Heute morgen habe ich zum ersten Mal Wäsche auf nicaraguanische Art und Weise gewaschen, das heißt mit Waschbrett und Seife etc. Rosita und Arlin, die mir das gezeigt haben, fanden das natürlich sehr witzig, ich habe mich am Anfang, für ihre Verhältnisse, bestimmt auch sehr dumm angestellt. In solchen Situationen fällt einem wieder einmal auf, wie luxuriös das Leben doch zuhause ist, mit einer Waschmaschine und einem Wäschetrockner. Handys hingegen sind hier keine Luxusartikel, eigentlich hat jeder eines.
Danach sind wir mit der ganzen Gruppe zum Wasserfall Estanzuela gelaufen, das war ein Fußmarsch von 1 ½ Stunden durch die Tageshitze über, im wahrsten Sinne des Wortes, Stock und Stein (in den Bergen bestehen die Wege aus viel Schutt und Erde). Der Wasserfall ist dafür aber um so schöner und beeindruckender. Angenehm still war es ebenfalls, denn dieser Ort wird von den Nicaraguanern zwar besucht, aber eher im Sommer und nicht im Winter. In einem größeren Becken kann man sehr schön schwimmen.
Auf dem Rückweg haben wir dann, Gott sei Dank, den Bus genommen, in unserem Barrio gibt es auch eine Eisdiele, in der Philipp, Henning und ich dann dankbar etwas Eiskaltes essen konnten, auch hier wurden wir dann von der jungen Eisverkäuferin angesprochen und haben über das Projekt und unsere Arbeit gesprochen, durch ein solches Interesse einzelner entstehen vielleicht bald einmal Freundschaften, was mich sehr freuen würde.
Abends gab es dann Besuch von Ruths Tochter, Yamni, die in Somoto arbeitet und Ruths Enkeln Marcel und Alejandro. Danach habe ich mich noch kurz mit meiner Freundin Lisa in einer Bar getroffen, ihr Gastbruder Jorge war auch dabei, später kam noch ein Bekannter von ihm mit einer Gitarre vorbei und er hat spanische und nicaraguanische Lieder gespielt. Auch mein Rückweg war sehr angenehm, Jorge hat mich mit seinem Motorrad nach Hause gefahren, wenn auch ohne Helm ;)
Unser Wachhund, der anfangs immer laut gebellt hat, ist mittlerweile an mein Kommen und Gehen gewöhnt und rastet nicht mehr vollkommen aus, wie am Anfang. Geht jemand am Haus vorbei oder hält ein Auto vor der Tür, wird er allerdings weiter aggressiv. Aber wie man hier sagt, perros que ladran no muedran. Hunde die bellen, beißen nicht.
Samstag, 29. August 2009
Sabado 22/08/09
Allmählich löst sich die anfängliche Scheu und Vorsicht und ich werde mehr und mehr zu einem Familienmitglied. Mit Arlin, einer Psychologiestudentin, konnte ich die Stadt erkunden. Durch ihre Anwesenheit halten sich die männlichen Nicaraguaner mit ihren Sprüchen etwas zurück, trotzdem erntet man als Ausländer viele Blicke.
An diesem Tag konnte ich mit Arlin viel Lachen, sie ist 22 Jahre alt und teilt meinen Humor, so dass es einfacher ist, sich kennenzulernen. Am Montag wollen wir beide dann zusammen zu einem Tanzkurs gehen.
Sie hat mir auch einen Laden gezeigt, in dem man gebrauchte Fahrräder kaufen kann, der Erlös kommt blinden Menschen zu Gute, die in der Werkstatt arbeiten und die Räder wieder herrichten.
In Estelí scheint es heute wieder alles im Überfluss zu geben, Schuhe und Kleidung im Überfluss, die neuen Sachen sind für nicaraguanische Verhältnisse allerdings sehr teuer, von daher gibt es auch viele Second Hand- Shops, die US-amerikanische Sachen verkaufen.
Und die sogenannten Tierärzte verkaufen ebenfalls kleine Hunde, denn Welpen sind sehr beliebt bei den Familien, wenn sie allerdings groß und schlecht erzogen sind, werden sie ausgesetzt und irren auf den Straßen herum. Ich hab den Fehler gemacht, auf Arlin zu hören und habe somit den Tierarzt gefragt, wie teuer so ein kleiner Welpe ist. Als ich das Gebäude betreten habe, fingen die Welpen in ihrem kleinen Käfig, der vielleicht 80 cm lang und 30 cm breit ist, an zu winseln und im Käfig herumzuspringen. Ein reinrassiger Cocker-Spaniel kostet 150 $. Und natürlich sind die beiden jeden Tag in diesem kleinen dreckigen Käfig und warten dort auf einen Besitzer.
Heute bin ich auch zum ersten Mal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren, hier gibt es sogar Musik im Bus, eigentlich ganz angenehm. Der Bus in die Stadt kostet drei Cordoba, 26 Cordoba sind 1 €. Eine Taxifahrt vom Zentrum nach Hause kostet umgerechnet weniger als 40 Cent. Im Vergleich dazu kostet Sonnencreme hier umgerechnet 6 €, aber das brauchen ja meist auch nur die Cheles, also Ausländer ;)
Eine andere erfreuliche Sache ist, dass meine Familie, insofern man es Familie nennen kann, sehr kritisch und gebildet ist. Am Anfang hat man uns zu vermitteln versucht, dass Diskussionen über Politik und Kirche relativ schwierig sind, da viele Nicaraguaner bedingungslos zu ihrem Land halten. Doch wir können hier offen diskutieren, wir reden über Missstände und über die Revolution.
