380702923592_1412503468_1022727_1574032_n.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-852069763164150043?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/852069763164150043/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/03/urlaub-mit-papa-zwischenseminar.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/852069763164150043'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/852069763164150043'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/03/urlaub-mit-papa-zwischenseminar.html' title='Urlaub mit Papa, Zwischenseminar Chacocente'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6zoxOLhBdI/AAAAAAAAAOc/tFQ97hWm41w/s72-c/DSC_0001+%28Medium%29.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-5717088304926431502</id><published>2010-03-22T16:57:00.001+01:00</published><updated>2010-03-26T17:56:44.602+01:00</updated><title type='text'>Weltfrauentag</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;Und mit ein bisschen Glück findet ihr mich auf den letzten beiden Fotos.&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;img border="0" src="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6ePskWGLVI/AAAAAAAAANc/7qGhKCXMMi4/s320/DSC_9034.JPG" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6eP58xW0tI/AAAAAAAAANk/J7WvSD9odfQ/s1600-h/DSC_9172.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6eP58xW0tI/AAAAAAAAANk/J7WvSD9odfQ/s320/DSC_9172.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6eQGnPll2I/AAAAAAAAANs/t6l03ib7Wio/s1600-h/DSC_9208.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6eQGnPll2I/AAAAAAAAANs/t6l03ib7Wio/s320/DSC_9208.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6eRnK_bCGI/AAAAAAAAAN8/LeY6OJd_ORQ/s1600-h/DSC_9292.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6eRnK_bCGI/AAAAAAAAAN8/LeY6OJd_ORQ/s320/DSC_9292.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6eRxF1abgI/AAAAAAAAAOE/aYc75gvJfck/s1600-h/DSC_9300.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6eRxF1abgI/AAAAAAAAAOE/aYc75gvJfck/s320/DSC_9300.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6eSDB7JwJI/AAAAAAAAAOM/YCWStrg3oEQ/s1600-h/DSC_9335.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/S6eSDB7JwJI/AAAAAAAAAOM/YCWStrg3oEQ/s320/DSC_9335.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; 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Leben Teil II.</title><content type='html'>Fundación entre Mujeres- so heißt mein neuer Arbeitsplatz bis August.&lt;br /&gt;Am 1. März hatte ich meinen ersten Arbeitstag und ich fühle mich bereits nach den wenigen Tagen dort wohler, als ich mich je in INPRHU gefühlt habe.&lt;br /&gt;Wie der Name bereits erahnen lässt , ist es eine Organisation von Frauen, für Frauen. Übersetzt: Fundation zwischen Frauen (FEM).&lt;br /&gt;Diese Organisation, meine Organisation, hat bis jetzt noch nicht am weltwärts- Programm teilgenommen und bis jetzt gab es auch noch keine deutschen Freiwilligen in dieser Organisation. Der christliche Entwicklungsdienst Eirene unterstützt aber z.B. Projekte der FEM und andere kleinere deutsche Organisationen. Bis vor kurzem wurde auch organischer Fair- Trade Kaffee der FEM in Deutschland verkauft, aufgrund der schlechten Ernte durch die starke Dürre rentiert sich dies derzeit leider nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin also die erste und werde wahrscheinlich auch die letzte Deutsche bleiben, nicht, weil ich nicht gut zurecht komme. Sondern weil sonst nur spanische Freiwillige für drei oder sechs Monate dort arbeiten, da einer der größten Unterstützer eine spanische Nichtregierungsorganisation ist. Diese Frauen kommen nur über sehr ein hartes Auswahlverfahren zur FEM, es gibt mehrere Ausscheidungsrunden, mehrtägige Auswahlseminare etc. Drei dieser Glücklichen sind meine Freundinnen geworden. Durch deren Erzählungen wollte ich überhaupt erst zur FEM obwohl mir eigentlich genug andere Organisationen, die vom BMZ bereits als Freiwilligenplätze zugelassen wurden, zur Verfügung standen.&lt;br /&gt;Wir Frauen sprechen ja immer gerne von Intuition. Und bei mir kommt dann zusätzlich noch der sehr ausgeprägte Dickkopf hinzu. Sodass ich mit Hilfe von Papa Terry (so nennen wir Freiwilligen unseren Koordinator liebevoll) nun in der FEM bin. Und es war die beste Entscheidung, die ich hier in Nicaragua getroffen habe. Mit Abstand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist die FEM?&lt;br /&gt;Ich gehöre zum  Equipo Técnico der FEM, dem Arbeitsteam, bestehend aus einer Rechtsanwältin, einer Soziologin, Psychologin, Lehrerin etc. &lt;br /&gt;Wir arbeiten in 17 abgelegenen und unterentwickelten Gemeinden (Dorf, häufig nur eine Grundschule, Dorfplatz, kleine Tante-Emma Läden, ungepflasterte Straßen, Strom und Wasser nur teilweise etc, in den Bergen). Die Anreise im 4-Rad- Antrieb dauert bis zu 2 ½ Stunden. &lt;br /&gt;Dort arbeiten wir mit den Frauen, die in der FEM organisiert sind. Die meisten Frauen sind alleinstehend. Jugendliche Mütter prägen das Bild ( ab 15+), weiterführende Schulen liegen weit entfernt, geschweige den die Universitäten. Es gibt nicht viel Arbeit, noch weniger für Frauen. Viele junge Frauen suchen ihr Glück in Costa Rica, lassen ihre Kinder bei ihren Müttern, die dann verzweifelt auf Geldüberweisungen warten. Eine hohe Anzahl dieser Frauen haben in ihrem Leben bereits unter Gewalt gelitten. Gewalt von Männern. Demütigungen. Vergewaltigungen. Schläge. Psychische und physische Gewalt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Arbeitsbereiche sind, die ideologische , die ökonomische, die politische und die organisatorische Stärkung der Frauen. &lt;br /&gt;In den Gemeinden arbeiten Lehrerinnen, die den Frauen ermöglichen, ihren Schulabschluss nachzuholen oder sich vom Analphabetismus zu befreien.&lt;br /&gt;Diese Gemeinden zeichnen sich des Weiteren dadurch aus, dass die Frauen in Kooperativen arbeiten. Dazu gehört auch die Organisation in Gewerkschaften. Kaffee, Hibiskus, Honig wird auf organischem Wege produziert und vermarktet, was zur ökonomischen Unabhängigkeit dieser Frauen beiträgt. Außerdem wird zum Eigenkonsum produziert, Mais oder Hühner etc. Dabei werden die Frauen finanziell und technisch unterstützt.&lt;br /&gt;Politische und organisatorische Stärkung wird durch die gesamte Arbeit gefördert. Die Frauen lernen sich zu organisieren, gemeinsam ihre Rechte durchzusetzen oder gegenüber ihrer Ehemänner und der Gesellschaft einzufordern. &lt;br /&gt;Es werden Seminare und Workshops gehalten, über Selbstbewusstsein, Lebensplanung, Menschenrechte, Sensibilisierungskampagnen zum Weltfrauentag, Tag gegen Gewalt, Tag der Gesundheit etc. Die feministische und emanzipatorische Einstellung der Frauen wird hierdurch ebenso gestärkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im folgenden Monat beginnt ein neues Projekt zur Gesundheit. Mit meinem Team werde ich über sexuelle und reproduktive Rechte und sexuelle Gesundheit mit den Frauen arbeiten. Heute haben meine Compañeras mir eröffnet, dass wir während dieser Workshops wahrscheinlich auch in den Gemeinden übernachten werden, um mehr Zeit mit den Frauen verbringen zu können. Das ist natürlich eine Herausforderung, denn das Leben auf dem Land ist wesentlich einfacher und die Frauen sind deutlich ärmer, als meine gehobene Mittelstands- Familie. Aber so lerne ich noch mehr von Nicaragua und dem Leben der Frauen kennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein eigentlicher Arbeitsbereich ist allerdings die Defensoria contra la Violencia. Wir betreuen Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, sie können psychologische Beratungen in Anspruch nehmen, wir begleiten sie bei ihren Gerichtsverfahren gegen die Täter, die in vielen Fällen ihre eigenen Ehemänner sind. Auch hier geben wir Seminare und Workshops.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Direktive der FEM formen derzeit 13 Frauen, die in ihrer Gemeinde dem Entwicklungskomitee vorstehen, sie fällen die Entscheidungen der FEM auf höchster Ebene mit der exekutiven Direktorin Diana und repräsentieren alle Frauen ihrer Gemeinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Organisation existiert seit 1995 und wird in diesem Jahr, mit mir ihr 15-jähriges Bestehen feiern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe bereits jetzt ein besseres Verhältnis mit meinen Compañeras, als ich es in den sechs Monaten bei INPHRU je gehabt habe. Und das, was mir meine Freundinnen erzählt haben, hat sich bis jetzt vollends erfüllt: Die Frauen sind nicht einfach Arbeitskolleginnen, sondern eher wie eine große Familie, jede gibt auf die anderen Acht, die Freizeit wird teilweise gestaltet, sie vertrauen einander, Sorgen und Nöte werden geteilt, ebenso die erfreulichen Momente, es herrscht eine ungebrochene Solidarität zwischen den Frauen. &lt;br /&gt;Und auch die Zielgruppe, die Frauen aus den Gemeinden, sind überaus freundlich und offen und haben mich mit einer Herzlichkeit in ihren Kreis aufgenommen, ungeachtet meiner Nationalität, meiner Tattoowierungen (was hier bei Frauen sehr selten ist, in ländlichen Gebieten kommt es eigentlich gar nicht vor, „es sei denn die Personen sind kriminell, dann tragen sie Tattoos“ ;) ), meines anderen ökonomischen Status, meiner Kleidung etc. Sie respektieren dich für das, was du tust und verkörperst.&lt;br /&gt;Ich habe nun schon in dieser kurzen Zeit viel dazu gelernt, mich weiterentwickelt und liebe meine Arbeit und meine Compañeras. Ich kann mich mit meiner Arbeit und der Organisation vollständig identifizieren und teile die gemeinsamen Werte.&lt;br /&gt;.&lt;br /&gt;Dadurch habe ich neuen Enthusiasmus und neue Motivation und gebe mein Bestes, um den Anforderungen gerecht zu werden und meine Arbeit zu erledigen. Ich mache zwar fast jeden Tag Überstunden, aber es ist ein schönes Gefühl, müde und geschafft nach Hause zu kommen, weil wir einen arbeitsreichen Tag hinter uns hatten, als müde und gelangweilt vom Nichtstun zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wo wir schon beim Thema sind: am 8. März war der Weltfrauentag. Wir sind mit 300 Frauen aus den ländlichen Gemeinden nach Managua gefahren. Stress pur. Sonne und grausame Hitze. Ein kurzer Marsch. Ein Festival mit Musik und Poesie. Die Frauen sind so herzlich und offen.&lt;br /&gt;Ich werde von allen in den Arm genommen und geküsst und in ihren Kreis aufgenommen, auch wenn sie mich an diesem Tag erst kennen gelernt hatten.&lt;br /&gt;In der Woche darauf hatten wir einen Theater- Workshop, um auf künstlerische Weise unsere Gefühle ausdrücken zu können. Beim sogenannten spontanen Theater konnten die Frauen ihre persönlichen Erfahrungen in kleine Szenen verwandeln und so ihre Ängste und Sorgen mitteilen. &lt;br /&gt;Eine der Frauen erzählte von einem prägenden Erlebnis aus ihrer Jugend, als sich ihr Bruder ihr gegenüber gewalttätig verhalten hat. Sie musste weinen und hat gelitten, als sie uns dieses Erlebnis anvertraute. Danach haben wir, die „Schauspieler“ diese Szene vorgestellt und aus einer niederschlagenden Situation ihren persönlichen Sieg über diese Gewalt gemacht, indem wir sie, Reyna, zeigen, wie sie jetzt ist, wie sie ihrem Bruder vergibt und sich befreit hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was kann es Schöneres geben, als diese Frau, Reyna, heute zu sehen, sie baut Kaffee an, ist nun die führende Frau in ihrer Gemeinde, arbeitet in der Direktive der FEM und hilft anderen Frauen, sich ebenfalls zu befreien und unabhängig zu leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ich gehöre nun dazu. Mein Leben hat sich dadurch gravierend verändert und wir sich auch weiter verändern, ich habe eine wichtige Aufgabe, für die ich jeden Tag aufstehe und arbeite und lerne. Und wir verändern doch die Welt, gemeinsam, in kleinen Schritten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Homepage:&lt;br /&gt;http://fundacionentremujeres.org/&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Bericht über die Gründerin und derzeitige Direktorin der FEM (siehe Diana Martínez): &lt;br /&gt;http://www.lateinamerikanachrichten.de/index.php?/artikel/3698.html&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-4605494295753578733?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/4605494295753578733/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/03/fundacion-entre-mujeres-solidaridad.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/4605494295753578733'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/4605494295753578733'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/03/fundacion-entre-mujeres-solidaridad.html' title='Fundación entre Mujeres- Solidaridad entre Mujeres. Leben Teil II.'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-3991135570498665746</id><published>2010-02-03T00:29:00.000+01:00</published><updated>2010-02-03T00:29:38.887+01:00</updated><title type='text'>Worum sich das Leben so dreht.</title><content type='html'>Ich stecke im Moment in einer tieferen Krise. Nicht erst seit gestern, eigentlich schon seit mehreren Monaten. Mein Freiwilligendienst sollte eigentlich von meiner Arbeit definiert werden, um diese Arbeit sollte sich mein Leben drehen. Dafür bin ich hier. Arbeiten in einer Nichtregierungsorganisation. Lernen. Helfen. Neues kennen lernen. Mich weiterentwickeln. Einblicke in ein anderes Leben, ein anderes Land erhalten, eine andere Wirklichkeit kennen lernen.&lt;br /&gt;So habe ich mir das vorgestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Leben dreht sich auch um meine Arbeit, aber eigentlich nur zeitlich. 7 ½ Stunden täglich befinde ich mich im Gebäude meines einjährigen Arbeitgebers. Nicht aber so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich komme nicht gestresst nach Hause, weil ich so viel arbeiten musste und eigentlich 12 Stunden arbeiten müsste, um alles zu schaffen, was ich mir vorgenommen habe. &lt;br /&gt;Ich komme nicht zufrieden nach Hause, weil ich einen kleinen Erfolg feiern könnte. Sei es, weil ich mit mir an diesem Tag sehr zufrieden war, oder weil ich vielleicht mit meiner Arbeit etwas erreichen konnte. Ich kann mich nicht mit meiner Arbeit nicht identifizieren, weil ich nichts zu arbeiten habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich komme mir unnütz vor. Am Besten fange ich dann bei mir selbst an, muss erst einmal bei mir suchen, was ist das Problem? Liegt es an mir? Mache ich vielleicht etwas falsch? Will ich vielleicht gar nicht arbeiten? Diese Frage habe ich nun alle mit nein beantwortet und auch meine andere Vertrauenspersonen wissen, dass ich nicht zu faul bin, dass ich arbeiten möchte und mit meiner Arbeit und meinen Stärken so einiges erreichen könnte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das macht mich unzufrieden. &lt;br /&gt;Woraus besteht also mein Leben hier? Wo ist der Sinn meines Aufenthalts hier in Nicaragua?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum einem liegt der Sinn in meiner Gastfamilie oder besser gesagt in meiner Gastmutter. &lt;br /&gt;Ich bin meiner Gastmutter sehr, sehr dankbar, sie richtet mich immer wieder auf. Sie lenkt mich ab. Sie hört mir zu und wir haben spannende Gespräche unter Frauen über die Welt, über die Revolution, über Politik und über Männer. &lt;br /&gt;Sie ist meine Gastmutter. Und wir haben die Grenzen schon lange durchbrochen. Wir haben keine Scheu voreinander, wir erzählen uns sehr private Dinge, wir machen dreckige Witze und wir lachen darüber. Wir sind beide verrückt und passen deswegen so gut zueinander. Wir tanzen beide gerne. Wir haben einen Hang zum Draufgängerinnentum und wir lieben es unabhängig und frei zu sein. &lt;br /&gt;Sie kann mir viel beibringen, sie ist Feministin, aber nicht radikal. Ich lerne von ihr, jeden Tag in unseren Gesprächen. Sie erahnt meine Stimmungslagen und kennt mich derweil zu gut, so dass ich sie nicht einmal anflunkern könnte, wenn sie mich fragt, wann ich nach Hause gekommen bin.&lt;br /&gt;Und als meine Gastmutter hat sie eine Verantwortung, wie meine richtige Mutter. Als ich im Urlaub war, hat sie mir jeden Tag eine SMS geschrieben, um mich zu fragen, wie es mir geht und ob alles in Ordnung ist. Sie würde mir aber nie zeigen, dass sie besorgt ist, mir etwas verbieten. &lt;br /&gt;Genieß dein Leben und sammel Erfahrungen, dafür bist du hier! &lt;br /&gt;Sie lässt mich frei, sie behandelt mich wie eine Erwachsene, gibt mir aber trotzdem Ratschläge oder kritisiert mein Verhalten, wenn ich einmal nicht genug nachgedacht habe oder meinen Prinzipien untreu werde. Aber sie lässt mich das machen, was ich will, wann ich will und wie ich will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum anderen gibt dieses Leben hier meinem Leben dort, in Deutschland, einen neuen Sinn. Sie gibt meiner Familie und meinen Freunden eine neue Bedeutung. Sie lehrt mich, wie wichtig mir diese Menschen sind. Und trotz allen Weltenbummlertums zieht es mich also in das schöne Recklinghausen zurück, um eben diese besonderen Menschen wiederzusehen. Denn auch wenn wir nicht jeden Tag schreiben können und nicht einen Kaffee trinken können, uns Umarmen können, sie sind da. Das weiß ich.&lt;br /&gt;Vor allem die Person, mit der ich den Großteil meines Lebens verbracht habe, vermisse ich umso mehr: meine Mutter. Ich bin die Freiwillige unser Gruppe, die am Häufigsten mit ihren Eltern telefoniert. Jede Woche, mindestens eine halbe Stunde. &lt;br /&gt;Aber ich fühle mich deswegen nicht schlecht, ich bin keine Muttertochter (das Wort gibt es nicht, es gibt nur Muttersöhnchen, es ist also neu, von mir erfunden). &lt;br /&gt;Als ich in den letzten Jahren in Costa Rica war, hat sich meine Mutter immer beschwert, ich würde mich zu selten melden, zu wenig Kontakt halten, sie mache sich Sorgen. Ich bin so froh, dass ich sie habe und dass sie mich auf all meinen Wegen unterstützt und auch meine Macken akzeptiert und toleriert, auch wenn das bestimmt nicht immer einfach ist. Wie glücklich kann ich mich schätzen, eine solche Mutter zu haben?!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und auch wenn ich das nicht so sehen will, ich habe mehr von ihr, als ich gedacht habe. &lt;br /&gt;Eine Eigentschaft, die ich übernommen habe, ist die Leidenschaft für das Tanzen und auch das Talent dafür habe ich von ihr geerbt.&lt;br /&gt;In Deutschland wollte ich immer Tanzen, habe mich aber zu alt dafür gefühlt, es als Sport anzufangen. Also habe ich es in den Diskos und in unserem Haus gemacht und sie immer bewundert für ihr Hobby und ihr Können.&lt;br /&gt;Jetzt habe ich mir hier zusammengerissen und mich getraut: Ich gehe jede Woche in einer Gruppe tanzen und am Wochenende übe ich das Erlernte in einer der Diskos. &lt;br /&gt;Dann komme ich also von der Arbeit und bin unzufrieden mit mir und allem und vergesse diese Niedergeschlagenheit bei Musik und Bewegung und gehe meinem Talent nach und fühle mich so glücklich und zufrieden und frei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann sind da meine Freunde hier. Vor allem allerdings meine deutschen Freunde, mit denen ich Stunde um Stunde reden kann, mich austauschen kann, sauer sein kann, traurig sein kann.  &lt;br /&gt;Ohne sie wäre ich ziemlich einsam. Denn es gibt Dinge, die lassen sich besser auf Deutsch besprechen, kritisieren, reflektieren. Es ist nicht so mit der ganzen Gruppe, aber ich habe einige, die mir ganz besonders ans Herz gewachsen sind, ohne die ich manche Situation nicht überstanden hätte. Und unsere gemeinsamen Erfahrungen hier, schweißen uns zusammen, bringen uns näher, als ich es gedacht hätte. Diese Zeit wird auch dafür sorgen, dass wir in Zukunft weiterhin viel miteinander zu tun haben. Auch hier gibt es sowas wie ein blindes Verständnis, wir kennen uns einfach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine nicaraguanischen Freunde darf ich nicht vergessen. Hier muss ich das Wort Freundschaft allerdings geschlechtergetrennt betrachten. Es ist schwierig: Männer und Freundschaften. &lt;br /&gt;Das ist in Nicaragua wie mein Hund Oso (Bär) und eine Katze. Er liebt sie, er würde sie am Liebsten zerfleischen. Diese Kombination passt einfach nicht zusammen. Ich würde gerne das Gegenteil behaupten können. Ausnahmen sind unheimlich rar. Immer flirtet Mann auf seine Art und Weise und das durchaus auch sehr penetrant und nervig, er schickt angeblich „romantische und poetische“ SMS, die mich aber eher nerven und anwidern. Wenn ich deine Freundin bin, dann nenn´ mich nicht Prinzessin und schreibe mir nicht, was für eine hübsche und tolle und außergewöhnliche Frau ich bin und dass du mein bester Freund sein möchtest. &lt;br /&gt;Ich kenne nun vier Ausnahmen. Meinen Gastbruder, den besten Freund meines Gastbruder und zwei andere Männer, einer ist vermutlich schwul.&lt;br /&gt;Dafür habe ich nun einige weibliche nicaraguanische Freundinnen, die mir viel bedeuten. Ich sehe sie nicht jeden Tag und es war jeweils ein sehr harter Kampf, eine Freundschaft zu beginnen aber wir haben es geschafft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu gehört auch unser altes 17-jähriges Hausmädchen. Unsere Leben könnten verschiedener nicht sein und eigentlich gehört es sich hier auch nicht, dass die Bedienstete mit einer der zu Bedienenden befreundet ist. Gestern, als sie ihren letzten Tag bei uns hatte, hat sie weinen müssen und mich mehrmals ganz fest umarmt, sie nennt mich ihre Schwester und Freundin vor ihren anderen Freundinnen und ihrer Familie. Diese Freundschaft war nicht zuletzt deswegen schwierig, weil meine Gastmutter unzufrieden mit ihrer Arbeit war und sie sich selbst unwohl gefühlt hat und ich der Meinung bin, dass sie ihr Bestes gegeben hat und somit meiner Familie wiedersprochen habe.&lt;br /&gt;Sie hat für mich gekocht, gewaschen und geputzt. Sie hat mich stets Siezen müssen und wurde häufiger sogar gerügt, sie würde keine Distanz halten und sich zu sehr an mich ketten. Aber ich wollte das und ich wollte nicht, dass sie mir das Essen serviert und mein Zimmer putzt und so musste sie es auch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Des weiteren genieße ich hier meine Jugend. Ich gehe mit meinen Freunden häufig aus, wir gehen tanzen oder auf Konzerte. Nicaraguanische Musik von nicaraguanischen Künstlern, Texte über die Revolution, über das Land, über Freundschaften und Liebe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann ist da das Heimweh. Meine Mutter hat gesagt, &lt;i&gt;schau dir die Sterne an, die gleichen können wir auch in Deutschland sehen&lt;/i&gt;. Das stimmt nicht ganz, der Mond z.B. liegt hier auf der Seite, es gibt keine abnehmende oder zunehmende Sichel. Nein, es sieht eher aus, als wäre er umgekippt. Aber es geht ja um die Vorstellung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und auch die Arbeit wird sich ändern, denn ich werde die Organisation nun endlich wechseln. &lt;br /&gt;Zu einer Frauenorganisation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was auch zeigt, dass nicht alles umsonst ist: Ich fühle mich trotzdem wohl, ich fühle mich weder als Touristin, noch als Ausländerin. &lt;br /&gt;Ich laufe durch meine Stadt Estelí und grüße Bekannte auf der Straße.&lt;br /&gt;Ich höre nicaraguanische Musik und fühle mich von ihr auf eine außergewöhnliche Weise berührt, wie es deutsche Musik nie geschafft hat.&lt;br /&gt;Ich komme abends nach Hause, schaue mir den Sternenhimmel an und fühle mich zuhause und fühle mich anders. Mehr Laura Isabel als vorher. Ich habe Hoffnung, dass es besser wird und arbeite auch selbst daran.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-3991135570498665746?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/3991135570498665746/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/02/worum-sich-das-leben-so-dreht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/3991135570498665746'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/3991135570498665746'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/02/worum-sich-das-leben-so-dreht.html' title='Worum sich das Leben so dreht.'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-4797736611662018534</id><published>2010-01-08T18:07:00.000+01:00</published><updated>2010-01-08T18:07:40.563+01:00</updated><title type='text'>Weihnachten auf nicaraguanisch</title><content type='html'>Ich bin ja eher der schlichtere Typ. Was Weihnachten betrifft. Weihnachtsbäume sind grün. Klar, sind sie schließlich in der Natur auch. Baumbeleuchtung = die Lampen sind klar. Nur in ganz wenigen Fällen sind Lampen in Kerzenform erlaubt. Kein Flackern, kein Blinken. Schon gar nicht bunt. Lametta = Müll, Umweltverschmutzung. Baumschmuck und Kugeln, bitte aus Holz und die Kugeln einfarbig. Fensterschmuck. Schlicht. Keine bunten Weihnachtsmänner. Keine tanzenden Weihnachtsmänner im Wohnzimmer, die wohlmöglich auch noch singen, „Jingle Bells, Jingle Bells“. Rentiere gabs bei uns in Deutschland, allerdings aus Holz, ohne Schnickschnack. Auch meine Weihnachtskarten sind stilvoll. Ich liebe Weihnachtsmärkte, wenn sie keinen Krimskrams verkaufen, sondern Kunsthandwerk, mittelalterliche Märkte etc. Weihnachtsmänner, die in Kaufhäusern sitzen und den Kinder Geschenke geben, sind auch tabu. Hinzu kommt zur Weihnachtszeit dieser Konsumwahn, alle Menschen scheinen wie wahnsinnig. Die Kaufhäuser sind voll, die Menschen rücksichtslos und überall bunte, glitzernde, viel zu teure Waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Okay. Lateinamerika. Nicaragua. Stellen wir unsere Ansprüche an Weihnachten zurück. Ich öffne mich für eine neue Welt. Ich bin tolerant und respektiere andere Bräuche und Sitten. Klar doch. Öffnen wir uns für das Andere, Fremde, Neue. &lt;br /&gt;Mir ist bewusst, dass ich Weihnachten bei 25 bis 30° C feiern werde, kein Schnee, keine kahlen Bäume. Wundervoll. Sommer. Nicht Winter. Auf keinen Fall Schnee.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber irgendwo hört die Toleranz auch auf. Kunstweihnachtsbäume sind okay, wenn sie natürlich aussehen, wird wenigstens keine Tanne für abgeholzt und später weggeworfen. Aber weiße Plastikbäume? Blinkende, bunte Lichter? Nicht nur in den Häusern, sondern auch im Parque Central? Bunte hässliche Krippen, mit Jesus-Kind und daneben Santa Claus? Die Krippe bildet ein scheinbarer Badevorhang mit Palmenmotiv. Auch noch nachts um 23 Uhr ertönt eine eine metallisch klingende Melodie aus der Krippe, die allerdings mehr an eine ersterbende Spieluhr aus den 70ern klingt. Feuerwerk um 0 Uhr nachts an Heiligabend? Bekannte Weihnachtsmusik auf Spanisch mit Ranchera-Melodie (Ranchera = Volksmusik) oder gar mit Salsa hinterlegt?  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lieber Weihnachtsmann, war ich ein so böses Kind in diesem Jahr, dass du mich so bestrafst? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch hier in Estelí sind die verlängerten Weihnachtsöffnungszeiten eingeführt worden. Schön und gut. Hier gibt’s dann aber auch eine Abschlussveranstaltung mit Straßenumzug. Zwei Bandas de Guerra (Spielmannszüge, wie bereits früher einmal erwähnt) mit (halb)nackten Tänzerinnen. In der ganzen Einkaufsstraße wird Bier, Rum und Essen verkauft, auch andere Softdrinks für die Kinder. Blinkende Weihnachtsmützen etc pp. Auf der Bühne wird die Prinzessin der langen Einkaufsnächte gekrönt, es gibt noch mehr nackte Tänzerinnen und einen verkleideten Sänger der mexikanische Volkslieder trällert, auch der Bürgermeister trägt eine Weihnachtsmütze, sonst leger in T-Shirt. Die Menschen verfallen auch hier in einen alljährlichen Wahnsinn. Ich bin umgeben davon, sie sind überall.  &lt;br /&gt;Und zum krönenden Abschluss gibt es ein riesiges, doch sehr schönes, ja.... Feuerwerk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überhaupt höre ich von Mitte November bis Dezember Chinaböller, laute Knalle, sehe Raketen, bunte Sachen in der Luft. Da hätte ich mich richtig über ein Verkaufsverbot wie bei uns gefreut, oder sagen wir, eine Einschränkung. Eine TÜV-Überprüfung der Feuerwerkskörper fände ich allerdings auch nicht schlecht. Oder Eltern, die ihren Kindern bis zu einem Alter von mindestens 16 Jahren verbieten, Raketen aus der Hand starten zu lassen, die es den 7-jährigen verbieten, Böller anzuzünden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es in Deutschland schon schwierig ist mit Weihnachtsstimmung, weil ich mich strikt gegen „Wer schenkt das größere und teurere Geschenk?“ und „wer schafft es noch am 24.12. schnell alle Geschenke zu kaufen?“ wehre. Stress in den Straßen. Kaufrausch. Weihnachtschöre. Weihnachtsmarkt mit Familie, Freunden, Kokosnüsse, Mandarinen versus vermeintliche Indianer und Indigene aus den Anden, die schön Tanzen und Singen, äh Playback.... Unsere Schulband auf dem Weihnachtsmarkt Recklinghausen.&lt;br /&gt;Idyllisch. Ich bin also nicht ganz gegen alles weihnachtliche, befinde mich aber in einem ständigen Zwiespalt, gerührt sein, sich über die besinnliche Zeit freuen oder alles verabscheuen und verfluchen.&lt;br /&gt;Generell mag ich aber Weihnachtsmärkte, drüberschlendern mit Freunden und Familie und die schön beleuchteten Häuser und Stände betrachten.&lt;br /&gt;Ich mag es, mit meiner Familie den Weihnachtsbaum zu schmücken. Einen Weihnachtsspaziergang zu machen, wenn möglich sogar im Schnee. Gemeinsames Vorbereiten des Festessens. Gemütliches Zusammensitzen am Abend, bei Kerzenschein. Schöne Gespräche. Familienstimmung. Ein wenig auch die Freude über ein besonderes Geschenk, wenn sich der andere besondere Mühe gegeben hat. Die gesamte Familie sehen. Sowas eben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Glück, meine Gastmama hat auch Stil. Ein grüner Weihnachtsbaum (ja, leider aus Plastik, hier gibt’s eher tropische Pflanzen als echte Nordmanntannen), mit roten und goldenen Kugeln, die Lichter sind klar.... Wenn einige auch blinken. Sieht aber echt schön aus, so neben unserer Palme im Garten, neben meinem Sonnenbrand, bei 25°C im Schatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier sei aber zu beachten, dass in den letzten Tagen eine unheimliche Kälte in Estelí vorherrscht. Ich, die Temperaturen unter O°C gewöhnt ist, Eiseskälte, dicke Wintermäntel, Handschuhe und Schals, Frost und trotzdem, auch im Winter, mit offenem Fenster schlafe, friere. Eine Nacht habe ich mit T-Shirt, Pullover und einer dicken Wolldecke geschlafen und habe immer noch gefroren.&lt;br /&gt;Jetzt sitze ich mit Leggins, T-Shirt, Pullover und meinem Bettbezug auf dem Sofa und friere. Das sind ja schon fast deutsche Temperaturen hier. Ich habe mich so ans Klima hier gewöhnt, dass ich vor den Nicaraguanern friere und das ist echt eine Kunst. Dicke Winterjacken aus dem Second Hand- Land werden bei 18°C aus dem Schrank geholt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Weihnachtsfest. 30 Leute befinden sich in dem Haus meiner Gastoma. &lt;br /&gt;Der Weihnachtsbaum.... ist weiß.... 100 % Plastik. Glitzer. Glitzer. Blink. Blink.&lt;br /&gt;Mein Gastonkel und mein Gastgroßonkel sind als Clowns verkleidet und legen eine Einlage hin, die sich in jedem B-Zirkus sehen lassen kann. Laut. Bunt. Improvisiert. Die Kinder sind begeistert. Ein Gekreische. Vor allem, weil nebenbei noch eine Piñata mit ganz vielen Süßigkeiten darauf wartet, zerstört zu werden. Das übernehmen geschickterweise auch die Clowns, so dass beide Veranstaltung vermischt werden und ich keine aggressiven Kinder sehen muss, die mit voller Kraft und Gier auf eine Pappfigur einschlagen. Die ganze Nacht spielen die Kinder und Jugendlichen auf der Straße mit den Feuerwerkskörpern, drinnen laute Musik, Reise nach Jerusalem oder ähnliches, Dinámicas. &lt;br /&gt;Zwei Mädchen der Familie tanzen etwas vor, vor den Großeltern viel Popogewackel und anzügliche Bewegungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufgrund der ökonomischen Situation soll es dies Jahr keinen Geschenkeaustausch geben. Stattdessen soll diesmal kreativ geschenkt werden. Ein Gedicht. Ein Lied. Ein Tanz. Dem zu Beschenkenden gewidmet. Komischerweise liegen doch zahlreiche riesige Geschenke unter dem vermeintlichen Weihnachtsbaum. Für die Kinder. Groß, schwer, teuer. Für mich ist das: Ziel verfehlt. &lt;br /&gt;Da Felipes (ein anderer Freiwilliger) und meine Familie verwandt sind, einer der Clowns ist sein Gastbruder, ist er auch da. Zu unserer beider Rettung. Wir halten uns im Hintergrund auf, sprechen mehr auf Deutsch als sonst, heute wollen wir uns abgrenzen, auch wenn das möglicherweise genau das Falsche ist. Aber irgendwie ist das alles zu viel, zu viel Lärm, zu viele Menschen, zu viel Stress und Show. Das Heimweh schmerzt heute besonders doll und ich fühle mich mehr als fremd.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich Stunden früher an diesem Tag mit meiner Gastmama in der Stadt zu Mittag gegessen habe, rufen mich meine Großeltern, mein Onkel, meine Mutter und mein Vater an. Mit einer Pause von jeweils 10 Minuten werde ich durch 5 Personen, die mit mir sprechen, als seien sie nur einen Meter von mir entfernt, daran erinnert, wie wichtig und besonders es doch ist, Weihnachten mit seinen Allerliebsten zu verbringen. Ohne Remmidemmi am Besten. Nicht langweilig, aber besinnlich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Stadt Estelí werde ich ja ohnehin häufig angestarrt, aber in dieser Situation besonders. Ich laufe mit meiner nicaraguanisch aussehenden Gastmama durch die Stadt, habe das Handy am Ohr, fasel irgendetwas auf einer komischen Sprache und mir laufen Tränen die Wangen hinunter.  Bei ihnen ist es schon 22 Uhr abends, die Bescherung, das Essen ist bereits Vergangenheit, der Weihnachtsbaum leuchtet, draußen liegt Schnee. Doch etwas fehlt. Ich fehle in diesem Szenario. Und ich hätte nicht gedacht, wie sehr ich doch an diesem Tag daran zu arbeiten habe, nicht in Deutschland zu sein. Das hätte ich mir nie vorgestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein erstes Weihnachtsfest ist also nicht so schön. &lt;br /&gt;Aber ich habe ja noch eine Einladung. Bei einer anderen nicaraguanischen Familie. &lt;br /&gt;Ich mache mich um 22.30 Uhr auf den Weg, im Taxi, mit meinen hohen Schuhen, Pfennigabsätze, sexy Kleid, am Rücken tief ausgeschnitten, hauteng anliegend, mit dem ich keinesfalls besonders herausstechen würde, wäre ich nicht Chela. Auf allen Straßen befinden sich Familien, es dröhnt laute Musik aus den Häusern, Salsa, Merengue. Feuerwerkskörper. Aufregung und Anspannung liegt in der Luft. Die Adresse, zu der ich will, vergesse ich auf dem Weg, zu gebannt bin ich von der plötzlichen Dunkelheit in einem etwas unheimlichen Barrio. &lt;br /&gt;Gut, dass ich nicht alleine im Taxi bin. So irre ich ein wenig herum, bis ich nochmal anrufe und die Adresse direkt dem Taxifahrer erklärt wird, ich wollte eigentlich schon aussteigen und laufen, aber das haben die anderen Mitreisenden dann nicht zugelassen.&lt;br /&gt;Angekommen, platze ich dann gerade in die hiesigen Gottesanbetungen hinein. Uuuups. Peinlich. &lt;br /&gt;Die Atmosphäre ist herzlicher, wärmer, ich werde freudig begrüßt, man bietet mir ein zweites Weihnachtsmahl an. Wir sitzen in der Küche, lachen viel, trinken Wein und essen Relleno und Salat (Relleno ist eine Mischung aus verschiedenen Gemüsesorten mit einer cremigen braunen Sauce). Der Koch ist mein besonderer Schatz, Julio. Wir entfernen uns vom Gebet, das nun schon 20 Minuten dauert und lachen viel, machen Späße, sind laut und kindisch. Danach gibt’s noch eine Fotosession. Man nimmt sich in den Arm, tanzt, lacht. Ich fühle mich wohl, auch wenn es hier sogar einen kleinen Plastikweihnachtsmann gibt, der ständig an einer Leiter hoch und runter klettert und dabei singt. &lt;br /&gt;Hier werden sich Glückwünsche zu Weihnachten zugesprochen. Felicidades. Um 0 Uhr das Feuerwerk in der Straße. &lt;br /&gt;Mein 7-jähriges Lieblingskind Tommy ist auch dabei. (Tommy hat, als wir uns kennen gelernt haben, wie wild auf eine Piñata eingeschlagen und eine Agression an den Tag gelegt, die mich beängstigt hat, ist ungezogen gewesen und anstrengend. Nun ist er mutiert und in seinen stillen Momenten ein liebes, interessiertes, hilfsbereites Kind mit kurzen Ausrastern.)&lt;br /&gt;Feuerwerke bin ich zwar nur zu Silvester gewöhnt, aber das akzeptiere ich jetzt mal. Weitere Glückwünsche und Umarmungen und Küsse.&lt;br /&gt;Nun gibt es noch Kuchen (ganz abgesehen von den anderen Gerichten mit viel Fleisch,die ich nicht angerührt habe) und es wird weiter gegessen und getrunken. &lt;br /&gt;Wenig später wird die Gitarre herausgeholt und gesungen. Die Stimmung wird kurzfristig etwas besinnlicher. Angenehm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als es dann um 1 Uhr morgens nach Hause geht, wird auch hier die Musik laut aufgedreht, getanzt. Meine hohen Schühchen durch diese hässlichen Plastiklatschen, die derzeit ganz in sind, eingetauscht, ein Jäckchen angezogen (es sind schließlich nur noch ungefähr 22 °C).&lt;br /&gt;Aber wir sind in Nicaragua, das betone ich besonders gerne. Das heißt? Irgendwas muss die Ruhe stören! Das wäre ja zu schön, wenn alles ruhig und normal ablauft.&lt;br /&gt;Wenig später hören wir einen Knall. Wir laufen nach draußen und sehen, wie ein Fahrer seinen Pickup zurücksetzt, hat er doch das parkende Auto eines Familienmitglieds aus unserem Haus angefahren. Er bleibt stehen. 15 Frauen, Kinder, Ältere und Männer springen von der Rückfläche. Der Fahrer flucht, steigt auch aus, ist eindeutig schon sehr angeheitert, wenn nicht stockbetrunken.&lt;br /&gt;Der Schaden wird begutachtet, nicht so groß für das Auge der autotechnisch versierten Laura Isabel.&lt;br /&gt;Der Versursacher möchte den Schaden nicht verursacht haben, das angefahrene Auto sei schließlich gegen die Fahrtrichtung geparkt. &lt;br /&gt;Die Straße ist allerdings sehr breit, er scheint nicht so schnell gefahren zu sein und hat trotzdem das Auto berührt. Komisch. Der Betrunkene wird laut. Der betroffene Besitzer, Tito, ist ganz ruhig, sagt, er rufe jetzt die Polizei. Die Frauen, die mit dem Betrunkenen gefahren sind, versuchen ihren Fahrer zu beruhigen, das bringe doch nichts, laut zu werden. Dieser will lieber wegfahren. Tito nimmt geistesgegenwertig den Schlüssel aus dem Zündschloss, die anderen versuchen ihn daran zu hindern. Das macht den Fahrer natürlich noch wütender. Die Situation wird brenzlig, als die Jungs vom Pickup uns drohen. &lt;br /&gt;In unserem Haus sind allerdings mehr Männer, die sich bereits Stöcke gesucht haben, sich friedlich hinstellen, aber doch schon sehr bedrohlich wirken. Es stellt sich heraus, das auf Seiten des betrunkenen Fahrers auch eine Waffe ist, durch die Macht der Frauen, wird diese aber nicht gezückt.