Heute morgen habe ich zum ersten Mal Wäsche auf nicaraguanische Art und Weise gewaschen, das heißt mit Waschbrett und Seife etc. Rosita und Arlin, die mir das gezeigt haben, fanden das natürlich sehr witzig, ich habe mich am Anfang, für ihre Verhältnisse, bestimmt auch sehr dumm angestellt. In solchen Situationen fällt einem wieder einmal auf, wie luxuriös das Leben doch zuhause ist, mit einer Waschmaschine und einem Wäschetrockner. Handys hingegen sind hier keine Luxusartikel, eigentlich hat jeder eines.
Danach sind wir mit der ganzen Gruppe zum Wasserfall Estanzuela gelaufen, das war ein Fußmarsch von 1 ½ Stunden durch die Tageshitze über, im wahrsten Sinne des Wortes, Stock und Stein (in den Bergen bestehen die Wege aus viel Schutt und Erde). Der Wasserfall ist dafür aber um so schöner und beeindruckender. Angenehm still war es ebenfalls, denn dieser Ort wird von den Nicaraguanern zwar besucht, aber eher im Sommer und nicht im Winter. In einem größeren Becken kann man sehr schön schwimmen.
Auf dem Rückweg haben wir dann, Gott sei Dank, den Bus genommen, in unserem Barrio gibt es auch eine Eisdiele, in der Philipp, Henning und ich dann dankbar etwas Eiskaltes essen konnten, auch hier wurden wir dann von der jungen Eisverkäuferin angesprochen und haben über das Projekt und unsere Arbeit gesprochen, durch ein solches Interesse einzelner entstehen vielleicht bald einmal Freundschaften, was mich sehr freuen würde.
Abends gab es dann Besuch von Ruths Tochter, Yamni, die in Somoto arbeitet und Ruths Enkeln Marcel und Alejandro. Danach habe ich mich noch kurz mit meiner Freundin Lisa in einer Bar getroffen, ihr Gastbruder Jorge war auch dabei, später kam noch ein Bekannter von ihm mit einer Gitarre vorbei und er hat spanische und nicaraguanische Lieder gespielt. Auch mein Rückweg war sehr angenehm, Jorge hat mich mit seinem Motorrad nach Hause gefahren, wenn auch ohne Helm ;)
Unser Wachhund, der anfangs immer laut gebellt hat, ist mittlerweile an mein Kommen und Gehen gewöhnt und rastet nicht mehr vollkommen aus, wie am Anfang. Geht jemand am Haus vorbei oder hält ein Auto vor der Tür, wird er allerdings weiter aggressiv. Aber wie man hier sagt, perros que ladran no muedran. Hunde die bellen, beißen nicht.
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lass mal wieder von dir hören herzchen! ;)
AntwortenLöschenkuss