Allmählich löst sich die anfängliche Scheu und Vorsicht und ich werde mehr und mehr zu einem Familienmitglied. Mit Arlin, einer Psychologiestudentin, konnte ich die Stadt erkunden. Durch ihre Anwesenheit halten sich die männlichen Nicaraguaner mit ihren Sprüchen etwas zurück, trotzdem erntet man als Ausländer viele Blicke.
An diesem Tag konnte ich mit Arlin viel Lachen, sie ist 22 Jahre alt und teilt meinen Humor, so dass es einfacher ist, sich kennenzulernen. Am Montag wollen wir beide dann zusammen zu einem Tanzkurs gehen.
Sie hat mir auch einen Laden gezeigt, in dem man gebrauchte Fahrräder kaufen kann, der Erlös kommt blinden Menschen zu Gute, die in der Werkstatt arbeiten und die Räder wieder herrichten.
In Estelí scheint es heute wieder alles im Überfluss zu geben, Schuhe und Kleidung im Überfluss, die neuen Sachen sind für nicaraguanische Verhältnisse allerdings sehr teuer, von daher gibt es auch viele Second Hand- Shops, die US-amerikanische Sachen verkaufen.
Und die sogenannten Tierärzte verkaufen ebenfalls kleine Hunde, denn Welpen sind sehr beliebt bei den Familien, wenn sie allerdings groß und schlecht erzogen sind, werden sie ausgesetzt und irren auf den Straßen herum. Ich hab den Fehler gemacht, auf Arlin zu hören und habe somit den Tierarzt gefragt, wie teuer so ein kleiner Welpe ist. Als ich das Gebäude betreten habe, fingen die Welpen in ihrem kleinen Käfig, der vielleicht 80 cm lang und 30 cm breit ist, an zu winseln und im Käfig herumzuspringen. Ein reinrassiger Cocker-Spaniel kostet 150 $. Und natürlich sind die beiden jeden Tag in diesem kleinen dreckigen Käfig und warten dort auf einen Besitzer.
Heute bin ich auch zum ersten Mal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren, hier gibt es sogar Musik im Bus, eigentlich ganz angenehm. Der Bus in die Stadt kostet drei Cordoba, 26 Cordoba sind 1 €. Eine Taxifahrt vom Zentrum nach Hause kostet umgerechnet weniger als 40 Cent. Im Vergleich dazu kostet Sonnencreme hier umgerechnet 6 €, aber das brauchen ja meist auch nur die Cheles, also Ausländer ;)
Eine andere erfreuliche Sache ist, dass meine Familie, insofern man es Familie nennen kann, sehr kritisch und gebildet ist. Am Anfang hat man uns zu vermitteln versucht, dass Diskussionen über Politik und Kirche relativ schwierig sind, da viele Nicaraguaner bedingungslos zu ihrem Land halten. Doch wir können hier offen diskutieren, wir reden über Missstände und über die Revolution.
Mittwoch, 26. August 2009
Freitag 21/08/09
Heute hatten wir zuallererst einen kleinen Sprachtest, um die Gruppen für die Sprachschule festzulegen. Bei den Los Pipitos werden Philipp, Lisa, Fabian, Lasse, Henning, Yamni und ich Unterricht erhalten. Ein Fehler war es aber, dass man uns zusammen in einen Raum an einem Tisch hat sitzen lassen, so das wir uns die ganze Zeit besprochen haben, was natürlich nicht Sinn der Sache war. Terry kam zwischendurch kurz rein, „kein schummeln“, aber es war ja schon fast unvermeidbar und hat nach unserer Methode auch wesentlich mehr Spaß gemacht.
Danach haben wir mit dem Mini- Bus eine Stadtrundfahrt der besonderen Art absolviert. Wir haben uns alle Projekte des Welthauses angeschaut, die es in Estelí gibt. So z.B. „Nuevo Amanecer“, dies ist ein neues Viertel, das nach den verheerenden Folgen von Hurricane Mitch aufgebaut wurde, oder aber neue Brücken über den Rio Estelí, da die alten Brücken vom Hurricane vollkommen zerstört waren, der ganze Norden der Stadt war vom Rest abgeschnitten. In der Stadt begegnen einem zwischendurch ebenfalls einige Häuser aus Backstein, für hier ist das eine Seltenheit, die Häuser der ärmeren Bevölkerung bestehen normalerweise nur aus Holz, teilweise wurde Zement benutzt und was allen Häusern gemeinsam ist, sind die Wellblechdächer. Vor einigen Jahren wurde ebenfalls ein Rundweg ums Bario Rosario angefertigt, damals hatte man sich erhofft, dieser Fußweg würde ebenfalls dazu führen, dass sich dort ein paar kleine Geschäfte ansiedeln, Eisdielen etc., das war nicht der Fall. Doch Terry sieht es realistisch und zugleich optimistisch, dieser Weg wird nun als Fußweg genutzt und manche nutzen ihn auch als Fahrradweg und auch das sei bereits ein Fortschritt. Hierbei sei zu erwähnen, dass die Nicaraguaner, wie auch die Costaricaner, sehr fußfaul sind, die Strecken lieber mit dem Taxi oder Autobus zurücklegen.