&lt;br /&gt;Auf meiner Seite ist eine Maschete hinzugekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für mich ist diese ganze Geschichte sehr unterhaltsam, da waren meine Weihnachtsfeiern ja immer vergleichsweise langweilig. Bei völligem Trinkverbot am Steuer und verstärkter Polizeikontrollen an den Festtagen. &lt;br /&gt;Die Polizei lässt auf sich warten. Der Betrunkene flucht so vor sich hin. Droht uns sogar. Nach zwei Stunden ist dann alles von der Polizei ausgemessen und dokumentiert worden. Verstärkung ist auch angefordert worden, der arme Streifenpolizist auf seinem Motorrad war überfordert. Der Alte flucht weiter, ein anderer Alter auch, wir seien schließlich Schuld. Die Polizei nimmt Waffe und Wagen mit. &lt;br /&gt;Die Gruppe läuft geschunden nach Hause. Ich fand das ganze Spektakel sehr spaßig, muss ich sagen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 4.30 Uhr falle ich totmüde ins Bett. Heiligabend de luxe.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-4797736611662018534?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/4797736611662018534/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/01/weihnachten-auf-nicaraguanisch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/4797736611662018534'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/4797736611662018534'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2010/01/weihnachten-auf-nicaraguanisch.html' title='Weihnachten auf nicaraguanisch'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-1981681201738449891</id><published>2009-12-18T22:53:00.003+01:00</published><updated>2009-12-18T22:53:03.683+01:00</updated><title type='text'>Vermeintliche Sicherheit und mein Dickkopf</title><content type='html'>&lt;meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"&gt;&lt;/meta&gt;&lt;title&gt;&lt;/title&gt;&lt;meta content="OpenOffice.org 3.1  (Win32)" name="GENERATOR"&gt;&lt;/meta&gt;&lt;style type="text/css"&gt;	&lt;!--		@page { margin: 2cm }		P { margin-bottom: 0.21cm }	--&gt;	&lt;/style&gt; &lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Versuchter Raubüberfall, versuchte Vergewaltigung.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Wir wollen ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Aber zumindest ehrlich sein. Und große Spekulationen vermeiden. So etwas spricht sich schließlich schnell rum.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;Aber sowas passiert mir doch nicht. &lt;/i&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;Ja! Das habe ich gedacht. Und es passiert eben doch, dann, wenn man es nicht erwartet. &lt;br /&gt;Es hätte auch in jedem anderen Land passieren können. In Nicaragua oder Deutschland. Also keine Verallgemeinerungen nach dem Motto: &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Ich habs gewusst, sie ist schließlich in Nicaragua.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Warum ich darüber schreiben möchte? Weil das auch eine Form der Verarbeitung ist. Weil ich so etwas nicht verdrängen soll. Und weil ich andere warnen möchte.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Nach gut 3 ½ Monaten hier in Estelí fühle ich mich sicher. Unbeschwert. Zu Hause. Integriert.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Was will man mehr. Aber da habe ich trotz allem vergessen, wo ich bin. In einem sehr armen Entwicklungsland. Und man hat uns doch so häufig gewarnt, vorsichtig zu sein. Gerade wir als Cheles und Chelas. In Deutschland gewarnt von Deutschen, hier in Nicaragua von den Nicaraguanern, gerade in der Weihnachtszeit steigt die Rate der Diebstähle und Raubüberfälle an. Trotz allem ist Nicaragua das sicherste Land Lateinamerikas und das möchte ich auch nicht widerlegen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Wir sind bei ein paar Freunden gewesen, wir haben etwas getrunken, ich bin aber nicht betrunken. Es ist kurz nach 22 Uhr. Mein Exfreund ruft mich an, ein kleines Wunder, fragt mich, wie es mir geht, was ich mache. Er weiß nicht, dass ich nur 3 Blocks von ihm entfernt bin. Vielleicht komme ich ihn in den nächsten Tagen mal besuchen, erwiedere ich.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;Aber warum nicht jetzt? &lt;/i&gt; &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;Ich bin mal eben für ein paar Minuten weg, &lt;/i&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;sage ich Fabian und Lisa, anderen Freiwilligen. &lt;br /&gt;Deutsche Selbstverständlichkeit. Mal eben die drei Blocks laufen, &lt;/span&gt;&lt;i&gt;ist ja nicht weit.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;Die Straße ist hell erleuchtet, etwas verlassen, aber ich bin in einer ordentlichen Gegend, sogar asphaltiert die Straße. Ich habe mein Handy in der Hand, seine Nummer gewählt. &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Nein ich sage ihm nicht, dass ich vorbei komme. &lt;/i&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;Aus den Augenwinkeln sehe ich in der nächsten Straßenecke ein paar herumlungernde Seelen. Intuitiv stecke ich mein Handy in meine kleine Umhängetasche. &lt;/span&gt; &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;Mir ist ein bisschen kalt in meinem Minirock und meinem T-Shirt, &lt;/span&gt;&lt;i&gt;sonst habe ich doch auch immer eine Leggins drunter. Mist.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich gehe weiter in ihre Richtung. Ich richte mich etwas mehr auf. Selbstbewusst. Stark.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; font-weight: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Doch sie erheben sich, wie auf ein unsichtbares Komando und kommen auf mich zu.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;Na Klasse, eine Gruppe gelangweilter junger Männer, jetzt bekomme ich bestimmt eine vulgäre Sprüche zu hören.&lt;/i&gt; Ich geh immer noch weiter, versuche einen kleinen Bogen zu schlagen. &lt;br /&gt;Doch sie gehen nicht an mir vorbei, sie umringen mich.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Sie sagen etwas zu mir auf Spanisch, als mich plötzlich einer von hinten umfasst und festhält.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich fange an zu schreien, ohne nachzudenken. So laut ich kann. Mein erstes Wort ist Lisa, quasi meine Schwester hier oder mehr als das, die doch nur einen Block entfernt laut Musik hört und fröhlich feiert.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich weiß nicht, ob ich weiter auf Deutsch schreie oder auf Spanisch.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Doch dort, wo die Autos stehen gibt es keine Reaktion und ich habe sie irgendwie auch nicht wirklich erwartet.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Aber ich schreie, versuche mich aus den Fängen der Männer zu befreien. Trete und schlage um mich. Dem einen kommen nun die anderen zur Hilfe, sie versuchen mir die Tasche vom Körper zu reißen. Acht sind es an der Zahl. Ich klammer mich, wie verrückt, an meine Tasche, als hinge davon mein Leben ab, drücke sie an meinen Körper.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Da hält man mir auch schon den Mund zu, &lt;i&gt;hör auf zu schreien, dann passiert dir nichts.&lt;/i&gt; Von allen Seiten spüre ich Hände auf meinem Körper. Zwei davon wollen mir den Rock hochschieben, berühren schon meinen nackten Oberschenkel. Ein anderer reißt an meinem T-Shirt.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Was geht einem da durch den Kopf? &lt;i&gt;Lass es aufhören. Lass es ein Traum sein. Wehr dich nicht, sonst wird es schlimmer. Es ist doch schon die schlimmste Erfahrung deines Lebens.&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Was werden sie machen?&lt;/i&gt; Panik.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Aber ich höre nicht auf, mich zu wehren, ich halte nicht still. Ich gebe meine Sachen nicht her, ich lasse  d a s  nicht mir machen. Das nicht.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Ganz in der Nähe höre ich plötzlich jemanden von der Innenseite eines Hauses gegen ein Metalltor hämmern. Lärm.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Dann spüre ich ein Messer an meinem Rücken. Wie es den Riemen meiner Tasche durchschneidet, um sie mir doch endlich zu entwenden. Mein Körper wehrt sich, mein Verstand wehrt sich, automatisch. &lt;i&gt;Nein. Ihr werdet es nicht schaffen.&lt;/i&gt;  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Aus einem anderen Haus kommt nun ein privater Wachmann heraus, mit seinem Gewehr. Als die Männer ihn sehen, beginnen sie in alle Richtungen auseinander zu bersten und rennen. Einer reißt noch immer an meiner Tasche, aber ich bin stärker und halte sie immer noch fest.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Sie rennen. Verschwinden in der Dunkelheit.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Und ich stehe einfach so da. Auf der Straße. Mein T-Shirt hängt mir auf einer Seite herunter, die Schulter ist frei. Mein Rock bedeckt meinen Po nicht mehr. Die Tasche, mit ihrem durchgeschnittenen Riemen in der Hand. Es ist ganz still.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;Für 20 Cordoba, 80 Cent, für mein Handy und für meine Kreditkarte habe ich gekämpft. Ersetzbar. Und für meine Würde und Unversehrtheit als Frau. Meine Füße bewegen sich in die Richtung meines Schutzengels. Erst jetzt fange ich an zu weinen. Ich bleibe bei dem Wachmann stehen. Er versucht mich zu beruhigen, ist entsetzt. &lt;i&gt;Ich bin vor zwei Minuten ins Haus gegangen, davor saß ich die ganze Zeit auf der Straße. Aber es ist nichts passiert. Und nun? Nun das, es tut mir so Leid.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich beruhige ihn, es sei ja nicht seine Schuld. Ich fluche laut. Verfluche die Männer. Was ich alleine auf der Straße mache. Ob ich jemanden erkannt habe. Er ist genauso hilflos, fasst mir vorichtig an die Schulter.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Das Metalltor hat sich inzwischen auch geöffnet, ein Mann auf der Straße sucht die Geflüchteten.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;i&gt;Nein, sie brauchen mich nicht begleiten, ich muss nur da zu den Autos, nicht weit. Da sind meine Freunde.&lt;/i&gt; Er begleitet mich trotzdem.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Meine nicaraguanischen Freunde schauen mich verwundert an.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Die restliche Nacht weine ich. Ich habe Freunde um mich, ich werde in den Arm genommen, getröstet. Getadelt, wie ich auf so eine rörichte Idee komme.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Das ist jetzt zwei Wochen her. Ich reagiere mit Zorn auf alle Sprüche von Männern, sollen die doch bloß ihre Klappe halten. Nachts bin ich nicht mehr alleine unterwegs, meide einsame Straßen und habe Angst vor Gruppen mit Männern. Das ist auch gut, als Schutzmechanismus. Ich bin nicht paranoid, nicht übervorsichtig und auch nicht eingeschüchtert und enttäuscht von Nicaragua.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich muss auch nicht jeden Tag daran denken und wenn ich es jemandem erzählen musste, habe ich auch nicht mehr angefangen zu weinen. Ich habe es meiner Gruppe hier erzählt, um sie zu warnen, damit sie sich vorsichtiger Verhalten. Damit wir nicht vergessen, dass so etwas passieren kann, dass wir nicht blind durch die Straße laufen sollten. Mittlerweile kann ich gar darüber lächeln, über meine Naivität und meinen Dickkopf, &lt;i&gt;ach mir kann eh nichts passieren.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;Was wurde mir beigebracht: die Sachen herzugeben, nicht die große Heldin zu spielen, damit es nicht zu Gewalt kommt. Das ist ordentlich schief gegangen, aber es hätte meines Erachtens auch nichts gebracht, denn ihre Absicht war nicht nur meine Tasche zu klauen, sondern mich zu vergewaltigen. Sie sitzen vielleicht nicht in dieser Straßenecke rum, um genau darauf  zu warten, denn sie haben sehr langsam gehandelt, was mir geholfen hat, mich zu wehren, zu schreien. Aber die Gelegenheit haben sie versucht wahrzunehmen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Das passiert auch nicht nur Ausländern, ganz im Gegenteil, mein Gastbruder ist auch bereits ausgeraubt worden und man hat ihm Schuhe und Jeans geklaut. Alles hat hier einen Wert.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;Es geht mir gut. Meine Mutter, beide, sowohl &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Mama-Nica&lt;/i&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt; als auch &lt;/span&gt;&lt;i&gt;echte Mama&lt;/i&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt; waren entsetzt, zornig. Die zweite hätte mich so gerne in den Arm genommen, das hat dann die andere gemacht. Beide vertrauen mir aber trotzdem und lassen mich meiner Wege gehen, was bestimmt auch nicht so einfach ist. Vor allem, meine Gastmama, die die Verantwortung für mich hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Passt auf euch auf, überall! Nicht bloß in den bösen Entwicklungsländern. Ich habe diese Erfahrung gebraucht, um nun wieder vorsichtiger zu handeln. Bedachter. Ich wünsche es keinem.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: normal; margin-bottom: 0cm;"&gt;Aber das Leben hier geht weiter und ich bin froh über diese Chance und ich liebe mein Leben hier!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-1981681201738449891?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/1981681201738449891/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/12/vermeintliche-sicherheit-und-mein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/1981681201738449891'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/1981681201738449891'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/12/vermeintliche-sicherheit-und-mein.html' title='Vermeintliche Sicherheit und mein Dickkopf'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-7071780208316561632</id><published>2009-11-09T18:58:00.000+01:00</published><updated>2009-11-09T18:58:12.878+01:00</updated><title type='text'>Religion und so...</title><content type='html'>Ich habe seit einigen Jahren, obwohl ich meine Konfirmation gefeiert habe, sehr wenig mit dem evangelischem Glauben am Hut. Und auch nicht mit dem katholischen, oder dem jüdischen Glauben, dem  muslimischen, dem hinduistischen oder mit anderen kleinen Glaubensgemeinschaften.Und das esotherische ist mir auch nicht näher. &lt;br /&gt;Dennoch habe ich ein Grundwissen,was mir für Gespräche über diese Themen hilfreich ist. &lt;br /&gt;Aber ich gehe nicht regelmäßig zu Gottesdiensten, oder lese jeden Tag fleißig das heilige Buch der jeweiligen Gemeinschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war ja auch in den vergangenen Jahren Trend, Harry Potter zu verteufeln, im Namen Gottes Kriege zu führen und ganze Religionen dafür zu verurteilen, Menschen den Gebrauch von Kondomen zu verbieten oder im weiteren Sinne Geburtenplanung zu verbieten, weil das der natürlichen Fortpflanzung nach Gottes Vorstellung widerspricht. Oder krasse christliche Abspaltungen, wie die Kreationisten auf die ich erst gar nicht weiter eingehen möchte (…)  und so weiter und so fort. &lt;br /&gt;Der DaVinci- Code, Assassini, Sakrileg, Die Versuchung des Padre Armaro. Kinofilme, über die Machenschaften der Kirche.&lt;br /&gt;Genauso gab es Diskussionen über die Legalisierung Scientologys als Kirche und über  Vorbilder aus Hollywood, die zu Scientology gehören. Schule, mit Kopftuch oder ohne? Religionsunterricht als Pflicht.  Es gibt auch noch einige Gründe aus der Geschichte der Kirche, die einen vom Glauben abfallen lassen. (Es mag auch genauso viele geben, die genau das Gegenteil bewirken.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich möchte damit keinen verurteilen. Das waren meine persönlichen Gründe, warum ich lieber nicht zu viel über die Kirche nachgedacht habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darüber hinaus habe ich fünf Jahre viele heitere und lehrreiche Stunden im Philosophieunterricht verbracht, ja habe sogar mein Abitur in Philosophie gemacht.Glaube und Philosophie schließen sich nicht aus, in der Schullaufbahn aber doch. Philosophieren (lernen) statt Religionsunterricht, praktische Philosophie und dann Philosophie bei einem sehr beeindruckenden Lehrer, dessen Worte noch nachwirken und der auch zu den Personen gehört, von denen ich später berichten werde (→ Personen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen).&lt;br /&gt;Also, liebe Freunde in Alemania, speziell Franziska und Dominik, die wissen, wovon ich spreche, lacht mich nicht aus, erklärt mich nicht für verrückt, lest weiter. Auch die liebe Lea, die hier in Nicaragua ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Einleitung Ende)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am letzten Wochenende bin ich spontan nach Managua gefahren. Durch Fehlkommunikation ist mir der eigentliche Sinn dieser Reise verschlossen geblieben. Ich wusste wohl, dass es zu einem &lt;i&gt;Seminario&lt;/i&gt; für Priester gehen würde:&lt;br /&gt;„Seminar, aha, also wie eine Fortbildung für Priester. Na, warum nicht. Ich hab ja nichts sonst nichts an einem Sonntag zu tun.“ &lt;br /&gt;→ In diesem Moment war ich mir noch nicht der anderen Bedeutung dieses Wortes bewusst. &lt;br /&gt;Gott sei Dank. Sonst hätte ich die Reise wohl nicht unternommen. Ich komme in Managua an, alleine. Auf der Reise habe ich zwei Männer aus Guadalupe kennen gelernt, die hier in Nicaragua big business machen wollen, die mich dann am Liebsten mit in ihr Hotel genommen hätten, weil ich so verloren gewirkt habe, wie ein abtrünniges Schäfchen. Mein Abholservice hat aber auch nur 15 Minuten auf sich warten lassen. Ein großer Mann, mit einer tiefen Stimme, in sich ruhend, charismatisch, &lt;i&gt;Padre&lt;/i&gt;, katholischer Priester. Wir unterhalten uns angeregt, er spricht sehr wohlüberlegt. Er zeigt mir kurz Managua, „Herzlich willkommenin Nicaragua, Laura. Es freut mich sehr, dich kennenzulernen.“, fährt noch einmal zu dem Hafen „Salvador Allende“, an dem ich schon an meinem ersten Nicaragua-Tag war. Diesmal ist es aber Sonntag, d.h., viele viele Menschen, Musik, spielende Kinder, brechend voll, wir zahlen sogar Eintritt, um uns das Treiben kurz anzuschauen bzw. damit mir es der Padre zeigen kann. &lt;br /&gt;Während ich über den See schaue, sehe ich nur einige bedrohliche, dunkelgraue Wolken auf uns zurasen. (Thema Geschwindigkeit: Nicht nur das Leben, was hier schneller ist. Nein, auch die Wolken sind hier schneller). &lt;br /&gt;Ich erwähne noch, „ah, es wird gleich bestimmt ganz schön regnen, dort hinten in Managua hat es schon angefangen“. Das bleibt unkommentiert von den anderen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ungewöhnlich intensiv nehme ich den Lärm der Freizeitoase war, die kreischenden Vögel, der Wind weht durch meine Haare und der Duft des nahenden Regens liegt in meiner Nase. Keine zwei Minuten später öffnet der Himmel seine Tore, die Nicaraguaner flüchten sich an einen trockenen Ort, Sinnflut. Wir aber verweilen noch ein wenig am See. Der Padre entschuldigt sich für den Regen, wie schade es sei, dass Managua mich so empfange. Ich, ganz im Gegenteil dazu, genieße diese Minuten umso mehr, in Richtung Estelí hängt ein Regenbogen in der Luft,  frischerer Wind zieht auf, der warme Regen prasselt auf uns nieder. Wie glücklich einen doch solche einfachen und doch besonderen Momente machen können. Und wie schade es auch ist, dass man nicht immer in der Lage ist, solche Momente zu genießen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Weiterfahrt in das Gespräch vertieft, bekomme ich  nur aus den Augenwinkeln mit, dass wir durch ein Tor fahren, in einen eingezäunten Bereich irgendwo in Managua, nahe einem sehr armen, heruntergekommenen Barrio. Eine kleine Grüne Oase inmitten von hässlichen Straßen, viel Lärm und Verkehr und einer drückenden Hitze. „Da sind wir. Willkommen im S&lt;i&gt;eminario&lt;/i&gt;!