Mittwoch, 19. August 2009

Managua- Estelí

Hooolaaa :)

Nun bin ich in Estelí und sitze gerade am Computer meiner Gastmutter. Sie ist Anwaeltin, arbeitet aber derweil an einem nationalen Projekt fuer die Regierung ueber Geschlechterfragen.
Und ja, ich habe in meiner Familie Internet ;) In den folgenden Tagen, wenn wir uns naeher kennen gelernt haben, werde ich mehr berichten, jetzt ist gerade Eingewoehnungsphase.

Gestern Abend sind wir hier angekommen, nachdem wir uns die Hauptstadt Managua kurz angeschaut haben.
Leider wurde die Stadt nach einem grossen Erdbeben komplett zerstoert, allerdings hat es die alte Kathedrale ueberlebt, ein altes schoenes Bauwerk inmitten von neuen haesslichen Gebaeuden. Und im Viertel "Managua antigua" stehen auch noch ein paar Ruinen, halb zerfallene Haeuser, in denen wieder Menschen leben. Das erinnert ein wenig an den ehemaligen Osten kurz nach dem Mauerfall, nur mit dem Unterschied, dass daneben keine neuen, schicken Haeuser gebaut werden, sondern Wellblechhuetten. Terry, unser Betreuer aus Estelí, sagte, dies sei das gefaehrlichste Viertel des ganzen Landes, Managua sei aber im Vergleich zu anderen latein- und suedamerikanischen Hauptstaedten die sicherste. Na dann ;)
Aber wir wissen nun, dass wir dort niemals zu Fuss langlaufen sollten.

Davor haben wir ueppig in einem der besten Hotels Managuas gefruehstueckt, die Wahl viel auf das Best Western "Mercedes", weil es sehr nah am Flughafen ist und wir mit Verspaetung in Managua angekommen sind. Ich bin um 5.30 morgens aufgewacht und habe erst einmal alleine die Hotelanlage erkundet und war im Pool schwimmen. :) Man koennte sagen, ein perfekter Einstieg in Nicaragua. Das war natuerlich Luxus pur, den wir so nicht mehr erleben werden.
Beim Fruehstueck haben wir dann auch den Hotel-Besitzer/Manager kennen gelernt, der uns unbedingt treffen wollte, wir sassen dann mit ihm an einem Tisch und haben ein wenig ueber unseren Aufenthalt gequatscht. Peter Clarke war auch anwesend, er ist der Zustaendige fuer die ganzen Partnerstaedte.

Waehrend der Reise nach Estelí mussten wir ueber zahlreiche Berge, unser kleiner Bus, natuerlich vollkommen ueberladen mit den ganzen Gepaeckstuecken, hat sich mit 20 km/h und im ersten Gang ueber diese Berge gequaelt. Zwischendurch hat man sich wie in Indien gefuehlt, da staendig Kuehe ueber die Strasse gelaufen sind. Eine wurde dann auch prompt von einem Riesen-Truck angefahren.

Ein Thema, dass man auch nicht uebersehen kann, ist die Armut. Vor allem Kinder umlagern einen sofort, wollen einem geflochtene Palmblaetter "schenken", nimmt man sie an, wollen sie ein paar Dollar haben.

Das war es erstmal fuers Erste, ich koennte noch wesentlich mehr berichten, habe aber keine Zeit. Bis bald :) Mit neuen Geschichten aus Nicaragua

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