Aber das Highlight dieses Tages ist mit Sicherheit unser Abendprogramm, zuerst waren wir in einer angesagten Bar, danach sind wir im Semáforo gewesen, das ist eine Disko, die Ampel heißt.
Dort habe ich meinen nächsten kleinen Kulturschock erlebt- das Wort wird mich und euch noch ein wenig verfolgen- wir waren Zuschauer eines sehr interessanten und einmaligen Wettbewerbs, es war das Finale einer Michael Jackson- Tanzshow, die besten drei, darunter einer aus Estelí haben sich im Michael-Jackson-Imitieren gemessen. Sowas wäre in Deutschland, glaube ich zumindest, unvorstellbar, die drei haben natürlich auch ihm würdige Kleidung getragen und waren alle sehr gut. Doch es ist unvorstellbar, wie enthusiastisch und ausgelassen so ein Event gefeiert werden kann. Natürlich lässt man sich davon anstecken und feiert mit, vor allem Ronny aus Estelí- ein fast perfekter Doppelgänger, mit seinen langen Haaren, wobei eine Strähne ihm ins Gesicht fällt, dunkler Teint, eine Sonnenbrille, ein Sacko und ein weißer Handschuh etc. Lokalpatriotisch, wie die Nicaraguaner sind, hatte er den größten Fanclub, sogar mit Plakaten und kreischenden Mädchen („I love you Ronny“).
Dafür war dies aber auch die erste Möglichkeit, bei der ich tanzen konnte. Auch hier haben wir die Blicke auf uns gezogen, durch unsere riesigen blonden Jungs und uns, so dass es hier zum ersten interkulturellen Austausch kam, weil die Mädchen sich zu uns gesellt haben, anfangs schüchtern, aber dann gab es ausgelassenes Gelächter und Scherze.Eigentlich wollte ich zu diesem Michael- Jackson- Kult gar nicht hingehen und habe mir gedacht, wie verrückt und wie albern so ein Tanzwettbewerb doch ist, letztendlich bin ich sehr froh, dass ich dorthin gegangen bin.
Heute hatten wir zuallererst einen kleinen Sprachtest, um die Gruppen für die Sprachschule festzulegen. Bei den Los Pipitos werden Philipp, Lisa, Fabian, Lasse, Henning, Yamni und ich Unterricht erhalten. Ein Fehler war es aber, dass man uns zusammen in einen Raum an einem Tisch hat sitzen lassen, so das wir uns die ganze Zeit besprochen haben, was natürlich nicht Sinn der Sache war. Terry kam zwischendurch kurz rein, „kein schummeln“, aber es war ja schon fast unvermeidbar und hat nach unserer Methode auch wesentlich mehr Spaß gemacht.
Danach haben wir mit dem Mini- Bus eine Stadtrundfahrt der besonderen Art absolviert. Wir haben uns alle Projekte des Welthauses angeschaut, die es in Estelí gibt. So z.B. „Nuevo Amanecer“, dies ist ein neues Viertel, das nach den verheerenden Folgen von Hurricane Mitch aufgebaut wurde, oder aber neue Brücken über den Rio Estelí, da die alten Brücken vom Hurricane vollkommen zerstört waren, der ganze Norden der Stadt war vom Rest abgeschnitten. In der Stadt begegnen einem zwischendurch ebenfalls einige Häuser aus Backstein, für hier ist das eine Seltenheit, die Häuser der ärmeren Bevölkerung bestehen normalerweise nur aus Holz, teilweise wurde Zement benutzt und was allen Häusern gemeinsam ist, sind die Wellblechdächer. Vor einigen Jahren wurde ebenfalls ein Rundweg ums Bario Rosario angefertigt, damals hatte man sich erhofft, dieser Fußweg würde ebenfalls dazu führen, dass sich dort ein paar kleine Geschäfte ansiedeln, Eisdielen etc., das war nicht der Fall. Doch Terry sieht es realistisch und zugleich optimistisch, dieser Weg wird nun als Fußweg genutzt und manche nutzen ihn auch als Fahrradweg und auch das sei bereits ein Fortschritt. Hierbei sei zu erwähnen, dass die Nicaraguaner, wie auch die Costaricaner, sehr fußfaul sind, die Strecken lieber mit dem Taxi oder Autobus zurücklegen.
Aber das Highlight dieses Tages ist mit Sicherheit unser Abendprogramm, zuerst waren wir in einer angesagten Bar, danach sind wir im Semáforo gewesen, das ist eine Disko, die Ampel heißt.