“ Ein riesiger Baum beherrscht das Bild. Eine Kirche auf der rechten Seite, ein gartenartiger Innenhof mit einem Springbrunnen und Bänkchen, umgeben von einem schulartigen Gebäudekomplex, ein Veranstaltungssaal, wo schon fleißig aufgebaut wird. &lt;br /&gt;„Da sind wir, das &lt;i&gt;Priesterseminario&lt;/i&gt; von Managua, hier werden derzeit 120 junge Männer zu Priestern ausgebildet. Sie leben und studieren hier.“ &lt;br /&gt;Stutzig werde ich erst, als der Padre mir sagt, er würde mich zuerst ein wenig herumführen und mir dann mein Zimmer zeigen. In meinem Kopf fing es bei diesen Worten an zu rattern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Was habe ich da wohl nicht richtig verstanden, als wir vorhin telefoniert haben? Vielleicht wäre es doch besser, ab und zu nachzufragen, wenn man Ausführungen in Spanisch nicht richtig verstanden hat.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ich habe natürlich auch keine Schlaf- oder Wechselsachen dabei. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Naja, wenigstens ist mein Zimmer schön, groß, sperrlich eingerichtet, dafür aber ein Moskitonetz, ein eigenes Bad. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der unteren Etage, dort wo keine Priesterschüler untergebracht sind. Mit dem Inhalt meiner Umhängetasche richte ich mich ein. &lt;br /&gt;„Ich habe dir gesagt, dass wir hier bleiben, das würde sich doch anders gar nicht lohnen. Da hast du mir wohl mal wieder nicht zugehört. Haha. Wie unfreiwillig witzig du bist Laura.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun macht auch der Name Seminario Sinn: eine &lt;i&gt;Priesterschule&lt;/i&gt;. Da habe ich dann wohl wieder etwas dazugelernt. &lt;br /&gt;„Die einzigen Frauen, die hier arbeiten, sind die fünf Köchinnen, um 18 Uhr verlassen aber auch sie das Gelände und gehen nach Hause“ &lt;b&gt;→ Ach, ich bin auch noch die einzige Frau hier?  &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Besichtigung des Baseball-, Fußball und Basketballfeldes und einem olympischen Schwimmbecken werde ich für einige Minuten in meinem Zimmer alleine gelassen, damit ich mich ausruhen kann. „Um 18 Uhr beginnt die Messe, bis gleich, Laura!“&lt;br /&gt;Das Ausruhen gestaltes sich als schwierig, in meinem Kopf hämmert es, also setze ich mich nach draußen, die verlorene Tochter wird zwangsläufig dazu gezwungen, sich auf Kirche und Religion  zu besinnen. &lt;br /&gt;Alle Schüler und auch die Priester begegnen mir sehr respektvoll, aber doch besonders neugierig: eine Frau hier? Und dann auch noch eine Ausländerin? Was mag das bedeuten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt extra ausgewiesene Gästezimmer, die Frage ist, wie viele Gäste sich hier durchschnittlich in einem Jahr aufhalten. &lt;br /&gt;Immerhin: Ich habe selten soviel über mich selbst gelacht, wie an diesem Tag, ob der urkomischen Situation.&lt;br /&gt;Aber was ich ja bereits bis jetzt gelernt habe, ist, nichts passiert einfach nur so, alles hat einen Sinn, oder besser gesagt, ich kann aus allem eine Lehre ziehen, wenn ich dazu bereit bin. &lt;b&gt;Nichts da Schicksal und ich kann eh nichts beeinflussen. Ich bestimme den Weg und die Richtung und die Abbiegungen, die ich nehme, wenn ich dafür arbeite.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 18 Uhr gehen wir also zu der heiligen Messe. Die Kirche wird mit Weihrauch gesegnet, die Stimmung ist feierlich. Wir nehmen in der letzten Reihe Platz, ich will es ja nicht gleich übertreiben, außerdem habe ich so noch einen Fluchtweg.&lt;br /&gt;Kirchliche Gesänge von einer besonderen Klarheit und mir fremdem Klang erfüllen den Raum. (Nicht so wunderschön, wie die unserer Nachbarkirchen, die irgendwann noch einen Hörsturz herbeiführen werden) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einige Lieder erzeugen bei mir eine Gänsehaut. Andächtig höre ich der Predigt des &lt;i&gt;Compadre&lt;/i&gt; zu. Auch hier verstehe ich nicht jedes Wort, aber zumindest den Sinn. Der Padre hatte bereits auf der Autofahrt einige kritische Worte über die Regierung fallen lassen, der Comprade macht dies nun in der Predigt. Kirche und Politik. Nicaragua und die Vergangenheit. Nicaragua im Hier und Jetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt nur einige wenige Menschen, die einen nachhaltig faszinieren und zum Nachdenken anregen, die einen mit ihrer ganzen Persönlichkeit in ihren Bann ziehen. In diesen 1 ½ Tagen habe ich gleich zwei von diesen besonderen Menschen kennen gelernt. Beide leben in einer für mich völlig fremden Welt, die ich bis dato auch nicht mehr sonderlich geschätzt habe. Warum sie mich beeindruckt haben?  Der Compadre, weil er seit 40 Jahren in Nicaragua lebt und seine politischen Ideale, seine Werte nicht abgelegt hat. Weil er in der Revolution gegen Somoza und die Guardia Civil gekämpft hat. Weil er der katholischen Kirche und vor allem der Führungsriege deswegen ein Dorn im Auge ist, weil er seine Meinung trotzdem weiterhin öffentlich vertritt und gegen den Strom und die offizielle Linie schwimmt. Er arbeitet in einer kleinen Gemeinde, dort, wo er nicht viel stört und Unheil anrichten kann, laut anderen, die ihn kennen.. Außerdem werde er  als Missionar eingesetzt, wenn die katholische Kirche an Einfluss verliert. Das ist in Nicaragua überall zu erkennen, das einstige Monopol wird zusehend von den evangelikalen Kirchen zersetzt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der andere Mensch ist der Padre aus meiner Stadt, der mich abgeholt hat und mich eingewiesen hat. Er unterrichtet nun als Lehrer in diesem Internat. &lt;br /&gt;Weil auch er in einer Welt, die zunehmend an Idealen verliert und die Menschen resignieren, politisch geblieben ist und daran glaubt, etwas verändern zu können. Weil auch er seine Mitte gefunden hat und deswegen Sicherheit austrahlt, Kraft und inneren Frieden. &lt;br /&gt;Auch er spricht ohne Scheu das aus, was er denkt. Ich habe mich durch eine Kritik seinerseits nicht angegriffen gefühlt, ich habe sie angenommen. Das ist schon ein großer Schritt für mich.&lt;br /&gt;Weil er nicht über sich redet und redet und redet, sondern weil er zuhört und Fragen stellt, weil er interessiert ist und einem helfen möchte, seinen Standpunkt zu überdenken oder seine Position zu stärken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beide haben ihre Lebensaufgabe gefunden und widmen sich dieser mit ganzem Herzen. Das, was ich noch suche. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil ich Kirche mit einem Freiheitsverlust verbinde, habe ich auch dieses Internat als Gefängnis und seine Schüler eher als Gefangene betrachtet. Doch selbst hier sprechen die Dozenten davon, dass sie sich langsam öffenen müssen und werden, um Schritt zu halten, Tradition und Stränge sind längst überholt. Es herrscht ein Handyverbot, aus den Blicken der Schüler auf meine Frage, ob das denn auch wirklich eingehalten werde, konnte ich die Antwort herauslesen und diese Frage im Stillen mit nein beantworten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So haben beide ihren Teil dazu geleistet, dass ich die Kirche und den Glauben in einem anderen Licht sehen könnte oder zumindest meinen Standpunkt überdenken werde. Weil sie keine starren Dogmen predigen, sondern Freiheit und Unabhängigkeit, Liebe und Integrität für den Nächsten fordern und eine Zuversicht, eine Hoffnung austrahlen, die einen einnimmt. &lt;br /&gt;Meine Gastfamilie sprach von der geläuterten Laura und haben mich belächelt. Ich mich selbst auch ein wenig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Tag in Managua war ein Tag voll erzwungener Spiritualität, ich bin da unfreiwillig hereingerutscht und doch sehr dankbar. Ich werde nun nicht jeden Tag zum Gottesdienst gehen und ich werde auch nicht Nonne von Beruf. Aber ich bin auf Sinnsuche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Deutschland ist es sehr unüblich, dass man nach seinem Glauben gefragt wird. Hier passiert das im Taxi, auf der Straße, auf der Arbeit, es gibt immer irgendeinen Moment, in dem einen fremde Menschen so etwas doch ziemlich persönliches fragen. Zu sagen, dass man evangelisch ist, hilft da nicht viel, denn das gibt es hier nicht, hier gibt es erst einmal die Katholiken und dann die Evangelikalen. Mein Haus ist von einigen Kirchen umgeben, wie ich schon erwähnt habe. In der Nähe gibt es sogar eine vermeintlich christliche Kirche, in denen alle Frauen ihre Haare verschleiern. &lt;br /&gt;Heiden gibt es hier nicht. Jeder glaubt an etwas und jeder muss an etwas glauben, sonst erntet man sehr schiefe Blicke. Mein Onkel würde sich hier also in eine ganz schöne Bedrängnis begeben. ;) Nicht wahr?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die Padres, die ich in Managua kennen gelernt habe, habe mich als &lt;i&gt;Lutherana&lt;/i&gt; eingeordnet. Luther ist also ein Begriff und in Nicaragua ist auch die Ökumene ein Begriff, zumindest unter gebildeten, meine beiden Padres wissen Bescheid.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Heidin bin ich also nicht. Ich weiß, dass auch ich an etwas glaube, ich weiß nur noch nicht, an was ich glaube und was ich glauben möchte.&lt;/b&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-7071780208316561632?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/7071780208316561632/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/11/religion-und-so.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/7071780208316561632'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/7071780208316561632'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/11/religion-und-so.html' title='Religion und so...'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-2466143937281300030</id><published>2009-10-09T00:52:00.000+02:00</published><updated>2009-10-09T00:52:27.576+02:00</updated><title type='text'>El Tisey</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/Ss5rOULBcLI/AAAAAAAAAMQ/FIZwzc2nW08/s1600-h/DSC_0041.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/Ss5rOULBcLI/AAAAAAAAAMQ/FIZwzc2nW08/s320/DSC_0041.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/Ss5ruMJ_jrI/AAAAAAAAAMY/F9-xcgQPXqA/s1600-h/DSC_0028+%28Small%29.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/Ss5ruMJ_jrI/AAAAAAAAAMY/F9-xcgQPXqA/s320/DSC_0028+%28Small%29.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/Ss5qgmwJpFI/AAAAAAAAAL4/5j3f8mp2lmw/s1600-h/DSC_0003+%28Small%29.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/Ss5qgmwJpFI/AAAAAAAAAL4/5j3f8mp2lmw/s320/DSC_0003+%28Small%29.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/Ss5qxjh0AqI/AAAAAAAAAMI/Ef9e7OPSADE/s1600-h/DSC_0023+%28Small%29.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/Ss5qxjh0AqI/AAAAAAAAAMI/Ef9e7OPSADE/s320/DSC_0023+%28Small%29.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/Ss5qrtuyKbI/AAAAAAAAAMA/mDdI-3QFxs4/s1600-h/DSC_0010+%28Small%29.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/Ss5qrtuyKbI/AAAAAAAAAMA/mDdI-3QFxs4/s320/DSC_0010+%28Small%29.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&amp;nbsp;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/Ss5suVoV_LI/AAAAAAAAAMo/rYnlSBjE784/s1600-h/DSC_0033+%28Small%29.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/Ss5suVoV_LI/AAAAAAAAAMo/rYnlSBjE784/s320/DSC_0033+%28Small%29.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-2466143937281300030?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/2466143937281300030/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/10/el-tisey.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/2466143937281300030'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/2466143937281300030'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/10/el-tisey.html' title='El Tisey'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/Ss5rOULBcLI/AAAAAAAAAMQ/FIZwzc2nW08/s72-c/DSC_0041.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-6690305395621541136</id><published>2009-10-08T16:49:00.002+02:00</published><updated>2009-10-22T16:33:34.242+02:00</updated><title type='text'>El niño con el pijama de rayas</title><content type='html'>&lt;b&gt;&lt;b&gt;&lt;b&gt;&lt;b&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/b&gt;&lt;title&gt;&lt;/title&gt;&lt;meta content="OpenOffice.org 3.1  (Win32)" name="GENERATOR"&gt;&lt;/meta&gt;&lt;style type="text/css"&gt;	&lt;!--		@page { margin: 2cm }		P { margin-bottom: 0.21cm }	--&gt;	&lt;/style&gt;  &lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0cm;"&gt;Während unserer Vorbereitungsphase in Deutschland wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass wir in Nicaragua der Frage begegnen werden, in welchem Teil Deutschlands wir denn leben. In der DDR oder BRD. Im Osten oder Westen. Im kommunistischen oder im kapitalistischen Teil.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich habe auch schon vorher die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen aus anderen Ländern nicht viel über Deutschland und die Geschichte wissen&amp;nbsp; (Es gibt aber auch eine erschreckend hohe Anzahl an Menschen aus Deutschland, Jugendliche, Erwachsene, die nicht viel bis gar nichts wissen)&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich habe von anderen Reisenden gehört, dass sie unverblümt mit der Frage konfrontiert wurden, ob Hitler noch Lebe und das er ja eigentlich ein guter Mann war. Die Geschichte mit der Autobahn und der schwierigen Wirtschaftslage und dass jeder Arbeit hatte etc. Es gibt viele Märchen, die Menschen gerne glauben.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Es soll nicht um die Frage gehen, ob ich mich für das schuldig fühle, was in Deutschland während des Nationalsozialismus passiert ist, was davor oder was noch immer passiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Während der Schulzeit haben wir viel über diese Zeit geredet, diskutiert, erfahren, gelernt. Im Geschichtsunterricht mit Frau Paton, im Politikunterricht, im Philosophieunterricht mit Herrn Frerichs haben wir Texte Hannah Arendts gelesen, uns den Prozess Eichmanns und seine Argumentation kritisiert, die er in Bezug aufs Kant kategorischen Imperativ verfasst hat, im Deutschunterricht mit Herrn Scheller- Krab. haben wir z.B. Jakob der Lügner gelesen, auch in Sozialwissenschaften haben wir darüber gesprochen, man sieht Filme wie Schindler´s Liste im Fernsehen, Sophie Scholl, Stauffenberg,  Wir haben gegen rechtes Gedankengut in Recklinghausen demonstriert, mehrmals. Wir hatten zwei Zeitzeugengespräche, eines verdanke ich Frau Paton, das andere verdanke ich engagierten Lehrern, wie u.a. Herrn Frerichs und Frau Pieper. Halina Birenbaum hat unsere Schule im Jahr 2008 besucht und wir haben über ihr Leben gesprochen. Und mit Adolf Burger, zwei Überlebenden des Holocausts. Während des Gesprächs mit Halina habe ich am Ende vor Zorn und Trauer weinen müssen, weil ich mir genau diese Frage der Schuld gestellt habe (und weil ich einige unserer Schüler während des Vortrags unaufmerksam waren und bereits vor Ende der Veranstaltung den Raum verlassen haben).&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Nein, ich bin nicht schuldig, aber ich kann dafür sorgen, dass so etwas nie wieder passiert und dass diese schreckliche Geschichte meines Landes nicht vergessen wird. Das ist meine Aufgabe, meine persönliche Verantwortung, die ich mir selbst auferlege.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Es gibt also Schüler, die beim fünften Mal, wenn der Lehrer sagt, und jetzt reden wir über den Nationalsozialismus, hörbar aufstöhnen und die Augen verdrehen, jedes Jahr gab es in mindestens einem Fach besagtes Thema. Und möglicherweise hätte auch ich ein anderes Thema bevorzugt.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Und auch nach Nicaragua bin ich gekommen und habe mir schon im Vorhinein gedacht, dass ich irgendwann mit dem Thema konfrontiert werde, auf welche Weise auch immer.Bis jetzt habe ich nur Menschen getroffen, die wussten, dass Deutschland nicht mehr durch eine Mauer in zwei Teile gerissen ist, wenn sie auch nicht wissen, dass dies nun schon 20 Jahre her ist.&lt;br /&gt;Soweit so gut, dachte ich mir. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Aber man malt sich die Szenarios natürlich auch nicht aus.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Letzten Donnerstag war es dann so weit, dass ich ganz gern laut geschrien hätte oder, vorzugsweise, die Person ihres Amtes enthoben hätte.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Mit Freddy, meinem Arbeitskollegen, haben wir eine Schule in der städtischen Zone besucht. Die Schule ist eine der besten Grundschulen Estelís, sie haben schöne Gebäude, funktionierende Toiletten, einen Basketballplatz, eine große Aula, schöne Wandmalereien. Alles in allem eine gepflegte, gut funktionierende Schule. Hier haben wir aber trotzdem Material überbracht, gibt es schließlich überall Kinder aus sehr armen Familien, die Unterstützung brauchen, also haben wir ihnen Schulmaterialien übergeben.&lt;br /&gt;Der Schulleiter war auf den ersten Blick schon ein wenig unsympathisch, hat sich aber sichtlich bemüht, ein patentes Bild von sich zu entwerfen. Er sprach begeistert von der vielen Unterstützung, die er aus anderen Ländern enthält und was er schon alles für die Schule, für seine Schutzbefohlenen erreichen konnte, verändern konnte. Nach einigen Minuten hatte ich den Eindruck, dass er auch in mir einen potentiellen Spender suche. Er sei im Moment wieder auf der Suche nach großzügigen Spendern, denn er habe da einige Projekte im Kopf.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;So fragte er mich dann nach meinen Kontaktdaten, ob ich ihm meine Email-Adresse auch geben könne, damit er mich über neue Aktivitäten der Schule informieren könne. Das konnte ich wohl noch nachvollziehen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Während des Gesprächs mit meinem Arbeitskollegen schaute er dann noch mehrmals auf das Stück Papier. Bis er aus heiterem Himmel fragte, wo ich denn herkomme. Deutschland, antworte ich.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;„Ah, Hitler!“, antwortet er. Erstaunt, perplex, verwirrt starre ich ihn an. Ein schlechter Scherz.  &lt;br /&gt;„Wie bitte?“  „Deutschland!  Hitler!?“ Mit lachenden Augen seinerseits.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Aus den Augenwinkeln sehe ich nur, dass er nun auf das kleine Zettelchen mit meinen Daten „Deutschland“ u n d „Hitler“ schreibt.