Mittwoch, 24. Juni 2009

Der Förderkreis oder was wird aus meiner Zukunft?

Heute war ein durchaus erfolgreicher Tag. :)

Das frühe Aufstehen aus "damaligen Schulzeiten" habe ich aber irgendwie schon verlernt.

Trotz allem kam ich gegen 10:30 an meiner ehemaligen Schule an, vollkommen verschwitzt vom Fahrradfahren. ;)
(Zahlreiche Lehrer hatten den Eindruck, ich könne mich einfach nicht von meiner Schule lösen. In mancher Hinsicht mag das so sein. Schließlich hat sie mein Leben nun so lange dominiert.)

Diesmal ging es aber darum, Förderer und Freunde zu suchen, die Mitglied meines Förderkreises werden und mich finanziell unterstützen. Da das BMZ nur 75% der Gesamtkosten trägt, bin ich angehalten, mir Unterstützer zu suchen. Diese erhalten dann im Austausch Berichte über meine Arbeit und meine Erfahrungen und nehmen dadurch an meinem Leben in Nicaragua teil. So soll meine Arbeit und der entwicklungspolitische Freiwilligendienst an sich, einer breiteren Masse zugänglich gemacht werden.

Mein ehemaliger Philosophie-Lehrer, als auch mein Deutsch-LK-Lehrer waren von Anfang an sehr interessiert.
Es entwickelte sich sogar eine regelrechte Diskussion über die jetztigen politischen Verhältnisse, als auch über Freiwilligendienste an sich, v.A. in Hinsicht auf die Ereignisse in Jemen.
Es stellte sich sogar heraus, dass mein ehemaliger LK-Lehrer selbst in der durch ganz Deutschland gehenden Sympathiewelle für Nicaragua während der Revolution und dem Sturz Somozas vor nunmehr über 30 Jahren mitschwamm und aktiv war. ;)

Schade, dass diese zwischenmenschlichen Beziehungen in der aktiven Schulzeit leider zu kurz gekommen sind, lag doch der Druck des drohenden Zentralabiturs auf unseren Schultern.
So schließt sich der Kreis aber wieder einmal.

Im folgenden führte ich einige Gespräche mit verschiedenen Apotheken, einem Eine-Welt- Kreis und dem Gasthaus in Recklinghausen. Doch es gestaltet sich nicht immer einfach, nach Spenden zu fragen. Schließlich habe ich noch mit dem Schulleiter der Raphael-Schule- Recklinghausen ein Gespräch geführt und habe ein gutes Gefühl.
Konkreten Erfolg hatte ich nun noch nicht. Jedoch interessieren sich viele für meine zukünftige Arbeit und überlegen es sich noch.
Doch allein diese Situation ist für mich sehr lehrreich und ich befasse mich intensiver mit der Bedeutung meines Freiwilligendienstes und den Herausforderungen.

Durch die direkten Unterhaltungen über das Thema, wird mir aber meine Rolle in Nicaragua immer wieder deutlich vor Augen geführt und ich freue mich nun immer mehr auf das Jahr :)

Achja, ich habe auch noch einmal eine neue Perspektive für mein Studium nach Nicaragua eröffnet bekommen. Neue Ideen und Möglichkeiten.
Damit werde ich mich nun einmal befassen. Berlin als neuer Wohnort ist also noch nicht aus dem Rennen. :)

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