Dort habe ich meinen nächsten kleinen Kulturschock erlebt- das Wort wird mich und euch noch ein wenig verfolgen- wir waren Zuschauer eines sehr interessanten und einmaligen Wettbewerbs, es war das Finale einer Michael Jackson- Tanzshow, die besten drei, darunter einer aus Estelí haben sich im Michael-Jackson-Imitieren gemessen. Sowas wäre in Deutschland, glaube ich zumindest, unvorstellbar, die drei haben natürlich auch ihm würdige Kleidung getragen und waren alle sehr gut. Doch es ist unvorstellbar, wie enthusiastisch und ausgelassen so ein Event gefeiert werden kann. Natürlich lässt man sich davon anstecken und feiert mit, vor allem Ronny aus Estelí- ein fast perfekter Doppelgänger, mit seinen langen Haaren, wobei eine Strähne ihm ins Gesicht fällt, dunkler Teint, eine Sonnenbrille, ein Sacko und ein weißer Handschuh etc. Lokalpatriotisch, wie die Nicaraguaner sind, hatte er den größten Fanclub, sogar mit Plakaten und kreischenden Mädchen („I love you Ronny“).
Dafür war dies aber auch die erste Möglichkeit, bei der ich tanzen konnte. Auch hier haben wir die Blicke auf uns gezogen, durch unsere riesigen blonden Jungs und uns, so dass es hier zum ersten interkulturellen Austausch kam, weil die Mädchen sich zu uns gesellt haben, anfangs schüchtern, aber dann gab es ausgelassenes Gelächter und Scherze.Eigentlich wollte ich zu diesem Michael- Jackson- Kult gar nicht hingehen und habe mir gedacht, wie verrückt und wie albern so ein Tanzwettbewerb doch ist, letztendlich bin ich sehr froh, dass ich dorthin gegangen bin.
Die ersten Tage
17/08/09 – 20/08/09 Meine ersten Tage in Nicaragua waren durchaus sehr chaotisch. Ich möchte hier nur eine kleine Zusammenfassung geben, denn ich bin von den ganzen neuen Eindrücken eher erschlagen worden.
Zu meiner Familie: Am Anfang habe ich noch mit Henning zusammen in „meinem“ Haus gelebt, das war für die Eingewöhnung sehr angenehm. Natürlich durfte ich bereits mehrmals die Erfahrung machen, wie es ist, ohne Wasser auskommen zu müssen. Wenn in einem bestimmten Barrio, wo das Elektrizitätswerk ist, der Strom ausfällt, gibt es in meinem Barrio, dem Barrio Rosario auch kein Wasser, da die Wasserbeförderung elektrisch betrieben wird, so wurde es mir erklärt.
Eigentlich musste ich mich nur in wenigen Dingen wirklich anpassen, die Lebensqualität in meinem Haus ist sehr hoch, wir haben Internet, zwei Computer, Telefon, Fernsehen, mehrere Duschen, viele Zimmer, einen kleinen Garten und ein Atrium, d.h., Küche, Esszimmer und Wohnzimmer sind in einem Raum, aber von allen Seiten offen, es gibt keine Türen und Fenster, das ist sehr angenehm, da so immer ein kühler Wind durch diesen Raum weht. Im Gegensatz dazu ist mein Zimmer ein kleiner Käfig, es gibt ein Bett und einen Schrank und ein Moskitonetz, was für mich überlebenswichtig ist, die Temperatur in meinem Zimmer liegt, trotz Fenster, konstant bei 28 oder 29 Grad, da freue ich mich schon auf den Sommer.
Allgemein muss ich aber sagen, dass ich in einem sehr reichen und gebildeten Haushalt lebe, das ermöglicht mir zwar auf der einen Seite, viele tolle Gespräche führen zu können, Privatsphäre zu haben, auf der anderen Seite ist das nicht wirklich das typische nicaraguanische Leben.
Das Wetter: Trotz der Regenzeit ist es eigentlich konstant schön und warm, schön heißt so viel wie, es scheint ständig die Sonne, bis auf einige wenige Minuten am Tag, wenn es mal etwas regnet. In Costa Rica war die Regenzeit dafür wesentlich schlimmer.
Ungewöhnlich für mich, ich stehe jeden morgen um spätestens 7 Uhr auf, das Leben beginnt eigentlich schon um 6 Uhr, dann ist es noch nicht so heiß, aber schon hell, abends falle ich eigentlich immer totmüde ins Bett, meist schon um 9 Uhr. Zuhause wäre das unvorstellbar, nicht wahr Mama??
Die Woche bestand des weiteren aus vielen Informationen, über unsere Arbeit, das Projekt, Verhaltensregeln usw. An einem Tag sind wir durch die Stadt gelaufen, um uns ein wenig zu orientieren, wo es eine gute Apotheke gibt, wo die deutsche Ärztin ihre Praxis hat, einige Orte, wo junge Leute in unserem Alter sich aufhalten, z.B. in der Casa de la Cultura, dort arbeiten Künstler, Maler, Musiker oder Theatergruppen.
Häufig erntet man schiefe Blicke, eine Gruppe von 15 Cheles fällt doch schon stark auf. Cheles, das sind im Allgemeinen Ausländer, kommt man dann mal mit den Estelíanern ins Gespräch und erwähnt, dass man für ein Jahr bleibt und nicht nur für einige Wochen, ändert sich die Stimmung schlagartig, aus anfänglicher Skepsis entwickelt sich Neugierde für unsere Arbeit und wir werden Willkommen geheißen.