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Meine Reaktion viel dann folgendermaßen aus, ich habe das erste Mal gegenüber einer „Autoritätsperson“, die ich nicht kenne und vor der ich eigentlich natürlichen Respekt hätte, meine höfliche Haltung bewusst aufgegeben und ihm mit aller Deutlichkeit erklärt, dass mein Name, ergo meine Person, weder in Verbindung mit Nationalsozialismus noch  mit Hitler in Verbindung stehen, standen und auch nicht stehen werden. Er solle das bitte wegstreichen und sich entschuldigen. &lt;br /&gt;Das tat er dann auch, schuldbewusst, und erzählte mir stolz, dass er sehr viele Filme über diese Zeit gesehen habe und das den Frauen immer die Haare abrasiert worden seien. &lt;br /&gt;Wenn das alles sei, was er über diese Zeit wisse,  wäre das sehr traurig und würde mich enttäuschen.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Beschämt schaut er mich an und wechselt das Thema. Daraufhin habe ich nicht mehr mit ihm geredet und werde es wohl auch in Zukunft vermeiden.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Am folgenden Abend, noch ein wenig benommen von dieser Erfahrung, habe ich mit meiner Gastmama Ruth, meiner Gastschwester Arlin und Ronny einen Film geschaut.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Es ist ja scheinbar immer so im Leben, dass sich Zufälle häufen, Gedanken an bestimmte Themen sich mit anderen Ereignissen kreuzen. Zufall. Schicksal. Gewollt von irgendjemandem.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Der Film heißt „El niño en la camisa rayada“. Dieser Film wurde mir schon vor mehreren Wochen angekündigt. „Den musst du unbedingt einmal sehen Laura Isabel. Aber der ist so traurig. Ein richtig guter Film.“  Gut, denke ich. Schauen wir uns den dann mal bei Gelegenheit an, der Titel sagt mir jetzt nichts. Vollkommen ahnungslos sitzen ich mit den anderen auf dem Sofa. Ronny beginnt seine Späße zu machen. Einer, der nicht so witzigen Art, ist dabei.  Über besagtes Thema, was mir schon in der Schule begegnet ist. Was dieses Thema betrifft, bin ich allerdings sehr strikt und auch in diesem Fall reagiere ich mit ungewöhnlicher Härte. Ich finde so etwas aber auch einfach nicht lustig. Es täte ihm Leid, er wusste ja nicht, dass ich so reagieren würde. Säuerlich schaue ich ihn, damit war diese Diskussion für beendet erklärt.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Leider stellt sich nach 2 Minuten des Films heraus, dass „Der junge im gestreiften Pyjama“ die deutsche Geschichte behandelt. Bruno ist ein kleiner, lebenslustiger Junge, der mit seiner Familie in einem schönen, großen Haus wohnt, viel mit seinen Freunden spielt. Bis sein Vater nach Berlin versetzt wird, während des 2. Weltkriegs, große Verantwortung, eine Ehre, sein Vater der NS-Offizier.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;In Berlin leben sie auch in einem sehr großen, dafür kaltem und hässlichem Haus. Ein Hausbediensteter trägt so einen komischen gestreiften Pyjama, er wird schlecht behandelt, menschenunwürdig, angeschrien, wie Dreck behandelt. Arzt sei er früher gewesen. Aber warum er dann nicht in einer Praxis arbeiten würde, anstatt Gemüse zu putzen und das Haus in Stand zu halten, fragt Bruno unschuldig mit seinen tiefblauen Augen. Bruno ist vermutlich 8 Jahre alt. Aus dem Dachfenster sieht er die Dächer einiger Baracken nicht allzu weit vom Haus entfernt, manchmal weht ein ekelerregender süßlich-verbrannter Gestank, brauner Rauch, herüber. Ab sofort ist es für Bruno verboten, aus dem Dachfenster zu schauen, genauso wenig darf er hinter dem Haus spielen. Das kann man einem kleinen Jungen allerdings schlecht verbieten,weckt es doch erst recht seinen großen Entdecker- Geist. Heimlich schleicht er sich eines Tage durch ein offenes Fenster im Schuppen vom Grundstück, rennt überglücklich ob seiner neuen Freiheit durch den Wald, spielt Soldat, schießt wild mit seiner Luftpistole herum. Bis er an einen Zaun gelangt, dahinter diese komischen Baracken, viele Menschen in diesen komischen gestreiften Pyjamas. Und ein kleiner Junge, der sich hinter einem großen Schutthaufen versteckt, blass, kränklich aussehend.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Shmuel heißt er, hat auch eine Nummer auf seinem Pyjama, die die anderen wie einen Namen benutzen. Das seien keine Pyjama, das wäre nun seine Kleidung. Eine ungewöhnliche und ungleiche Freundschaft entsteht.  &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Die Geschichte nimmt für mich vorhersehbare Wendungen, vorhersehbar, weil bekannt aus Geschichtsunterricht und weil die Ereignisse zu erahnen sind, trotzdem würde man das Ende gerne ändern. Tränen des Zornes habe ich geweint, der Wut über die grausame, deutsche Geschichte.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;Ob das wirklich so war, werde ich von den anderen gefragt. Ja. Noch schlimmer war es. Denn die Geschichte ist Fiktion, der kleine Junge wäre gar nicht erst ins Konzentrationslager gekommen, er wäre sofort umgebracht worden, mit den andern Kindern, Alten, die nicht arbeiten können, auf der Rampe selektiert worden, sofort in die Duschen. Die Menschen hätte ihre Nummer nicht nur auf ihrem Pyjama, sondern auch auf ihrem Arm eintattoowiert gehabt. Für die Überlebenden eine ständige Erinnerung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Am nächsten Tag möchte ich mehr über diesen Film wissen. Ein englischer Film ist es, von 2008, gute, glaubwürdige Schauspieler machen die Geschichte authentisch. Nach einem Buch für Jugendliche eines irischen Autors, 2006, hat zahlreiche Preise gewonnen. Die F.A.Z. betrachtet das Ganze etwas kritischer. Der Film sei eine Frechheit. Mit grausamer Musik hinterlegt, von dem Komponisten, der auch die Musik für Titanic gestaltet hat. Wahrheit und Fiktion werden auf unerhörte Weise vermischt. Bruno erinnert mit seinen blauen Augen und den langen braunen Haaren an einen kleinen Harry Potter, Absicht? Publikumswirksam?? Aber der Film sei gut. Genauso fragwürdig: hHt die Frau des Kommandanten wirklich nichts davon gewusst, dass Menschen in den Konzentrationslagern getötet wurden. Das wäre wieder eine allgemeine Entschuldigung für die Untätigkeit vieler, man hat ja nichts gewusst, man hat ja nichts mitbekommen, wird von dem Rabbi Benjamin Blech kritisiert. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;In Deutschland haben wir häufig mit diesem Thema zu tun. Für einige zu häufig. Doch hier ist es ein anderes Gefühl, wenn Hitler, die NS- Zeit angesprochen wird. Erkläre doch einmal deiner Gastschwester, warum die Menschen das gemacht haben, warum sich nicht das ganze Volk dagegen gewehrt hat, wie man so grausam und unmenschlich sein kann, warum so viele untätig waren und die Geschichte vom bösen Juden geglaubt haben.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Meine Schwester weiß einiges, will aber noch einmal aus meinem Mund hören, dass wirklich Menschen, Juden, verbrannt wurden. Daraufhin erkläre ich ihr, dass auch Menschen mit Behinderung und Sinti und Roma in Konzentrationslager gekommen sind, weil sie nicht dem Ideal Hitlers entsprachen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Ich bin gerüstet. Auch das ist interkultureller Austausch und nötig zum gegenseitigen Verständnis. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;Schließlich stellt sich ja auch immer die Frage, was man mit seinen Aussagen, seinen Erzählungen, bei den anderen hier bewirken möchte. Ins kalte Wasser geworfen. Aber Prüfung bestanden.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit; margin-bottom: 0cm;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; font-family: inherit; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-6690305395621541136?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/6690305395621541136/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/10/el-nino-con-el-pijama-de-rayas.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/6690305395621541136'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/6690305395621541136'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/10/el-nino-con-el-pijama-de-rayas.html' title='El niño con el pijama de rayas'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-4392944767328908997</id><published>2009-10-06T23:10:00.002+02:00</published><updated>2009-10-08T18:59:44.039+02:00</updated><title type='text'>Zwiegespalten.</title><content type='html'>&lt;b&gt;Was ich vermisse....&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... Kälte-&amp;nbsp; weil es hier jeden Tag brütend heiß ist und ich jeden Tag in langer Hose und T-Shirt arbeite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... Regen-&amp;nbsp; weil die Regenzeit in diesem Jahr der Trockenzeit gleicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... Ruhe-&amp;nbsp; weil morgens um sechs Uhr die Lautstärke unerhört ist. Hunde. laute Musik. Straßenlärm. kreischende Menschen. Werkstättenlärm. Schweine. Kinder.&amp;nbsp; Ich hätte sogar gerne die Autobahn in meiner Nähe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... eine saubere Umwelt-&amp;nbsp; weil die Menschen ihre Umgebung doch sehr stark verschmutzen. Müll. Müll. Müll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... ab und zu warmes Wasser-&amp;nbsp; weil es morgens um sechs doch ungangenehm ist, sich unter das kalte Wasser zu stellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... Leitungswasser/ Trinkwasser, das nicht nach Chlor schmeckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... ab und zu eine Waschmaschine. Handwäsche ist anstrengend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... Schule- .... kein Kommentar ;) Nein, weil ich z.B. die Philosophie- Stunden vermisse, die Diskussionen, die Meinungsverschiedenheiten, meine Mitschüler (einige)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... meine Freunde, meine Familie, meine Katze- weil diese doch nicht zu ersetzen sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... Zeit- wenn ich nicht arbeite oder schlafe oder esse, bin ich in irgendwelche Aktivitäten eingebunden. Zeit zum Nachdenken. Zeit zum Ausruhen. Zeit, um einfach nichts zu tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... kleine Streitigkeiten- hier hat oder musste mir bis jetzt noch niemand die Meinung sagen. ;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Was mich hier glücklich macht...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... meine nicaraguanischen Freunde, die mich sehr herzlich aufgenommen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/Ssu0C-O_riI/AAAAAAAAALo/4FybAjCPgrQ/s1600-h/SANY0232.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/Ssu0C-O_riI/AAAAAAAAALo/4FybAjCPgrQ/s320/SANY0232.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... meine Familie, bestehend aus Gastmama und -Schwestern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... unser Hund Ozo, der nach anfänglichen Schwierigkeiten und trotz seiner komischen Eigenheiten (er lässt sich z.B. nicht streicheln), mittlerweile nicht mehr von meiner Seite weicht und eifersüchtig ist, wenn sich gewisse Menschen nähern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/Ssux02qvnGI/AAAAAAAAALg/vWdzhJEr0kY/s1600-h/DSC_0076b.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/Ssux02qvnGI/AAAAAAAAALg/vWdzhJEr0kY/s320/DSC_0076b.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;... mein Tanzkurs, der mir nach der Arbeit hilft, abzuschalten und nicht zu denken und das zu machen, was mir meine Mama in die Wiege gelegt hat. Tanzen&amp;lt;3&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... Musik. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... die Natur. Auch wenn sie nicht immer sauber ist und nicht so geschützt wird, wie in Costa Rica, ist sie doch atemberaubend schön.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... das Bewusstsein, dass in Deutschland einige Menschen ganz fest an mich denken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... die Menschen, die so offen und freundlich sind, wenn man sie erst einmal kennen lernt und einem fast immer direkt in die Augen schauen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... die Lebensfreude. Auch wenn die Menschen arm sind, genießen sie ihr Leben, ohne sich ständig zu beschweren, über die schlechte wirtschaftliche oder politische Situation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;... meine Freiheit.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;... mein neues Selbstbewusstsein. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;... mein neue Heimat.&lt;/i&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-4392944767328908997?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/4392944767328908997/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/10/zwiegespalten.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/4392944767328908997'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/4392944767328908997'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/10/zwiegespalten.html' title='Zwiegespalten.'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/Ssu0C-O_riI/AAAAAAAAALo/4FybAjCPgrQ/s72-c/SANY0232.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-1810831155543208111</id><published>2009-09-23T01:10:00.000+02:00</published><updated>2009-09-23T01:10:50.631+02:00</updated><title type='text'>Ganz kurz...</title><content type='html'>... mein Handy wurde mir geklaut, weswegen ihr mich nicht mehr unter der "alten" Nicaragua-Nummer erreichen koennt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe es aber heute geschafft,trotz viel&amp;nbsp;Arbeit heute und gestern,&amp;nbsp;mir ein neues zu besorgen, die neue Nummer ist: (+505)88526440!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, und macht euch keine Sorgen, wenn also ein Mann in den letzten Tagen geantwortet hat, dann&amp;nbsp;war das der Dieb ;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bald gibts erfreulichere Neuigkeiten!!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-1810831155543208111?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/1810831155543208111/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/09/ganz-kurz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/1810831155543208111'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/1810831155543208111'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/09/ganz-kurz.html' title='Ganz kurz...'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-7558501818662124936</id><published>2009-09-17T16:49:00.000+02:00</published><updated>2009-09-17T16:49:33.101+02:00</updated><title type='text'>Taller con los Brigadistas</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;img border="0" mq="true" src="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrJLRiVHrVI/AAAAAAAAALI/filUVIR99N0/s320/DSC_0046+(Small).JPG" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrJGIVff2dI/AAAAAAAAAKw/e35DPaHLYm8/s1600-h/DSC_0022+(Small).JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" mq="true" src="http://1.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrJGIVff2dI/AAAAAAAAAKw/e35DPaHLYm8/s320/DSC_0022+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrJGPXcGMcI/AAAAAAAAAK4/ThrTK_SfPBU/s1600-h/DSC_0024+(Small).JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" mq="true" src="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrJGPXcGMcI/AAAAAAAAAK4/ThrTK_SfPBU/s320/DSC_0024+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrJF1ouUfYI/AAAAAAAAAKg/80qkokz-taM/s1600-h/DSC_0001+(Small).JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" mq="true" src="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrJF1ouUfYI/AAAAAAAAAKg/80qkokz-taM/s320/DSC_0001+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrJF7c8E5OI/AAAAAAAAAKo/FweNSGC4K_0/s1600-h/DSC_0019+(Small).JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" mq="true" src="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrJF7c8E5OI/AAAAAAAAAKo/FweNSGC4K_0/s320/DSC_0019+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrJLH73F9II/AAAAAAAAALA/Qebrcq-puPw/s1600-h/DSC_0029+(Small).JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" mq="true" src="http://1.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrJLH73F9II/AAAAAAAAALA/Qebrcq-puPw/s320/DSC_0029+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center" class="separator" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrJLbAcj-xI/AAAAAAAAALQ/Rf4GdJBSFS8/s1600-h/DSC_0047+(Small).JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" mq="true" src="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrJLbAcj-xI/AAAAAAAAALQ/Rf4GdJBSFS8/s320/DSC_0047+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-7558501818662124936?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/7558501818662124936/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/09/taller-con-los-brigadistas.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/7558501818662124936'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/7558501818662124936'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/09/taller-con-los-brigadistas.html' title='Taller con los Brigadistas'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrJLRiVHrVI/AAAAAAAAALI/filUVIR99N0/s72-c/DSC_0046+(Small).JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-6884473042377972817</id><published>2009-09-16T16:48:00.000+02:00</published><updated>2009-09-16T16:48:00.145+02:00</updated><title type='text'>Schuleinweihung La Labranza</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD6B_yxUvI/AAAAAAAAAKI/sTVaYKrdaMA/s1600-h/DSC_0235+(Small).JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" mq="true" src="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD6B_yxUvI/AAAAAAAAAKI/sTVaYKrdaMA/s320/DSC_0235+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD5nHHX2rI/AAAAAAAAAJw/Z0Fnm182FLI/s1600-h/DSC_0177+(Small).JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" mq="true" src="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD5nHHX2rI/AAAAAAAAAJw/Z0Fnm182FLI/s320/DSC_0177+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD5tT2l3UI/AAAAAAAAAJ4/eaG13HU0VLI/s1600-h/DSC_0181+(Small).JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" mq="true" src="http://1.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD5tT2l3UI/AAAAAAAAAJ4/eaG13HU0VLI/s320/DSC_0181+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD4fn_Dn5I/AAAAAAAAAJg/0Bn04CEZJQs/s1600-h/DSC_0110+(Small).JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" mq="true" src="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD4fn_Dn5I/AAAAAAAAAJg/0Bn04CEZJQs/s320/DSC_0110+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD53JXVvhI/AAAAAAAAAKA/etqFqK8wSQQ/s1600-h/DSC_0212+(Small).JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" mq="true" src="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD53JXVvhI/AAAAAAAAAKA/etqFqK8wSQQ/s320/DSC_0212+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD4_30pDuI/AAAAAAAAAJo/TocieVikUaQ/s1600-h/DSC_0150+(Small).JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" mq="true" src="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD4_30pDuI/AAAAAAAAAJo/TocieVikUaQ/s320/DSC_0150+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD4VOSMtMI/AAAAAAAAAJY/U56dB964sro/s1600-h/DSC_0083+(Small).JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" mq="true" src="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD4VOSMtMI/AAAAAAAAAJY/U56dB964sro/s320/DSC_0083+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD309SPeMI/AAAAAAAAAIw/M2lh00waOcI/s1600-h/DSC_0075+(Small).JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" mq="true" src="http://1.