Ein Kulturschock ist sicherlich auch der Verkehr, es gibt da wohl einige Regeln, aber die müssen nicht unbedingt eingehalten werden, wenn man fahren will, hupt man, für Fußgänger wird nicht gebremst, zwischen riesigen amerikanischen Schulbussen und verrückten Taxifahrern und anderen Autos drängen sich Fahrräder und manchmal Cowboys auf ihren Pferden. Es gibt in Estelí sogar Ampeln, allerdings nur ca. 2 Stück am Parque Central.
Das Essen hingegen ist super, auch hier ist meine Familie sehr bewusst, es gibt einen Wochenplan, auf dem festgehalten ist, was es wann zu Essen gibt, dadurch habe ich schon viele typische Gerichte kennen gelernt. Tortillas, aber auch Tamales, eine etwas klebrige, süße Maismasse, Reis mit Bohnen oder Bohnen mit Reis (Gallo Pinto), es gibt jeden Tag verschiedene Fruchtsäfte, Maracuja, Pitaya, Limone.
Aber an was ich mich am meisten gewöhnen muss, ist unsere Haushälterin Rosita, ich bin es nicht gewöhnt, dass man mir das Essen serviert und mir zu Trinken eingießt, oder das Zimmer putzt. In den ersten Tagen haben Henning und ich immer den Tisch gedeckt oder das Geschirr abgetrocknet, aber Rosita wehrt sich dagegen, sie habe ja sonst keine Arbeit mehr. Sie ist 24 Stunden in unserem Haus, ihre Familie und ihre Kinder leben in einem anderen Ort. Ihre 18-jährige Tochter hat bereits ein kleines Kind und kümmert sich gleichzeitig noch um ihre jüngeren Geschwister und ihre Großmutter, die 76 Jahre alt ist. Im Moment ist es teilweise noch relativ schwierig Rosita zu verstehen, sie spricht sehr schnell und undeutlich, aber das wird sich mit der Zeit hoffentlich auch ändern. Als wir einmal am Tisch saßen, haben wir über Bildung und Schule geredet, Rosita sagt selbst von sich, dass sie nicht weiter lernen und studieren wollte, das mache ihr keinen Spaß und sei langweilig, sie koche lieber und arbeite.
Arlin z.B. hat auch schon mit 11 Jahren gearbeitet, um für die Familie Geld zu verdienen, sie ist dann aber auch durch die Hilfe von INPRHU, die Organisation, in der ich bald arbeiten werde, schließlich zur Schule gegangen, hat hier in diesem Haus als Haushälterin gearbeitet, um weiter Geld zu verdienen, und jetzt ist sie schon bald mit ihrem Studium fertig.
Meine Gastmutter ist leider aufgrund ihrer Arbeit viel unterwegs, aber wenn sie da ist, haben wir interessante Gespräche.
Zu meiner Familie: Am Anfang habe ich noch mit Henning zusammen in „meinem“ Haus gelebt, das war für die Eingewöhnung sehr angenehm. Natürlich durfte ich bereits mehrmals die Erfahrung machen, wie es ist, ohne Wasser auskommen zu müssen. Wenn in einem bestimmten Barrio, wo das Elektrizitätswerk ist, der Strom ausfällt, gibt es in meinem Barrio, dem Barrio Rosario auch kein Wasser, da die Wasserbeförderung elektrisch betrieben wird, so wurde es mir erklärt.
Eigentlich musste ich mich nur in wenigen Dingen wirklich anpassen, die Lebensqualität in meinem Haus ist sehr hoch, wir haben Internet, zwei Computer, Telefon, Fernsehen, mehrere Duschen, viele Zimmer, einen kleinen Garten und ein Atrium, d.h., Küche, Esszimmer und Wohnzimmer sind in einem Raum, aber von allen Seiten offen, es gibt keine Türen und Fenster, das ist sehr angenehm, da so immer ein kühler Wind durch diesen Raum weht. Im Gegensatz dazu ist mein Zimmer ein kleiner Käfig, es gibt ein Bett und einen Schrank und ein Moskitonetz, was für mich überlebenswichtig ist, die Temperatur in meinem Zimmer liegt, trotz Fenster, konstant bei 28 oder 29 Grad, da freue ich mich schon auf den Sommer.
Allgemein muss ich aber sagen, dass ich in einem sehr reichen und gebildeten Haushalt lebe, das ermöglicht mir zwar auf der einen Seite, viele tolle Gespräche führen zu können, Privatsphäre zu haben, auf der anderen Seite ist das nicht wirklich das typische nicaraguanische Leben.
Das Wetter: Trotz der Regenzeit ist es eigentlich konstant schön und warm, schön heißt so viel wie, es scheint ständig die Sonne, bis auf einige wenige Minuten am Tag, wenn es mal etwas regnet. In Costa Rica war die Regenzeit dafür wesentlich schlimmer.
Ungewöhnlich für mich, ich stehe jeden morgen um spätestens 7 Uhr auf, das Leben beginnt eigentlich schon um 6 Uhr, dann ist es noch nicht so heiß, aber schon hell, abends falle ich eigentlich immer totmüde ins Bett, meist schon um 9 Uhr. Zuhause wäre das unvorstellbar, nicht wahr Mama??