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD309SPeMI/AAAAAAAAAIw/M2lh00waOcI/s320/DSC_0075+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD3724RcRI/AAAAAAAAAI4/kGvLFV_OElU/s1600-h/DSC_0065+(Small).JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" mq="true" src="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD3724RcRI/AAAAAAAAAI4/kGvLFV_OElU/s320/DSC_0065+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD4CIr8-wI/AAAAAAAAAJA/NPqplRfUiBw/s1600-h/DSC_0069+(Small).JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" mq="true" src="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD4CIr8-wI/AAAAAAAAAJA/NPqplRfUiBw/s320/DSC_0069+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD4JI0lz1I/AAAAAAAAAJI/tz94sR6CCqM/s1600-h/DSC_0076+(Small).JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" mq="true" src="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD4JI0lz1I/AAAAAAAAAJI/tz94sR6CCqM/s320/DSC_0076+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-6884473042377972817?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/6884473042377972817/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/09/schuleinweihung-la-labranza.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/6884473042377972817'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/6884473042377972817'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/09/schuleinweihung-la-labranza.html' title='Schuleinweihung La Labranza'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SrD6B_yxUvI/AAAAAAAAAKI/sTVaYKrdaMA/s72-c/DSC_0235+(Small).JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-7816667477583420424</id><published>2009-09-16T16:27:00.001+02:00</published><updated>2009-09-16T16:27:50.297+02:00</updated><title type='text'>Arbeitsalltag</title><content type='html'>Mein erster Arbeitstag begann auf nicaraguanische Art und Weise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Terry hatte es sich so gedacht, dass alle Organisationen, in denen für ein Jahr ein Freiwilliger arbeiten wird, einen Verantwortlichen schicken, diese sich am Montag treffen, um noch einmal alles Wichtige unseres Vertrages zu besprechen und um 9.15 Uhr sollten wir Freiwilligen dann dazukommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich um neun Uhr mit meiner Gastmutter das Haus verließ, war ich schon sehr nervös und hatte bereits Angst, ich könnte zu spät kommen, schließlich hatte ich nur noch 15 Minuten, eigentlich wollte ich ja gerne schon um 9.10 da sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich um 9.10 dann mit Henning in der Stadt auf ein Taxi wartete, bin ich langsam hysterisch geworden. Was würde das denn für einen Eindruck machen, wenn ich und Henning als einzige am ersten Tag zu spät kommen. Und, wie es auch nicht anders zu erwarten war, natürlich war die Innenstadt Estelís verstopft vom morgendlichen Verkehr. Alle 30 Sekunden schaute ich angespannt auf die Uhr, Henning wurde langsam von meiner Aufregung angesteckt. Um 9.16 waren wir dann auf der richtigen Straße, auf dem Bürgersteig liefen gerade noch andere Freiwillige unserer Gruppe in Richtung Treffpunkt, das beruhigte mich nicht unbedingt, ging es schließlich um den Eindruck, den vor allem ich hinterlassen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 9.18 war ich dann endlich da. Lisa saß draußen auf den Steinen und wartete bereits seit 9 Uhr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Puh, wir sind nicht die letzten. Gott sei Dank. Hat Terry schon nach uns gefragt?“, waren meine ersten Worte. Lisa fängt an zu lachen. „Ach, Quatsch, es sind von den 8 Organisationen gerade mal 2 da und die sind auch beide erst um 9 gekommen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In meinem Kopf sagte eine erleichterte und zugleich schadenfrohe Stimme „Laura, beruhige dich. Du bist in Lateinamerika. Da existiert das Wort Pünktlichkeit erstmal nur im theoretischen. Also: entspann dich und nimm das Ganze nicht zu ernst.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langsam trudelten auch die anderen Freiwilligen ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 9.30 kam ein weiterer von einer Organisation. Und um 10, zwei Stunden nach dem vereinbarten Termin. Um 10.30 kamen gleich zwei Organisationen. Und um 11.20 kam dann eine Frau, die sich nach einer Laura Isabel erkundigt. Meine Organisation. Kurze Verwirrung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob wir dann jetzt zu INPRHU fahren würden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, eigentlich sei eine Besprechung im Gange. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oh, ob sie da auch hinmüsse. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja. Terry warte schon. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit wann? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit 8 Uhr. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oh. Da sei sie wohl 2 1/2 Stunden zu spät.&lt;br /&gt;(Hier sei hinzuzufügen, dass sie nichts dafür konnte, denn sie wurde nicht ausreichend von ihrer Chefin informiert)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zweite Überraschung war dann, als man mir mitteilte, eigentlich habe man bei INPRHU einen männlichen Freiwilligen erwartet. Nun gut, da bin ich wohl das vollkommene Gegenteil.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die anfängliche Verwirrung hat meine Mentorin dann aber bei der offiziellen Begrüßung vor allen Anwesenden wieder gut gemacht, als sie mich sehr herzlich begrüßt und sich freut, dass ich nun ein Jahr mit ihnen bei INPRHU arbeiten werde, in dem ich viele lehrreiche Erfahrungen machen werde und wir mit Sicherheit viel voneinander lernen können. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun zu meiner wirklichen Arbeit. INPRHU heißt, wie bereits früher erwähnt, Instituto de Promoción Humana, ich arbeite in der Arbeitsgruppe „Movilización social para la escolarización“, auf Deutsch wäre das in etwa „Soziale Mobilisierung für die Einschulung“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir, ja, nun gehöre ich offiziell dazu, arbeiten in verschiedenen Bereichen. Zum einen werden neue Klassenräume gebaut, zum anderen wird die Zivilgesellschaft, also Eltern, Lehrer und die „Bürgermeister“ der Kommunen für das Thema Bildung und Schule sensibilisiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist gar nicht mal so einfach, auf den Straßen sieht man viele kleine Kinder, die Schuhe putzen oder Kaugummis verkaufen usw. Oder aber einfach zu Hause sind, wenn ihre Eltern in den Zigarrenfabriken arbeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und obwohl der Schulbesuch in den öffentlichen Schulen gratis ist, können es sich viele Eltern trotzdem nicht leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken, denn die Schulsachen müssen ja schließlich auch finanziert werden, Rucksäcke, Hefte, Stifte etc.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genauso gibt es die Kinder, die bereits arbeiten und deswegen den Grund nicht sehen, warum sie zusätzlich noch den halben Tag in der Schule verbringen sollen, wo sie doch ihren Eltern helfen müssen, Geld zu verdienen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in diesen Bereichen arbeitet meine Organisation. Kinder aus besonders armen Familien bekommen Rucksäcke und andere Schulsachen geschenkt und die Kinder, die vom „Sitzenbleiben“ bedroht sind, bekommen Reforzamiento, diese „Verstärkung“ kann man sich wie Nachhilfeunterricht vorstellen. Starke Schüler, die sogenannten Brigadistas, werden in Talleres, Workshops, ausgebildet und helfen den schwächeren im Unterricht, sie sollen in Fächern wie Mathematik oder Lesen und Schreiben den Lehrer unterstützen, können und sollen aber auch, wenn sie älter sind, über andere Themen, wie z.B. Gewalt in der Familie, die Rolle von Mann und Frau oder allgemein Werte und Normen sprechen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Brigadistas von heute erinnern an die aus der Zeit der Revolution vor 30 Jahren, damals haben Studenten und Schüler der Oberstufe während der Alphabetisierungskampagne im ganzen Land geholfen, um den Menschen Lesen und Schreiben beizubringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sind, kurz angerissen, zwei meiner Arbeitsbereiche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich arbeite regulär von Montags bis Freitags von 8 bis 12 Uhr und von 14 – 17.30 Uhr. Diese Zeiten werden aber eher selten eingehalten, das habe ich bereits nach einer Woche festgestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ersten zwei Arbeitstage waren ziemlich langweilig, da ich in den Dienstbesprechungen noch nicht wirklich viel sagen kann, da ich einfach noch keine Erfahrung habe. Meine Arbeitskollegen sind dafür aber alle sehr nett und freundlich und erklären mir gerne, was ich wissen möchte. Den ersten Tag habe ich in der Bibliothek unserer Organisation verbracht und mich über die Projekte und die Veröffentlichungen informiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Mittwoch habe ich bereits um 6.45 Uhr angefangen zu arbeiten, an diesem Tag haben wir in verschiedenen Schulen der Stadt Schulsachen verteilt. Die meiste Zeit werden hierbei allerdings Formalitäten erledigt, das Ganze muss genaustens dokumentiert werden und die Klassenlehrer sind dafür verantworlich, dass auch wirklich die Bedürftigen Material erhalten. Die Direktorin einer kleinen Schule, an der 50 Rucksäcke verteilt werden sollten, hat das Problem auf den Punkt gebracht, es gäbe mehr als 100 Schüler, die in sehr armen Familien leben und Hilfe bräuchten, wie solle sie da die eine so kleine Anzahl an Schülern auswählen?! Und damit hat sie vollkommen recht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag konnte ich dann etwas länger schlafen und das Defizit wieder ausgleichen, das war auch bitter nötig. Denn am Donnerstag hatten wir einen dieser besagten Talleres, mit den Schülern, die Brigadistas werden wollen. Von 10 bis 13 Uhr waren wir in der Schule Bertha Briones und haben mit den Schülern die Thematik erarbeitet. Was ist ein Brigadista? Was sind seine Aufgaben und war erhofft ihr euch davon, Brigadistas zu sein? Für mich waren diese drei Stunden sehr lang, denn wenn 50 Kinder schnell und undeutlich Spanisch sprechen, einige unaufmerksam sind und andere meine volle Aufmerksamkeit einfordern und mich gerne mit Fragen durchlöchern würden, dann bekomme ich (noch) erhebliche Schwierigkeiten mit der Sprache und würde liebend gerne auf Deutsch antworten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Schüler hat es mir an diesem Tag angetan, erst ist 11 Jahre und heißt José Angel und wird bestimmt ein sehr guter Brigadista werden. Er war der erste, der mich selbstbewusst angesprochen hat, woher ich denn kommen würde und was ich hier machen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während die anderen auf die besagten Fragen antworteten, sie wollen Kindern helfen, die nicht so gut Lesen und Schreiben können, antwortete er wie ein Erwachsener, es sei ja ein gegenseitiger Lernprozess, in dem beide Seiten voneinander viel lernen würden, vor allem, Respekt und Verantwortung für mein Gegenüber. Für ihn sei diese Aufgabe außerdem eine Selbstverständlichkeit nach dem Gebot der Nächstenliebe des Christentums. Sein Ausstrahlung und seine Überzeugungskraft waren einzigartig in dieser Gruppe und seine Reife hat mich überrascht. Er hat mir zum Schluss alles Gute gewünscht und erhofft sich, dass wir uns vielleicht in einem anderen Taller noch einmal wiedersieht. Das Wort „süß“ oder „niedlich“ wäre hier vollkommen fehl am Platze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Freitag war ich dann das erste Mal in einer der Gemeinden, in Miraflor, einer Schuleinweihung, oder sagen wir eher, bei der Einweihung eines Klassenraums. In den kleinen Dörfern werden alle Altersklassen gemeinsam unterrichtet, es gibt nicht genug Geld, um gleich eine ganze Schule zu bauen, dennoch herrscht zumeist die gleiche Freude bei allen Anwesenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Gemeinde hat sich besonders viel Mühe gegeben, die Schule besonders festlich geschmückt und ein besonderes Programm auf die Bühne gestellt. Zweitklässler haben Reggaeton getanzt, ein Mädchen hat ein Gedicht aufgesagt, es gab einen Folkloretanz, einen Kinderchor und Rede von einem Gemeindemitglied, der auch damals in den 80igern bei den ersten Alphabetisierungskampagnen mitgewirkt hat. Auch das Fernsehen hat an diesem Tag gefilmt.&lt;br /&gt;Von den Dorfälteren, oder besser gesagt von den anwesenden Männern, wurde ich ein wenig abschätzend betrachtet, die Frauen und Mädchen waren allesamt neugierig und zurückhaltend, ja schüchtern und die Jungs und jungen Männer waren ebenfalls neugierig und ganz und gar nicht schüchtern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier habe ich auch meine ersten zwei Heiratsanträge erhalten, einer wurde an meine Arbeitskollegin gerichtet, denn der junge Herr hat sich nicht getraut mich anzusprechen, zumal alle auch angezweifelt haben, ob ich überhaupt Spanisch sprechen könne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nachdem meine Arbeitskollegen mir ermöglichen wollten auf einem der Pferde (die hier immer noch allgemeines Fortbewegungsmittel auf dem Land als auch in der Stadt sind) zu reiten, erhielt ich den zweiten. Denn eine Gringa oder eine Chela, wie ich es bin, ist nach Ansicht der Männer nicht in der Lage, alleine auf einem Pferd zu reiten, so hat besagter junger Mann die Situation ausgenutzt und sich hinter mich geschwungen. Als wir aus Sicht- und Hörweite der anderen waren fing er dann ganz harmlos an, mich zu fragen, ob ich verheiratet werde. Über den Heiratsantrag ging es dann bis hin zu meinen schönen Haaren und Lippen und ob ich nicht mit ihm zusammenleben wolle usw. Meine Arbeitskollegen haben danach herzhaft gelacht, so sei das Leben auf dem Land halt, das nächste Mal solle ich doch einfach antworten, ich würde gerne alle Männer der Welt heiraten, deswegen könne ich mich leider nicht entscheiden. Es stellte sich dann des Weiteren heraus, dass er der Sohn des Dorfbürgermeisters war, der deswegen mächtig stolz auf seinen forschen Sohn war. Das beruhte allerdings nicht auf Gegenseitigkeit, weswegen ich das Angebot letztendlich ablehnte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun zurück zu meiner eigentlichen Arbeit: In den nächsten Wochen werde ich auch andere Gemeinden besuchen, darauf freue ich mich, sollten nicht weitere Heiratsanträge folgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem hoffe ich, dass ich in den nächsten Wochen täglich mehr über die Arbeit erfahren werde und dann vielleicht auch wirklich den anderen zur Hand gehen kann und eine aktivere Rolle spielen werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Freitag gab es nach unserer Rückkehr dann auch noch eine Verabschiedung von einer anderen Freiwilligen, die für zwei Monate bei INPRHU gearbeitet hat und nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge statt zu arbeiten durch Guatemala reisen möchte. Somit bin ich jetzt (erst einmal) die einzige Freiwillige in unserer Organisation. Bei Funarte zum Beispiel sind derzeit mehr als zehn Freiwillige, ebenso wie bei Los Pipitos&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soviel nun erstmal zu meiner ersten, doch schon recht ereignisreichen Arbeitswoche. &lt;br /&gt;Morgen geht es nach einem verlängerten Wochenende dann erstmal weiter. Ich bin gespannt, was die nächsten Tage bringen werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-7816667477583420424?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/7816667477583420424/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/09/arbeitsalltag.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/7816667477583420424'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/7816667477583420424'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/09/arbeitsalltag.html' title='Arbeitsalltag'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-8425668051347374333</id><published>2009-08-29T18:28:00.001+02:00</published><updated>2009-08-29T18:31:14.007+02:00</updated><title type='text'>Domingo 23/08/09</title><content type='html'>Heute morgen habe ich zum ersten Mal Wäsche auf nicaraguanische Art und Weise gewaschen, das heißt mit Waschbrett und Seife etc. Rosita und Arlin, die mir das gezeigt haben, fanden das natürlich sehr witzig, ich habe mich am Anfang, für ihre Verhältnisse, bestimmt auch sehr dumm angestellt. In solchen Situationen fällt einem wieder einmal auf, wie luxuriös das Leben doch zuhause ist, mit einer Waschmaschine und einem Wäschetrockner. Handys hingegen sind hier keine Luxusartikel, eigentlich hat jeder eines.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach sind wir mit der ganzen Gruppe zum Wasserfall Estanzuela gelaufen, das war ein Fußmarsch von 1 ½ Stunden durch die Tageshitze über, im wahrsten Sinne des Wortes, Stock und Stein (in den Bergen bestehen die Wege aus viel Schutt und Erde). Der Wasserfall ist dafür aber um so schöner und beeindruckender. Angenehm still war es ebenfalls, denn dieser Ort wird von den Nicaraguanern zwar besucht, aber eher im Sommer und nicht im Winter. In einem größeren Becken kann man sehr schön schwimmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg haben wir dann, Gott sei Dank, den Bus genommen, in unserem Barrio gibt es auch eine Eisdiele, in der Philipp, Henning und ich dann dankbar etwas Eiskaltes essen konnten, auch hier wurden wir dann von der jungen Eisverkäuferin angesprochen und haben über das Projekt und unsere Arbeit gesprochen, durch ein solches Interesse einzelner entstehen vielleicht bald einmal Freundschaften, was mich sehr freuen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends gab es dann Besuch von Ruths Tochter, Yamni, die in Somoto arbeitet und Ruths Enkeln Marcel und Alejandro. Danach habe ich mich noch kurz mit meiner Freundin Lisa in einer Bar getroffen, ihr Gastbruder Jorge war auch dabei, später kam noch ein Bekannter von ihm mit einer Gitarre vorbei und er hat spanische und nicaraguanische Lieder gespielt. Auch mein Rückweg war sehr angenehm, Jorge hat mich mit seinem Motorrad nach Hause gefahren, wenn auch ohne Helm ;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Wachhund, der anfangs immer laut gebellt hat, ist mittlerweile an mein Kommen und Gehen gewöhnt und rastet nicht mehr vollkommen aus, wie am Anfang. Geht jemand am Haus vorbei oder hält ein Auto vor der Tür, wird er allerdings weiter aggressiv. Aber wie man hier sagt, perros que ladran no muedran. Hunde die bellen, beißen nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-8425668051347374333?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/8425668051347374333/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/08/domingo-230809.