Die Woche bestand des weiteren aus vielen Informationen, über unsere Arbeit, das Projekt, Verhaltensregeln usw. An einem Tag sind wir durch die Stadt gelaufen, um uns ein wenig zu orientieren, wo es eine gute Apotheke gibt, wo die deutsche Ärztin ihre Praxis hat, einige Orte, wo junge Leute in unserem Alter sich aufhalten, z.B. in der Casa de la Cultura, dort arbeiten Künstler, Maler, Musiker oder Theatergruppen.
Häufig erntet man schiefe Blicke, eine Gruppe von 15 Cheles fällt doch schon stark auf. Cheles, das sind im Allgemeinen Ausländer, kommt man dann mal mit den Estelíanern ins Gespräch und erwähnt, dass man für ein Jahr bleibt und nicht nur für einige Wochen, ändert sich die Stimmung schlagartig, aus anfänglicher Skepsis entwickelt sich Neugierde für unsere Arbeit und wir werden Willkommen geheißen.
Ein Kulturschock ist sicherlich auch der Verkehr, es gibt da wohl einige Regeln, aber die müssen nicht unbedingt eingehalten werden, wenn man fahren will, hupt man, für Fußgänger wird nicht gebremst, zwischen riesigen amerikanischen Schulbussen und verrückten Taxifahrern und anderen Autos drängen sich Fahrräder und manchmal Cowboys auf ihren Pferden. Es gibt in Estelí sogar Ampeln, allerdings nur ca. 2 Stück am Parque Central.
Das Essen hingegen ist super, auch hier ist meine Familie sehr bewusst, es gibt einen Wochenplan, auf dem festgehalten ist, was es wann zu Essen gibt, dadurch habe ich schon viele typische Gerichte kennen gelernt. Tortillas, aber auch Tamales, eine etwas klebrige, süße Maismasse, Reis mit Bohnen oder Bohnen mit Reis (Gallo Pinto), es gibt jeden Tag verschiedene Fruchtsäfte, Maracuja, Pitaya, Limone.
Aber an was ich mich am meisten gewöhnen muss, ist unsere Haushälterin Rosita, ich bin es nicht gewöhnt, dass man mir das Essen serviert und mir zu Trinken eingießt, oder das Zimmer putzt. In den ersten Tagen haben Henning und ich immer den Tisch gedeckt oder das Geschirr abgetrocknet, aber Rosita wehrt sich dagegen, sie habe ja sonst keine Arbeit mehr. Sie ist 24 Stunden in unserem Haus, ihre Familie und ihre Kinder leben in einem anderen Ort. Ihre 18-jährige Tochter hat bereits ein kleines Kind und kümmert sich gleichzeitig noch um ihre jüngeren Geschwister und ihre Großmutter, die 76 Jahre alt ist. Im Moment ist es teilweise noch relativ schwierig Rosita zu verstehen, sie spricht sehr schnell und undeutlich, aber das wird sich mit der Zeit hoffentlich auch ändern. Als wir einmal am Tisch saßen, haben wir über Bildung und Schule geredet, Rosita sagt selbst von sich, dass sie nicht weiter lernen und studieren wollte, das mache ihr keinen Spaß und sei langweilig, sie koche lieber und arbeite.
Arlin z.B. hat auch schon mit 11 Jahren gearbeitet, um für die Familie Geld zu verdienen, sie ist dann aber auch durch die Hilfe von INPRHU, die Organisation, in der ich bald arbeiten werde, schließlich zur Schule gegangen, hat hier in diesem Haus als Haushälterin gearbeitet, um weiter Geld zu verdienen, und jetzt ist sie schon bald mit ihrem Studium fertig.
Meine Gastmutter ist leider aufgrund ihrer Arbeit viel unterwegs, aber wenn sie da ist, haben wir interessante Gespräche.
Mittwoch, 19. August 2009
Managua- Estelí
Hooolaaa :)
Nun bin ich in Estelí und sitze gerade am Computer meiner Gastmutter. Sie ist Anwaeltin, arbeitet aber derweil an einem nationalen Projekt fuer die Regierung ueber Geschlechterfragen.
Und ja, ich habe in meiner Familie Internet ;) In den folgenden Tagen, wenn wir uns naeher kennen gelernt haben, werde ich mehr berichten, jetzt ist gerade Eingewoehnungsphase.
Gestern Abend sind wir hier angekommen, nachdem wir uns die Hauptstadt Managua kurz angeschaut haben.
Leider wurde die Stadt nach einem grossen Erdbeben komplett zerstoert, allerdings hat es die alte Kathedrale ueberlebt, ein altes schoenes Bauwerk inmitten von neuen haesslichen Gebaeuden. Und im Viertel "Managua antigua" stehen auch noch ein paar Ruinen, halb zerfallene Haeuser, in denen wieder Menschen leben. Das erinnert ein wenig an den ehemaligen Osten kurz nach dem Mauerfall, nur mit dem Unterschied, dass daneben keine neuen, schicken Haeuser gebaut werden, sondern Wellblechhuetten. Terry, unser Betreuer aus Estelí, sagte, dies sei das gefaehrlichste Viertel des ganzen Landes, Managua sei aber im Vergleich zu anderen latein- und suedamerikanischen Hauptstaedten die sicherste. Na dann ;)
Aber wir wissen nun, dass wir dort niemals zu Fuss langlaufen sollten.
Davor haben wir ueppig in einem der besten Hotels Managuas gefruehstueckt, die Wahl viel auf das Best Western "Mercedes", weil es sehr nah am Flughafen ist und wir mit Verspaetung in Managua angekommen sind. Ich bin um 5.30 morgens aufgewacht und habe erst einmal alleine die Hotelanlage erkundet und war im Pool schwimmen. :) Man koennte sagen, ein perfekter Einstieg in Nicaragua. Das war natuerlich Luxus pur, den wir so nicht mehr erleben werden.
Beim Fruehstueck haben wir dann auch den Hotel-Besitzer/Manager kennen gelernt, der uns unbedingt treffen wollte, wir sassen dann mit ihm an einem Tisch und haben ein wenig ueber unseren Aufenthalt gequatscht. Peter Clarke war auch anwesend, er ist der Zustaendige fuer die ganzen Partnerstaedte.
Waehrend der Reise nach Estelí mussten wir ueber zahlreiche Berge, unser kleiner Bus, natuerlich vollkommen ueberladen mit den ganzen Gepaeckstuecken, hat sich mit 20 km/h und im ersten Gang ueber diese Berge gequaelt. Zwischendurch hat man sich wie in Indien gefuehlt, da staendig Kuehe ueber die Strasse gelaufen sind. Eine wurde dann auch prompt von einem Riesen-Truck angefahren.
Ein Thema, dass man auch nicht uebersehen kann, ist die Armut. Vor allem Kinder umlagern einen sofort, wollen einem geflochtene Palmblaetter "schenken", nimmt man sie an, wollen sie ein paar Dollar haben.
Das war es erstmal fuers Erste, ich koennte noch wesentlich mehr berichten, habe aber keine Zeit. Bis bald :) Mit neuen Geschichten aus Nicaragua
Nun bin ich in Estelí und sitze gerade am Computer meiner Gastmutter. Sie ist Anwaeltin, arbeitet aber derweil an einem nationalen Projekt fuer die Regierung ueber Geschlechterfragen.
Und ja, ich habe in meiner Familie Internet ;) In den folgenden Tagen, wenn wir uns naeher kennen gelernt haben, werde ich mehr berichten, jetzt ist gerade Eingewoehnungsphase.
Gestern Abend sind wir hier angekommen, nachdem wir uns die Hauptstadt Managua kurz angeschaut haben.
Leider wurde die Stadt nach einem grossen Erdbeben komplett zerstoert, allerdings hat es die alte Kathedrale ueberlebt, ein altes schoenes Bauwerk inmitten von neuen haesslichen Gebaeuden. Und im Viertel "Managua antigua" stehen auch noch ein paar Ruinen, halb zerfallene Haeuser, in denen wieder Menschen leben. Das erinnert ein wenig an den ehemaligen Osten kurz nach dem Mauerfall, nur mit dem Unterschied, dass daneben keine neuen, schicken Haeuser gebaut werden, sondern Wellblechhuetten. Terry, unser Betreuer aus Estelí, sagte, dies sei das gefaehrlichste Viertel des ganzen Landes, Managua sei aber im Vergleich zu anderen latein- und suedamerikanischen Hauptstaedten die sicherste. Na dann ;)
Aber wir wissen nun, dass wir dort niemals zu Fuss langlaufen sollten.
Davor haben wir ueppig in einem der besten Hotels Managuas gefruehstueckt, die Wahl viel auf das Best Western "Mercedes", weil es sehr nah am Flughafen ist und wir mit Verspaetung in Managua angekommen sind. Ich bin um 5.30 morgens aufgewacht und habe erst einmal alleine die Hotelanlage erkundet und war im Pool schwimmen. :) Man koennte sagen, ein perfekter Einstieg in Nicaragua. Das war natuerlich Luxus pur, den wir so nicht mehr erleben werden.
Beim Fruehstueck haben wir dann auch den Hotel-Besitzer/Manager kennen gelernt, der uns unbedingt treffen wollte, wir sassen dann mit ihm an einem Tisch und haben ein wenig ueber unseren Aufenthalt gequatscht. Peter Clarke war auch anwesend, er ist der Zustaendige fuer die ganzen Partnerstaedte.
Waehrend der Reise nach Estelí mussten wir ueber zahlreiche Berge, unser kleiner Bus, natuerlich vollkommen ueberladen mit den ganzen Gepaeckstuecken, hat sich mit 20 km/h und im ersten Gang ueber diese Berge gequaelt. Zwischendurch hat man sich wie in Indien gefuehlt, da staendig Kuehe ueber die Strasse gelaufen sind. Eine wurde dann auch prompt von einem Riesen-Truck angefahren.
Ein Thema, dass man auch nicht uebersehen kann, ist die Armut. Vor allem Kinder umlagern einen sofort, wollen einem geflochtene Palmblaetter "schenken", nimmt man sie an, wollen sie ein paar Dollar haben.
Das war es erstmal fuers Erste, ich koennte noch wesentlich mehr berichten, habe aber keine Zeit. Bis bald :) Mit neuen Geschichten aus Nicaragua
Montag, 17. August 2009
Und so schnell kanns gehen.
Wir befinden uns jetzt gerade auf US-amerikanischem Boden in Atlanta, haben noch ein wenig Aufenthalt und dann gehts endlich weiter nach Managua.