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/8425668051347374333'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/8425668051347374333'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/08/domingo-230809.html' title='Domingo 23/08/09'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-7792895682925800826</id><published>2009-08-29T18:26:00.001+02:00</published><updated>2009-08-29T18:27:51.958+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Sabado 22/08/09&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allmählich löst sich die anfängliche Scheu und Vorsicht und ich werde mehr und mehr zu einem Familienmitglied. Mit Arlin, einer Psychologiestudentin, konnte ich die Stadt erkunden. Durch ihre Anwesenheit halten sich die männlichen Nicaraguaner mit ihren Sprüchen etwas zurück, trotzdem erntet man als Ausländer viele Blicke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An diesem Tag konnte ich mit Arlin viel Lachen, sie ist 22 Jahre alt und teilt meinen Humor, so dass es einfacher ist, sich kennenzulernen. Am Montag wollen wir beide dann zusammen zu einem Tanzkurs gehen.&lt;br /&gt;Sie hat mir auch einen Laden gezeigt, in dem man gebrauchte Fahrräder kaufen kann, der Erlös kommt blinden Menschen zu Gute, die in der Werkstatt arbeiten und die Räder wieder herrichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Estelí scheint es heute wieder alles im Überfluss zu geben, Schuhe und Kleidung im Überfluss, die neuen Sachen sind für nicaraguanische Verhältnisse allerdings sehr teuer, von daher gibt es auch viele Second Hand- Shops, die US-amerikanische Sachen verkaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die sogenannten Tierärzte verkaufen ebenfalls kleine Hunde, denn Welpen sind sehr beliebt bei den Familien, wenn sie allerdings groß und schlecht erzogen sind, werden sie ausgesetzt und irren auf den Straßen herum. Ich hab den Fehler gemacht, auf Arlin zu hören und habe somit den Tierarzt gefragt, wie teuer so ein kleiner Welpe ist. Als ich das Gebäude betreten habe, fingen die Welpen in ihrem kleinen Käfig, der vielleicht 80 cm lang und 30 cm breit ist, an zu winseln und im Käfig herumzuspringen. Ein reinrassiger Cocker-Spaniel kostet 150 $. Und natürlich sind die beiden jeden Tag in diesem kleinen dreckigen Käfig und warten dort auf einen Besitzer.&lt;br /&gt;Heute bin ich auch zum ersten Mal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren, hier gibt es sogar Musik im Bus, eigentlich ganz angenehm. Der Bus in die Stadt kostet drei Cordoba, 26 Cordoba sind 1 €. Eine Taxifahrt vom Zentrum nach Hause kostet umgerechnet weniger als 40 Cent. &lt;em&gt;Im Vergleich dazu kostet Sonnencreme hier umgerechnet 6 €, aber das brauchen ja meist auch nur die Cheles, also Ausländer ;)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine andere erfreuliche Sache ist, dass meine Familie, insofern man es Familie nennen kann, sehr kritisch und gebildet ist. Am Anfang hat man uns zu vermitteln versucht, dass Diskussionen über Politik und Kirche relativ schwierig sind, da viele Nicaraguaner bedingungslos zu ihrem Land halten. Doch wir können hier offen diskutieren, wir reden über Missstände und über die Revolution.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-7792895682925800826?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/7792895682925800826/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/08/sabado-220809-allmahlich-lost-sich-die.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/7792895682925800826'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/7792895682925800826'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/08/sabado-220809-allmahlich-lost-sich-die.html' title=''/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-7756980485816515546</id><published>2009-08-26T23:34:00.003+02:00</published><updated>2009-08-26T23:51:10.143+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SpWtUOJq7pI/AAAAAAAAAGY/CbMugp-hA6E/s1600-h/DSC_0309+(Small).JPG"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; 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WIDTH: 320px; DISPLAY: block; HEIGHT: 213px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5374389823289023138" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SpWrEc2d2qI/AAAAAAAAAFo/FqaS6ejDAN0/s320/DSC_0101+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SpWrEB8rAzI/AAAAAAAAAFg/hspZlQGp_TU/s1600-h/DSC_0079+(Small).JPG"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 320px; DISPLAY: block; HEIGHT: 213px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5374389816067294002" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SpWrEB8rAzI/AAAAAAAAAFg/hspZlQGp_TU/s320/DSC_0079+(Small).JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SpWrDSpsSDI/AAAAAAAAAFY/_ERlRT8Eb1s/s1600-h/DSC_0023+(Small).JPG"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; 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Bei den Los Pipitos werden Philipp, Lisa, Fabian, Lasse, Henning, Yamni und ich Unterricht erhalten. Ein Fehler war es aber, dass man uns zusammen in einen Raum an einem Tisch hat sitzen lassen, so das wir uns die ganze Zeit besprochen haben, was natürlich nicht Sinn der Sache war. Terry kam zwischendurch kurz rein, „kein schummeln“, aber es war ja schon fast unvermeidbar und hat nach unserer Methode auch wesentlich mehr Spaß gemacht.&lt;br /&gt;Danach haben wir mit dem Mini- Bus eine Stadtrundfahrt der besonderen Art absolviert. Wir haben uns alle Projekte des Welthauses angeschaut, die es in Estelí gibt. So z.B. „Nuevo Amanecer“, dies ist ein neues Viertel, das nach den verheerenden Folgen von Hurricane Mitch aufgebaut wurde, oder aber neue Brücken über den Rio Estelí, da die alten Brücken vom Hurricane vollkommen zerstört waren, der ganze Norden der Stadt war vom Rest abgeschnitten. In der Stadt begegnen einem zwischendurch ebenfalls einige Häuser aus Backstein, für hier ist das eine Seltenheit, die Häuser der ärmeren Bevölkerung bestehen normalerweise nur aus Holz, teilweise wurde Zement benutzt und was allen Häusern gemeinsam ist, sind die Wellblechdächer. Vor einigen Jahren wurde ebenfalls ein Rundweg ums Bario Rosario angefertigt, damals hatte man sich erhofft, dieser Fußweg würde ebenfalls dazu führen, dass sich dort ein paar kleine Geschäfte ansiedeln, Eisdielen etc., das war nicht der Fall. Doch Terry sieht es realistisch und zugleich optimistisch, dieser Weg wird nun als Fußweg genutzt und manche nutzen ihn auch als Fahrradweg und auch das sei bereits ein Fortschritt. Hierbei sei zu erwähnen, dass die Nicaraguaner, wie auch die Costaricaner, sehr fußfaul sind, die Strecken lieber mit dem Taxi oder Autobus zurücklegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber das Highlight dieses Tages ist mit Sicherheit unser Abendprogramm, zuerst waren wir in einer angesagten Bar, danach sind wir im Semáforo gewesen, das ist eine Disko, die Ampel heißt.&lt;br /&gt;Dort habe ich meinen nächsten kleinen Kulturschock erlebt- das Wort wird mich und euch noch ein wenig verfolgen- wir waren Zuschauer eines sehr interessanten und einmaligen Wettbewerbs, es war das Finale einer Michael Jackson- Tanzshow, die besten drei, darunter einer aus Estelí haben sich im Michael-Jackson-Imitieren gemessen. Sowas wäre in Deutschland, glaube ich zumindest, unvorstellbar, die drei haben natürlich auch ihm würdige Kleidung getragen und waren alle sehr gut. Doch es ist unvorstellbar, wie enthusiastisch und ausgelassen so ein Event gefeiert werden kann. Natürlich lässt man sich davon anstecken und feiert mit, vor allem Ronny aus Estelí- ein fast perfekter Doppelgänger, mit seinen langen Haaren, wobei eine Strähne ihm ins Gesicht fällt, dunkler Teint, eine Sonnenbrille, ein Sacko und ein weißer Handschuh etc. Lokalpatriotisch, wie die Nicaraguaner sind, hatte er den größten Fanclub, sogar mit Plakaten und kreischenden Mädchen („I love you Ronny“).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür war dies aber auch die erste Möglichkeit, bei der ich tanzen konnte. Auch hier haben wir die Blicke auf uns gezogen, durch unsere riesigen blonden Jungs und uns, so dass es hier zum ersten interkulturellen Austausch kam, weil die Mädchen sich zu uns gesellt haben, anfangs schüchtern, aber dann gab es ausgelassenes Gelächter und Scherze.Eigentlich wollte ich zu diesem Michael- Jackson- Kult gar nicht hingehen und habe mir gedacht, wie verrückt und wie albern so ein Tanzwettbewerb doch ist, letztendlich bin ich sehr froh, dass ich dorthin gegangen bin.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-7201787988592638098?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/7201787988592638098/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/08/freitag-210809-heute-hatten-wir.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/7201787988592638098'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/7201787988592638098'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/08/freitag-210809-heute-hatten-wir.html' title=''/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-7705455739031005453</id><published>2009-08-26T23:09:00.003+02:00</published><updated>2009-08-26T23:14:25.785+02:00</updated><title type='text'>Die ersten Tage</title><content type='html'>17/08/09 – 20/08/09 Meine ersten Tage in Nicaragua waren durchaus sehr chaotisch. Ich möchte hier nur eine kleine Zusammenfassung geben, denn ich bin von den ganzen neuen Eindrücken eher erschlagen worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu meiner Familie: Am Anfang habe ich noch mit Henning zusammen in „meinem“ Haus gelebt, das war für die Eingewöhnung sehr angenehm. Natürlich durfte ich bereits mehrmals die Erfahrung machen, wie es ist, ohne Wasser auskommen zu müssen. Wenn in einem bestimmten Barrio, wo das Elektrizitätswerk ist, der Strom ausfällt, gibt es in meinem Barrio, dem Barrio Rosario auch kein Wasser, da die Wasserbeförderung elektrisch betrieben wird, so wurde es mir erklärt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich musste ich mich nur in wenigen Dingen wirklich anpassen, die Lebensqualität in meinem Haus ist sehr hoch, wir haben Internet, zwei Computer, Telefon, Fernsehen, mehrere Duschen, viele Zimmer, einen kleinen Garten und ein Atrium, d.h., Küche, Esszimmer und Wohnzimmer sind in einem Raum, aber von allen Seiten offen, es gibt keine Türen und Fenster, das ist sehr angenehm, da so immer ein kühler Wind durch diesen Raum weht. Im Gegensatz dazu ist mein Zimmer ein kleiner Käfig, es gibt ein Bett und einen Schrank und ein Moskitonetz, was für mich überlebenswichtig ist, die Temperatur in meinem Zimmer liegt, trotz Fenster, konstant bei 28 oder 29 Grad, da freue ich mich schon auf den Sommer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allgemein muss ich aber sagen, dass ich in einem sehr reichen und gebildeten Haushalt lebe, das ermöglicht mir zwar auf der einen Seite, viele tolle Gespräche führen zu können, Privatsphäre zu haben, auf der anderen Seite ist das nicht wirklich das typische nicaraguanische Leben.&lt;br /&gt;Das Wetter: Trotz der Regenzeit ist es eigentlich konstant schön und warm, schön heißt so viel wie, es scheint ständig die Sonne, bis auf einige wenige Minuten am Tag, wenn es mal etwas regnet. In Costa Rica war die Regenzeit dafür wesentlich schlimmer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ungewöhnlich für mich, ich stehe jeden morgen um spätestens 7 Uhr auf, das Leben beginnt eigentlich schon um 6 Uhr, dann ist es noch nicht so heiß, aber schon hell, abends falle ich eigentlich immer totmüde ins Bett, meist schon um 9 Uhr. Zuhause wäre das unvorstellbar, nicht wahr Mama??&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Woche bestand des weiteren aus vielen Informationen, über unsere Arbeit, das Projekt, Verhaltensregeln usw. An einem Tag sind wir durch die Stadt gelaufen, um uns ein wenig zu orientieren, wo es eine gute Apotheke gibt, wo die deutsche Ärztin ihre Praxis hat, einige Orte, wo junge Leute in unserem Alter sich aufhalten, z.B. in der Casa de la Cultura, dort arbeiten Künstler, Maler, Musiker oder Theatergruppen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Häufig erntet man schiefe Blicke, eine Gruppe von 15 Cheles fällt doch schon stark auf. Cheles, das sind im Allgemeinen Ausländer, kommt man dann mal mit den Estelíanern ins Gespräch und erwähnt, dass man für ein Jahr bleibt und nicht nur für einige Wochen, ändert sich die Stimmung schlagartig, aus anfänglicher Skepsis entwickelt sich Neugierde für unsere Arbeit und wir werden Willkommen geheißen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Kulturschock ist sicherlich auch der Verkehr, es gibt da wohl einige Regeln, aber die müssen nicht unbedingt eingehalten werden, wenn man fahren will, hupt man, für Fußgänger wird nicht gebremst, zwischen riesigen amerikanischen Schulbussen und verrückten Taxifahrern und anderen Autos drängen sich Fahrräder und manchmal Cowboys auf ihren Pferden. Es gibt in Estelí sogar Ampeln, allerdings nur ca. 2 Stück am Parque Central.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Essen hingegen ist super, auch hier ist meine Familie sehr bewusst, es gibt einen Wochenplan, auf dem festgehalten ist, was es wann zu Essen gibt, dadurch habe ich schon viele typische Gerichte kennen gelernt. Tortillas, aber auch Tamales, eine etwas klebrige, süße Maismasse, Reis mit Bohnen oder Bohnen mit Reis (Gallo Pinto), es gibt jeden Tag verschiedene Fruchtsäfte, Maracuja, Pitaya, Limone.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber an was ich mich am meisten gewöhnen muss, ist unsere Haushälterin Rosita, ich bin es nicht gewöhnt, dass man mir das Essen serviert und mir zu Trinken eingießt, oder das Zimmer putzt. In den ersten Tagen haben Henning und ich immer den Tisch gedeckt oder das Geschirr abgetrocknet, aber Rosita wehrt sich dagegen, sie habe ja sonst keine Arbeit mehr. Sie ist 24 Stunden in unserem Haus, ihre Familie und ihre Kinder leben in einem anderen Ort. Ihre 18-jährige Tochter hat bereits ein kleines Kind und kümmert sich gleichzeitig noch um ihre jüngeren Geschwister und ihre Großmutter, die 76 Jahre alt ist. Im Moment ist es teilweise noch relativ schwierig Rosita zu verstehen, sie spricht sehr schnell und undeutlich, aber das wird sich mit der Zeit hoffentlich auch ändern. Als wir einmal am Tisch saßen, haben wir über Bildung und Schule geredet, Rosita sagt selbst von sich, dass sie nicht weiter lernen und studieren wollte, das mache ihr keinen Spaß und sei langweilig, sie koche lieber und arbeite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Arlin z.B. hat auch schon mit 11 Jahren gearbeitet, um für die Familie Geld zu verdienen, sie ist dann aber auch durch die Hilfe von INPRHU, die Organisation, in der ich bald arbeiten werde, schließlich zur Schule gegangen, hat hier in diesem Haus als Haushälterin gearbeitet, um weiter Geld zu verdienen, und jetzt ist sie schon bald mit ihrem Studium fertig.&lt;br /&gt;Meine Gastmutter ist leider aufgrund ihrer Arbeit viel unterwegs, aber wenn sie da ist, haben wir interessante Gespräche.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-7705455739031005453?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/7705455739031005453/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/08/die-ersten-tage.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/7705455739031005453'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/7705455739031005453'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/08/die-ersten-tage.html' title='Die ersten Tage'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-9153338634955893940</id><published>2009-08-19T17:00:00.004+02:00</published><updated>2009-08-19T17:19:09.744+02:00</updated><title type='text'>Managua- Estelí</title><content type='html'>Hooolaaa :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun bin ich in Estelí und sitze gerade am Computer meiner Gastmutter.  Sie ist Anwaeltin, arbeitet aber derweil an einem nationalen Projekt fuer die Regierung ueber Geschlechterfragen.&lt;br /&gt;Und ja, ich habe in meiner Familie Internet ;) In den folgenden Tagen, wenn wir uns naeher kennen gelernt haben, werde ich mehr berichten, jetzt ist gerade Eingewoehnungsphase.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern Abend sind wir hier angekommen, nachdem wir uns die Hauptstadt Managua kurz angeschaut haben.&lt;br /&gt;Leider wurde die Stadt nach einem grossen Erdbeben komplett zerstoert, allerdings hat es die alte Kathedrale ueberlebt, ein altes schoenes Bauwerk inmitten von neuen haesslichen Gebaeuden.  Und im Viertel "Managua antigua" stehen auch noch ein paar Ruinen, halb zerfallene Haeuser, in denen wieder Menschen leben. Das erinnert ein wenig an den ehemaligen Osten kurz nach dem Mauerfall, nur mit dem Unterschied, dass daneben keine neuen, schicken Haeuser gebaut werden, sondern Wellblechhuetten. Terry, unser Betreuer aus Estelí, sagte, dies sei das gefaehrlichste Viertel des ganzen Landes, Managua sei aber im Vergleich zu anderen latein- und suedamerikanischen Hauptstaedten die sicherste. Na dann ;)&lt;br /&gt;Aber wir wissen nun, dass wir dort niemals zu Fuss langlaufen sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Davor haben wir ueppig in einem der besten Hotels Managuas gefruehstueckt, die Wahl viel auf das Best Western "Mercedes", weil es sehr nah am Flughafen ist und wir mit Verspaetung in Managua angekommen sind.  Ich bin um 5.30 morgens aufgewacht und habe erst einmal alleine die Hotelanlage erkundet und war im Pool schwimmen. :) Man koennte sagen, ein perfekter Einstieg in Nicaragua. Das war natuerlich Luxus pur, den wir so nicht mehr erleben werden.&lt;br /&gt;Beim Fruehstueck haben wir dann auch den Hotel-Besitzer/Manager kennen gelernt, der uns unbedingt treffen wollte, wir sassen dann mit ihm an einem Tisch und haben ein wenig ueber unseren Aufenthalt gequatscht. Peter Clarke war auch anwesend, er ist der Zustaendige fuer die ganzen Partnerstaedte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Waehrend der Reise nach Estelí mussten wir ueber zahlreiche Berge, unser kleiner Bus, natuerlich vollkommen ueberladen mit den ganzen Gepaeckstuecken, hat sich mit 20 km/h und im ersten Gang ueber diese Berge gequaelt. Zwischendurch hat man sich wie in Indien gefuehlt, da staendig Kuehe ueber die Strasse gelaufen sind. Eine wurde dann auch prompt von einem Riesen-Truck angefahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Thema, dass man auch nicht uebersehen kann, ist die Armut. Vor allem Kinder umlagern einen sofort, wollen einem geflochtene Palmblaetter "schenken", nimmt man sie an, wollen sie ein paar Dollar haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war es erstmal fuers Erste, ich koennte noch wesentlich mehr berichten, habe aber keine Zeit.  Bis bald :) Mit neuen Geschichten aus Nicaragua&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-9153338634955893940?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/9153338634955893940/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/08/managua-esteli.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/9153338634955893940'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/9153338634955893940'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/08/managua-esteli.html' title='Managua- Estelí'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-3592058436367959952</id><published>2009-08-17T21:26:00.002+02:00</published><updated>2009-08-17T21:28:56.557+02:00</updated><title type='text'>Und so schnell kanns gehen.</title><content type='html'>Wir befinden uns jetzt gerade auf US-amerikanischem Boden in Atlanta, haben noch ein wenig Aufenthalt und dann gehts endlich weiter nach Managua.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Flughafen sind einige Tränen geflossen. Im Moment befindet man sich in einem Gefühlswirrwarr, zwischen Neugierde und Freude, aber auch zwischen Angst und erstem "Heimweh", hat man doch so einige zurückgelassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie kommt es einem noch so vor, wie ein kurzer Urlaub, dass es nun tatsächlich ein Jahr sein wird, ist doch irgendwie unvorstellbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die nächsten Nachrichten kommen dann aus Nicaragua :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebe Grüße an alle und viele Küsse.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-3592058436367959952?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/3592058436367959952/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/08/und-so-schnell-kanns-gehen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/3592058436367959952'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/3592058436367959952'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/08/und-so-schnell-kanns-gehen.html' title='Und so schnell kanns gehen.'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-8642391086201032309</id><published>2009-08-16T23:20:00.002+02:00</published><updated>2009-08-16T23:30:28.295+02:00</updated><title type='text'>Die letzten Stunden...</title><content type='html'>Sonntag, der 16.2009.&lt;br /&gt;Das ist mein letzter Abend in Deutschland... und ich habe nichts besseres zu tun, als einen Blog zu schreiben! Nein, eigentlich schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab morgen werde ich mich nun für ein Jahr aus Nicaragua melden. Am vergangenen Freitag haben wir noch schnell die ersten Infos über unsere Gastfamilien erhalten und ich glaube, ich habe es ganz gut getroffen. Meine Gastmutter ist Rechtsanwältin für Gender-Fragen, Gleichberechtigung etc. DAS trifft sich ganz gut, so dass wir bestimmt einige lange Gespräche führen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz nebenbei: Ich höre gerade Radio Latina und dort läuft gerade Azul von Christian Castro. Das verbinde ich ganz stark mit den wichtigsten Wochen meines Leben. Wenn das nicht ein Omen ist, schließlich war ich die letzten Jahre bei meinen Schildkröten in Costa Rica, dort wurde in der "Bar" immer dies Lied gespielt und wir haben dazu Merengue getanzt. Dieses Lied wurde allerdings jedes Mal in der Bar gespielt, es gab eigentlich auch nur eine CD mit Musik :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, aber eigentlich sollte ich mir über andere Dinge Gedanken machen, z.B.: Habe ich alles eingepackt? Habe ich nicht vielleicht zu viel eingepackt? Habe ich wichtige Unterlagen vergessen? usw.&lt;br /&gt;Das ich genau über diese Dinge nicht nachdenke, wird wahrscheinlich damit zu tun haben, dass ich noch immer nicht wirklich das Gefühl habe, morgen um 9.20, voraussichtlich, auf die Startbahn zu rollen und in Richtung Atlanta abhebe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis um 22 Uhr waren noch vier Freunde bei mir, die ich alle ganz schrecklich vermissen werde, aber auch während dieser Zeit hatte ich nicht das Gefühl, ich würde sie verlassen. Ganz komisch alles.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naja. Nun wird weiter gepackt und den nächsten Eintrag gibt es dann aus Nicaragua :)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-8642391086201032309?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/8642391086201032309/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/08/die-letzten-stunden.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/8642391086201032309'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/8642391086201032309'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/08/die-letzten-stunden.html' title='Die letzten Stunden...'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-2546155763685881446</id><published>2009-07-08T22:17:00.003+02:00</published><updated>2009-07-08T22:28:10.496+02:00</updated><title type='text'>Noch...</title><content type='html'>&lt;strong&gt;... 40 Tage!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Und heute habe ich mich an verschiedenen Universitäten schon einmal vorsorglich beworben, so dass ich dann im nächsten Jahr nicht in totalen Stress verfalle- denn ich komme ja schließlich erst nach Bewerbungsschluss zurück- und auf meinen Freiwilligendienst verweisen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch geht die Tendenz in Richtung Politikwissenschaften mit dem Nebenfach Soziologie, zu den Uni´s gehören Marburg, Frankfurt, Bielefeld, Leipzig und Köln. Ich bin mal gespannt :)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-2546155763685881446?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/2546155763685881446/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/07/noch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/2546155763685881446'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/2546155763685881446'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/07/noch.html' title='Noch...'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-1283108481293516593</id><published>2009-07-07T22:52:00.003+02:00</published><updated>2009-07-07T23:26:55.956+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlO9jfNvcmI/AAAAAAAAADY/7_Xe43Wd2CA/s1600-h/Zeugnisvergabe+021+(Medium).jpg"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 200px; DISPLAY: block; HEIGHT: 172px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5355832799245857378" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlO9jfNvcmI/AAAAAAAAADY/7_Xe43Wd2CA/s200/Zeugnisvergabe+021+(Medium).jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlO3gdR_OKI/AAAAAAAAADQ/glpGLO0jJ3I/s1600-h/Zeugnisvergabe+093+(Medium).jpg"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 200px; DISPLAY: block; HEIGHT: 133px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5355826150117423266" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlO3gdR_OKI/AAAAAAAAADQ/glpGLO0jJ3I/s200/Zeugnisvergabe+093+(Medium).jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlO3ftmg7XI/AAAAAAAAAC4/XWmPqYJN3Iw/s1600-h/Zeugnisvergabe+008+(Medium).jpg"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 200px; DISPLAY: block; HEIGHT: 133px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5355826137318616434" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlO3ftmg7XI/AAAAAAAAAC4/XWmPqYJN3Iw/s200/Zeugnisvergabe+008+(Medium).jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlO2d8TtDtI/AAAAAAAAACo/KwWnOeUP5U8/s1600-h/Zeugnisvergabe+023+(Medium).jpg"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 200px; DISPLAY: block; HEIGHT: 133px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5355825007394885330" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlO2d8TtDtI/AAAAAAAAACo/KwWnOeUP5U8/s200/Zeugnisvergabe+023+(Medium).jpg" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-1283108481293516593?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/1283108481293516593/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/07/blog-post.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/1283108481293516593'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/1283108481293516593'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/07/blog-post.html' title=''/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlO9jfNvcmI/AAAAAAAAADY/7_Xe43Wd2CA/s72-c/Zeugnisvergabe+021+(Medium).jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-2865295491932010954</id><published>2009-07-02T20:47:00.008+02:00</published><updated>2009-07-07T22:52:12.182+02:00</updated><title type='text'>Zeugnisvergabe/ Schulentlassung</title><content type='html'>&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;Am Samstag, den 27. Juni hatten der Abiturjahrgang 2009 des Freiherr- vom- Stein Gymnasiums und ich unsere feierliche Abiturentlassung, mit Zeugnisübergabe und einem Gospelchor und allem drum und dran. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Dies war quasi der offizielle Abschluss nach 13 Jahren Schule auf den wir nun schon recht lange hinfieberten, oder zumindest ich. Auch meine Großeltern und mein Onkel aus Holzminden sind "als Überraschung" dagewesen. Meine Mutter hatte mich am Morgen nicht ganz überzeugend damit abgespeist, sie kämen nicht, weil sie doch immer so viel zu tun hätten. ;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn es über den Ort im vorhinein einige kritische Diskussionen gab, haben wir letzten Endes die Zeugnisse in einer Kirche in Empfang genommen, atmosphärisch dicht, könnte man sagen. Die Tränen sind zwar nicht in Strömen geflossen, es sind aber wohl ein paar Tränchen vergossen worden. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Zudem gab es zur Feier des Tages sogar Pizza. Ja, für mich ist das etwas besonderes ;) &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Und mein Geschenk zum Abitur leistet mir gerade fleißige Dienste, indem ich diesen Text schreibe.&lt;br /&gt;Alles in Allem war es ein sehr schöner Tag, durch meine Familie und auch dank meiner Freundinnen und Freunde UND deren Eltern, die das ganze zu einem sehr schönen Abschied haben werden lassen.&lt;br /&gt;Anbei ein paar Fotos von diesem Tag &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlOx2ZyjmfI/AAAAAAAAACA/7EXvWQJ6jlA/s1600-h/Zeugnisvergabe+095+(Medium).jpg"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 200px; DISPLAY: block; HEIGHT: 133px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5355819930067638770" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlOx2ZyjmfI/AAAAAAAAACA/7EXvWQJ6jlA/s200/Zeugnisvergabe+095+(Medium).jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlOx2C1WHCI/AAAAAAAAAB4/C9sBnUGUEzY/s1600-h/Zeugnisvergabe+084+(Medium).jpg"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 200px; DISPLAY: block; HEIGHT: 133px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5355819923905322018" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlOx2C1WHCI/AAAAAAAAAB4/C9sBnUGUEzY/s200/Zeugnisvergabe+084+(Medium).jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlOx1x3DNII/AAAAAAAAABw/7zM9d1dQ6aw/s1600-h/Zeugnisvergabe+049+(Medium).jpg"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 200px; DISPLAY: block; HEIGHT: 133px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5355819919349068930" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlOx1x3DNII/AAAAAAAAABw/7zM9d1dQ6aw/s200/Zeugnisvergabe+049+(Medium).jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlOx1v4A8WI/AAAAAAAAABo/lsHWSazLu2E/s1600-h/Zeugnisvergabe+077+(Medium).jpg"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlO0NhdPSpI/AAAAAAAAACQ/2LLfobTBlhE/s1600-h/Zeugnisvergabe+023+(Medium).jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlOx1v4A8WI/AAAAAAAAABo/lsHWSazLu2E/s1600-h/Zeugnisvergabe+077+(Medium).jpg"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 200px; DISPLAY: block; HEIGHT: 133px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5355819918816244066" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlOx1v4A8WI/AAAAAAAAABo/lsHWSazLu2E/s200/Zeugnisvergabe+077+(Medium).jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-2865295491932010954?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/2865295491932010954/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/07/zeugnisvergabe-schulentlassung.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/2865295491932010954'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/2865295491932010954'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/07/zeugnisvergabe-schulentlassung.html' title='Zeugnisvergabe/ Schulentlassung'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SlOx2ZyjmfI/AAAAAAAAACA/7EXvWQJ6jlA/s72-c/Zeugnisvergabe+095+(Medium).jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-507535824319684682</id><published>2009-06-24T17:04:00.004+02:00</published><updated>2009-06-24T17:26:25.819+02:00</updated><title type='text'>Der Förderkreis oder was wird aus meiner Zukunft?</title><content type='html'>Heute war ein durchaus erfolgreicher Tag. :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das frühe Aufstehen aus "damaligen Schulzeiten" habe ich aber irgendwie schon verlernt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz allem kam ich gegen 10:30 an meiner ehemaligen Schule an, vollkommen verschwitzt vom Fahrradfahren. ;) &lt;br /&gt;(Zahlreiche Lehrer hatten den Eindruck, ich könne mich einfach nicht von meiner Schule lösen. In mancher Hinsicht mag das so sein. Schließlich hat sie mein Leben nun so lange dominiert.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesmal ging es aber darum, Förderer und Freunde zu suchen, die Mitglied meines Förderkreises werden und mich finanziell unterstützen. Da das BMZ nur 75% der Gesamtkosten trägt, bin ich angehalten, mir Unterstützer zu suchen. Diese erhalten dann im Austausch Berichte über meine Arbeit und meine Erfahrungen und nehmen dadurch an meinem Leben in Nicaragua teil. So soll meine Arbeit und der entwicklungspolitische Freiwilligendienst an sich, einer breiteren Masse zugänglich gemacht werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein ehemaliger Philosophie-Lehrer, als auch mein Deutsch-LK-Lehrer waren von Anfang an sehr interessiert.&lt;br /&gt;Es entwickelte sich sogar eine regelrechte Diskussion über die jetztigen politischen Verhältnisse, als auch über Freiwilligendienste an sich, v.A. in Hinsicht auf die Ereignisse in Jemen. &lt;br /&gt;Es stellte sich sogar heraus, dass mein ehemaliger LK-Lehrer selbst in der durch ganz Deutschland gehenden Sympathiewelle für Nicaragua während der Revolution und dem Sturz Somozas vor nunmehr über 30 Jahren mitschwamm und aktiv war. ;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schade, dass diese zwischenmenschlichen Beziehungen in der aktiven Schulzeit leider zu kurz gekommen sind, lag doch der Druck des drohenden Zentralabiturs auf unseren Schultern.&lt;br /&gt;So schließt sich der Kreis aber wieder einmal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im folgenden führte ich einige Gespräche mit verschiedenen Apotheken, einem Eine-Welt- Kreis und dem Gasthaus in Recklinghausen. Doch es gestaltet sich nicht immer einfach, nach Spenden zu fragen. Schließlich habe ich noch mit dem Schulleiter der Raphael-Schule- Recklinghausen ein Gespräch geführt und habe ein gutes Gefühl.&lt;br /&gt;Konkreten Erfolg hatte ich nun noch nicht.  Jedoch interessieren sich viele für meine zukünftige Arbeit und überlegen es sich noch.&lt;br /&gt;Doch allein diese Situation ist für mich sehr lehrreich und ich befasse mich intensiver mit der Bedeutung meines Freiwilligendienstes und den Herausforderungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch die direkten Unterhaltungen über das Thema, wird mir aber meine Rolle in Nicaragua immer wieder deutlich vor Augen geführt und ich freue mich nun immer mehr auf das Jahr :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, ich habe auch noch einmal eine neue Perspektive für mein Studium nach Nicaragua eröffnet bekommen. Neue Ideen und Möglichkeiten.&lt;br /&gt;Damit werde ich mich nun einmal befassen. Berlin als neuer Wohnort ist also noch nicht aus dem Rennen. :)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-507535824319684682?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/507535824319684682/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/06/der-forderkreis-oder-was-wird-aus.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/507535824319684682'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/507535824319684682'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/06/der-forderkreis-oder-was-wird-aus.html' title='Der Förderkreis oder was wird aus meiner Zukunft?'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8800395480956429875.post-6882849773341719852</id><published>2009-06-23T14:41:00.002+02:00</published><updated>2009-06-23T15:15:52.365+02:00</updated><title type='text'>Noch 65 Tage...</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: left; color: rgb(204, 51, 204);"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family: times new roman;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: times new roman;font-size:100%;" &gt;&lt;/span&gt;... und dann geht es um 9.20 Uhr vom Düsseldorf Flughafen in Richtung Nicaragua los. :)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da dachte ich, ich mache mein Abi und habe danach noch genug Zeit um einfach mal auf der faulen Haut zu liegen und das Dasein als frische Abiturientin zu genießen. Stattdessen befinde ich mich in einem beständigen Treiben. Es ist noch so viel zu erledigen. Die Vorbereitungen, die für 1 Jahr zu erledigen sind, nehmen doch viel Zeit in Anspruch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum mache ich das eigentlich?&lt;br /&gt;Eigentlich hatte ich vor, in der 11. Klasse für ein Jahr an einem Austausch teilzunehmen. Das ist dann aber an den fehlenden finanziellen Möglichkeiten gescheitert. Nun ermöglicht mir das Welthaus Bielefeld e.V. und das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung" einen weltwärts- Freiwilligendienst in Estelí.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Jahr fernab von Familie und Freunden und gewohnter Umgebung. Das erste Mal nicht wie gewohnt jeden Tag zur Schule gehen, sondern in einem Nichtregierungsprojekt arbeiten. Statt mit meiner Familie oder hiesigen zu lachen und zu streiten, werde ich in einer Gastfamilie leben, jeden Tag Spanisch sprechen und in eine neue Kultur eintauchen. Anstatt das Ruhrgebiet und Deutschland zu erkunden, werde ich ab dem 17. August in Nicaragua kennen lernen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung und jeder Tag steigert meine Neugierde und Aufregung, mit der ich der Zeit in Nicaragua entgegenfiebere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war´s dann erstmal fürs Erste.&lt;br /&gt;In den nächsten Blogs möchte ich über die spezifische Vorbereitung schreiben und mich und mein Leben etwas näher vorstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hasta muy pronto&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8800395480956429875-6882849773341719852?l=lauragoesnicaragua.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/feeds/6882849773341719852/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/06/noch-65-tage.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/6882849773341719852'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8800395480956429875/posts/default/6882849773341719852'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lauragoesnicaragua.blogspot.com/2009/06/noch-65-tage.html' title='Noch 65 Tage...'/><author><name>Laura</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12084195635686673283</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_KmLgTJ2GYIg/SkDMvv8bflI/AAAAAAAAAAY/MiIyjwS_Hws/S220/Bild.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