Am Flughafen sind einige Tränen geflossen. Im Moment befindet man sich in einem Gefühlswirrwarr, zwischen Neugierde und Freude, aber auch zwischen Angst und erstem "Heimweh", hat man doch so einige zurückgelassen.
Irgendwie kommt es einem noch so vor, wie ein kurzer Urlaub, dass es nun tatsächlich ein Jahr sein wird, ist doch irgendwie unvorstellbar.
Die nächsten Nachrichten kommen dann aus Nicaragua :)
Liebe Grüße an alle und viele Küsse.
Am Flughafen sind einige Tränen geflossen. Im Moment befindet man sich in einem Gefühlswirrwarr, zwischen Neugierde und Freude, aber auch zwischen Angst und erstem "Heimweh", hat man doch so einige zurückgelassen.
Irgendwie kommt es einem noch so vor, wie ein kurzer Urlaub, dass es nun tatsächlich ein Jahr sein wird, ist doch irgendwie unvorstellbar.
Die nächsten Nachrichten kommen dann aus Nicaragua :)
Liebe Grüße an alle und viele Küsse.
Sonntag, 16. August 2009
Die letzten Stunden...
Sonntag, der 16.2009.
Das ist mein letzter Abend in Deutschland... und ich habe nichts besseres zu tun, als einen Blog zu schreiben! Nein, eigentlich schon.
Ab morgen werde ich mich nun für ein Jahr aus Nicaragua melden. Am vergangenen Freitag haben wir noch schnell die ersten Infos über unsere Gastfamilien erhalten und ich glaube, ich habe es ganz gut getroffen. Meine Gastmutter ist Rechtsanwältin für Gender-Fragen, Gleichberechtigung etc. DAS trifft sich ganz gut, so dass wir bestimmt einige lange Gespräche führen werden.
Ganz nebenbei: Ich höre gerade Radio Latina und dort läuft gerade Azul von Christian Castro. Das verbinde ich ganz stark mit den wichtigsten Wochen meines Leben. Wenn das nicht ein Omen ist, schließlich war ich die letzten Jahre bei meinen Schildkröten in Costa Rica, dort wurde in der "Bar" immer dies Lied gespielt und wir haben dazu Merengue getanzt. Dieses Lied wurde allerdings jedes Mal in der Bar gespielt, es gab eigentlich auch nur eine CD mit Musik :)
Achja, aber eigentlich sollte ich mir über andere Dinge Gedanken machen, z.B.: Habe ich alles eingepackt? Habe ich nicht vielleicht zu viel eingepackt? Habe ich wichtige Unterlagen vergessen? usw.
Das ich genau über diese Dinge nicht nachdenke, wird wahrscheinlich damit zu tun haben, dass ich noch immer nicht wirklich das Gefühl habe, morgen um 9.20, voraussichtlich, auf die Startbahn zu rollen und in Richtung Atlanta abhebe.
Bis um 22 Uhr waren noch vier Freunde bei mir, die ich alle ganz schrecklich vermissen werde, aber auch während dieser Zeit hatte ich nicht das Gefühl, ich würde sie verlassen. Ganz komisch alles.
Naja. Nun wird weiter gepackt und den nächsten Eintrag gibt es dann aus Nicaragua :)
Das ist mein letzter Abend in Deutschland... und ich habe nichts besseres zu tun, als einen Blog zu schreiben! Nein, eigentlich schon.
Ab morgen werde ich mich nun für ein Jahr aus Nicaragua melden. Am vergangenen Freitag haben wir noch schnell die ersten Infos über unsere Gastfamilien erhalten und ich glaube, ich habe es ganz gut getroffen. Meine Gastmutter ist Rechtsanwältin für Gender-Fragen, Gleichberechtigung etc. DAS trifft sich ganz gut, so dass wir bestimmt einige lange Gespräche führen werden.
Ganz nebenbei: Ich höre gerade Radio Latina und dort läuft gerade Azul von Christian Castro. Das verbinde ich ganz stark mit den wichtigsten Wochen meines Leben. Wenn das nicht ein Omen ist, schließlich war ich die letzten Jahre bei meinen Schildkröten in Costa Rica, dort wurde in der "Bar" immer dies Lied gespielt und wir haben dazu Merengue getanzt. Dieses Lied wurde allerdings jedes Mal in der Bar gespielt, es gab eigentlich auch nur eine CD mit Musik :)
Achja, aber eigentlich sollte ich mir über andere Dinge Gedanken machen, z.B.: Habe ich alles eingepackt? Habe ich nicht vielleicht zu viel eingepackt? Habe ich wichtige Unterlagen vergessen? usw.
Das ich genau über diese Dinge nicht nachdenke, wird wahrscheinlich damit zu tun haben, dass ich noch immer nicht wirklich das Gefühl habe, morgen um 9.20, voraussichtlich, auf die Startbahn zu rollen und in Richtung Atlanta abhebe.
Bis um 22 Uhr waren noch vier Freunde bei mir, die ich alle ganz schrecklich vermissen werde, aber auch während dieser Zeit hatte ich nicht das Gefühl, ich würde sie verlassen. Ganz komisch alles.
Naja. Nun wird weiter gepackt und den nächsten Eintrag gibt es dann aus Nicaragua :)
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